Neujahrsansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Anfang dieses Jahres begannen die Menschen in Nordafrika und Nahost, in ihrer Region die politische Ordnung entscheidend zu verändern. Im März wurde Japan von einem gewaltigen Erdbeben, einer furchtbaren Flutwelle und in der Folge einer verheerenden Reaktorkatastrophe heimgesucht. Im Herbst wurde der siebenmilliardste Erdenbürger geboren – dies sind nur ganz wenige Ausschnitte aus dem zurückliegenden Jahr.

2011 war ohne Zweifel ein Jahr tiefgreifender Veränderungen.

Das gilt auch für uns in Europa. Hier hält uns unverändert die Schuldenkrise der Staaten in Atem.

Trotz aller Mühen dürfen wir nie vergessen, dass die friedliche Vereinigung unseres Kontinents das historische Geschenk für uns ist. Es hat uns über ein halbes Jahrhundert Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Menschenrechte und Demokratie gebracht.

Diese Werte können wir auch in unserer Zeit gar nicht hoch genug schätzen. Gerade jetzt nicht, wo sich Europa in seiner schwersten Bewährungsprobe seit Jahrzehnten befindet, wo sich – wie ich weiß – viele von Ihnen Gedanken um die Sicherheit unserer Währung machen.

In wenigen Stunden ist es genau zehn Jahre her, als sich viele von uns gleich um Mitternacht am Bankautomaten die ersten Scheine des Euro geholt haben. Seitdem hat der Euro unseren Alltag einfacher und unsere Wirtschaft stärker gemacht. In der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 bewahrte er uns vor Schlimmerem.

Heute nun können Sie darauf vertrauen, dass ich alles daran setze, den Euro zu stärken. Gelingen aber wird das nur, wenn Europa Lehren aus Fehlern der Vergangenheit zieht. Eine davon ist, dass eine gemeinsame Währung erst dann wirklich erfolgreich sein kann, wenn wir mehr als bisher in Europa zusammenarbeiten.

Europa wächst in der Krise zusammen. Der Weg, sie zu überwinden, bleibt lang und wird nicht ohne Rückschläge sein, doch am Ende dieses Weges wird Europa stärker aus der Krise hervorgehen, als es in sie hineingegangen ist.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, gerade in Deutschland haben wir Grund zur Zuversicht. Fast alle jungen Menschen haben in diesem Jahr einen Ausbildungsplatz gefunden. Es sind so wenig Menschen arbeitslos wie seit 20 Jahren nicht. Deutschland geht es gut, auch wenn das nächste Jahr ohne Zweifel schwieriger wird als dieses.

Das alles ist Ihrem Fleiß, Ihrer Unermüdlichkeit zu verdanken. Sie haben das möglich gemacht. Sie alle, die Menschen in Deutschland. Gemeinsam.

Voraussetzung dafür ist, dass wir in Freiheit und Sicherheit leben können. Dazu leisten unsere Polizisten und Soldaten unter Einsatz ihres Lebens einen großen Dienst, zu Hause und in vielen Regionen der Welt. Ich danke Ihnen wie auch den vielen zivilen und ehrenamtlichen Helfern in unserem Land.

Sie stehen für die Werte unseres Landes ein, die immer wieder herausgefordert oder gar angegriffen werden. Das mussten wir wieder mit Schrecken erfahren, als im Herbst eine rechtsextremistische Terror- und Mörderbande aufgedeckt wurde.

In ihren Taten, die sie über mehr als ein Jahrzehnt unbehelligt begehen konnte, wurde ein unfassbares Maß an Hass und Fremdenfeindlichkeit sichtbar.

Wir wissen, dass wir das Leid der Angehörigen der Opfer nicht wiedergutmachen können. Aber ihnen und uns gemeinsam sind wir es schuldig, die Taten umfassend aufzuklären und alle Beteiligten, auch die Helfershelfer, zur Rechenschaft zu ziehen.

Es ist unsere Pflicht, die Werte unserer offenen und freiheitlichen Gesellschaft entschlossen zu verteidigen – jederzeit und gegen jede Form von Gewalt. Das ist eine Daueraufgabe – für die Politik wie für uns alle.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, für jeden von uns bringt das neue Jahr seine ganz eigenen Herausforderungen mit sich.

Das gilt auch für die Bundesregierung. Wir wollen, dass unser Land das bleiben kann, was es ist: menschlich und erfolgreich

Dazu wollen wir die Familien stärken, damit unser Land kinderfreundlicher wird. Wir werden die sozialen Sicherungssysteme so verändern, dass sie auch in Zukunft jedem die Hilfe und Leistung geben, die er braucht, zum Beispiel für die Pflege Alter und Kranker.

Unsere Wirtschaft soll erfolgreich und unsere Lebensweise umweltverträglich sein. Deshalb wird unser Energiekonzept zügig umgesetzt.

Die Finanzen sollen solide, das Finanzsystem krisenfest sein. Wir tun all das, weil wir nicht weiter zulasten der nächsten Generation, zulasten der Umwelt, zulasten der Zukunft leben dürfen. Wir müssen an das Morgen denken.

Blicken wir einen Moment gemeinsam in die Zukunft: Wie wollen wir zusammenleben und denen helfen, die noch am Rande stehen? Wie sichern wir unseren Wohlstand? Wie lernen wir als Gesellschaft? Zu diesen Fragen habe ich mit über 100 Experten einen Dialog über Deutschlands Zukunft begonnen, und dazu möchte ich auch mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Ab Februar können Sie im Internet mit diskutieren und Vorschläge einbringen. Ich lade Sie alle ein: Machen Sie mit.

Der Dichter Heinrich Heine hat es auf den Punkt gebracht, als er schrieb: „Deutschland – das sind wir selber.“ Für viele von Ihnen ist das Mitmachen ganz selbstverständlich und wichtig. Von dieser Tatkraft lebt unser Land. Sie macht es menschlich, und sie macht es erfolgreich. Dafür bin ich dankbar. Darauf baue ich. Auch in Zukunft.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes, gesundes und gesegnetes neues Jahr 2012.“

(Quelle: Bundeskanzleramt)

Ein Zwischenwort

Wartet nur

von Heinrich Heine

Weil ich so ganz vorzüglich blitze,
Glaubt ihr, daß ich nicht donnern könnt!
Ihr irrt euch sehr, denn ich besitze
Gleichfalls fürs Donnern ein Talent.

Es wird sich grausenhaft bewähren,
Wenn einst erscheint der rechte Tag;
Dann sollt ihr meine Stimme hören,
Das Donnerwort, den Wetterschlag.

Gar manche Eiche wird zersplittern
An jenem Tag der wilde Sturm,
Gar mancher Palast wird erzittern
Und stürzen mancher Kirchenturm!

(Quelle: Heinrich Heine: Werke und Briefe in zehn Bänden. Band 1, Berlin und Weimar 21972, S. 339. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20005025494)

Neujahrsansprache von Ministerpräsident Winfried Kretschmann

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Baden-Württemberg hat ein bewegtes Jahr hinter sich: Die Landtagswahl und der Regierungswechsel im Frühjahr sowie die Volksabstimmung vor wenigen Wochen sind nur einige der herausragenden Ereignisse der Landespolitik.

Zugleich stehen wir vor wichtigen Herausforderungen und Aufgaben.

Die Schuldenkrise in Europa betrifft uns alle. Nur mit einer gewaltigen und gemeinsamen Anstrengung werden wir sie meistern können. Nur mit mehr Europa und nicht weniger können wir sie lösen. Unser aller Anliegen ist es, den Euro stabil und vertrauenswürdig zu halten.

In Deutschland haben wir nach dem Beschluss des endgültigen Atomausstiegs die große Aufgabe der Energiewende vor uns. Voller Zuversicht gehen wir deshalb nun ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien.

Wir tragen eine hohe Verantwortung für die Chancengleichheit aller unserer Kinder, egal aus welchem Elternhaus sie kommen. Deshalb investieren wir schwerpunktmäßig in die Bildung. Dies sind wir unseren Kindern und den jungen Menschen schuldig. Auch unser Wohlstand ist davon abhängig, dass die Wirtschaft gut ausgebildete Fachkräfte hat.

Zugleich müssen wir den Landeshaushalt sanieren. Bislang wurde im Land dauerhaft mehr ausgegeben als eingenommen. Dies hat keine Zukunft. Deshalb werden wir um das Sparen nicht herumkommen, auch wenn dies mitunter schmerzhaft ist.

Diese Herausforderungen wollen wir gemeinsam mit Ihnen angehen.

Wir tun dies, weil die großen Themen und Aufgaben uns alle betreffen, weil sie unser aller Leben verändern. Nur gemeinsam werden wir erfolgreich sein.

Deshalb sind uns die Sorgen und Meinungen der Bürgerinnen und Bürger so wichtig. Deshalb verstehen wir uns als Bürgerregierung.

Mit der Hinwendung zu den Menschen und mit einer neuen Offenheit wollen wir nicht nur bessere Sachpolitik machen. Sondern wir wollen auch dazu beitragen, Schritt für Schritt verlorenes Vertrauen in die Politik zurückzugewinnen. Denn Vertrauen ist die knappste, aber zugleich die wichtigste Ressource in der Politik.

Damit dies gelingt, leiten wir einen Aufbruch bei der Bürgerbeteiligung in die Wege. Die Volksabstimmung im November zu Stuttgart 21 war ein Anfang.

Unsere ‚Politik des Gehörtwerdens‘ bedeutet auch, dass wir mehr und bessere Formen der Teilhabe für alle einzelnen Politikfelder schaffen werden.

Wenn Menschen sich stärker engagieren, gibt es auch einmal Konflikte. Für einen fairen Rahmen zur Austragung dieser Konflikte zu sorgen, Offenheit zu gewährleisten, das ist die Bringschuld der Institutionen – die Bringschuld der Bürgergesellschaft ist, dass Streit friedlich und zivilisiert abläuft. Eine moderne, eine lebendige und starke Demokratie lebt vom Einspruch und der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Nicht wo Menschen sich einmischen ist die Demokratie bedroht, sondern dort, wo sie sich abwenden von den öffentlichen Angelegenheiten.

Ich lade Sie ein: Machen Sie mit und begleiten Sie uns auf dem Weg in diese Bürgergesellschaft. Bauen wir gemeinsam an einer neuen politischen Kultur für Baden-Württemberg.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gutes und erfolgreiches neues Jahr, Gesundheit und Wohlergehen. Gemeinsam können wir die anstehenden Herausforderungen meistern.

(Quelle: Staatsministerium)

Ein Lahrer Maskenball

Narrenaufgalopp mit  Rainer Domfeld

Werbung für das Domfeld-Buch auf der website vom Wagner Verlag („Wir haben Bücher von Menschen für Menschen“ ). Der Clou ist  die  Briefmarke. Ein echtes Domfeldstück!

(gh). Ein neuer Höhepunkt in Rainer Domfelds Selbstdarstellungen ist zweifellos ein Buch. Auch wenn es am 11. Januar um 18.30 Uhr in der Volksbank Lahr vorgestellt wird, ist es nicht ein Sparbuch, sondern eher das Gegenteil. Erschienen im Wagner Verlag in Gelnhausen, gehört es offenbar in die Reihe der Bücher, deren Autoren das Geld zur Veröffentlichung selbst mitbringen müssen. Da er auch in der Volksbank Offenburg auftritt und in der Bühler Volksbank schon war, haben möglicherweise die Vobas in ihrem unendlichen Streben nach Kultur Geld in dieses närrische Pojekt des Präsidenten des Ortenauer Narrenbundes gesteckt. Sonst ist nicht zu erklären, warum Volksbanken unter die Buchspekulanten gehen und für etwas werben, das der Autor in einem Verlag veröffentlicht hat, wo Autoren normalerweise wohl  für ihre Veröffentlichungen bezahlen müssen. Warum dann auch noch ein OB mitspielt?  Das gibt’s halt nur in Lahr, auch in einer Zeit, da schon jeder Dalaffe „sein“  Buch schreibt. Die hohe Zeit der  „Kunstausstellungen“  in Banken nach Besuch eines Aquarellkurses in der Volkshochschule ist längst vorbei.

Da das Ding „Die Seriosität der Maskerade“ heißt und als „Fachbuch“ beworben wird, scheint für den 11.1. eine Art Lahrer Maskenball geplant zu sein um ein läppisches Werk, das nichts Neues bringt. Immerhin treten in der Antifasnachtshochburg Lahr zur Buchvorstellung der Voba-Chef Krumm, der Lahrer OB Müller neben einem Vorstandskumpel des Präsidenten auf, der sein Brot bei Radio OHR verdient, und natürlich der Abfasser. Wenn es in Lahr auch sonst an Arbeit mangelt, Fasnacht muß mangels Tradition jedes Jahr neu erarbeitet werden. Als Präsident eines Verbandes, der sich wohl in erster Linie durch ein Sammelsurium von zum Teil aberwitzlosen Kraut- und Rübenzünften am Rande schwäbisch-alemannischen Brauchtums bewegt, reiht sich Domfeld nun ein in die Schlange derer, die es neben seriösen Volkskundlern wagen, sich selbst zum Besten zu geben, falls es noch an Gebrauchsanleitungen für jährliche Fernsehumzüge und andere Kindereien unter hohen Sicherheitsanforderungen und Promillegraden fehlen sollte.

Wie man sieht, fand sich deshalb wohl auch kein Verlag in der Region, der das Risiko auf sich genommen hätte, dieses Werk des Polizeibeamten aus Berghaupten auf den Buchmarkt zu bringen. Ein echtes Schelmenstück, und das paßt irgendwie zu Rainer Domfeld, ist der Hinweis mit Gratulation in der Verlagswerbung, daß die Deutsche Bundespost sogar schon eine Briefmarke für dieses Buch herausgegeben habe. Darauf einen dreifachen Tusch!

Wissen die im Verlag wirklich nicht, daß jeder inzwischen seine eigene Briefmarke bei der Post gegen entsprechende Zahlung herstellen lassen kann? Domfeld ist mal wieder geglückt, woran mancher Narr verzweifelt: Er braucht keine Maskerade. Der ist echt. Übrigens, falls es sich noch nicht herumgesprochen haben sollte: Es muß nicht immer Buch sein, aus Papier läßt sich auch prima Konfetti machen.

Silvester darf es laut werden

Vorsicht beim Umgang mit Feuerwerkskörpern

(lifepr) – Wer den Jahreswechsel ruhig und beschaulich verbringen möchte, sollte besser Urlaub auf einer einsamen Insel machen. Zum Neuen Jahr hat die Tradition nämlich Vorrang vor nächtlicher Ruhe. Da das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zum Neuen Jahr ein alter Brauch ist, der zudem von den meisten Menschen freudig begangen wird, so die ARAG-Experten, muss die lärmempfindliche Minderheit sowohl den Krach von Böllern und Co. als auch von feiernden Nachbarn in der Silvesternacht dulden – bis zwei Uhr nachts darf der Trubel gut und gerne dauern.

Etwas anders ist die Sachlage allerdings eine Woche früher. Der beschauliche Heiligabend im Kreise der Familie kommt bei jungen Leuten zwar immer mehr aus der Mode und muss der Christmas-Fete mit hämmernden Techno-Versionen von „Jingle Bells“ und „Oh Tannenbaum“ weichen. Der 24. Dezember wird aber von den Ordnungshütern immer noch als Fest der Besinnlichkeit und Ruhe verstanden. Daher ist um 22 Uhr Schluss mit lustig, wenn Nachbarn sich gestört fühlen können.

Nicht nur beim Vertrieb und beim Gebrauch von Feuerwerkskörpern soll die Sicherheit an erster Stelle stehen. Silvester-Böller müssen auch sicher vor Kindern aufbewahrt werden. Anderenfalls können Eltern für die Folgen einer unsachgemäßen Knallerei verantwortlich gemacht werden. Die ARAG-Experten verweisen auf einen Fall, in dem ein elfjähriges Mädchen ein Knalltrauma und einen vorübergehenden Gehörschaden durch Silvesterböller erlitt, die ihr ein 13-Jähriger nachgeworfen hatte.

Die Richter verurteilten die Mutter des Jungen zur Zahlung von Schmerzensgeld in Höhe von rund 1.000 Euro, weil sie ihrer Aufsichtspflicht nur unzureichend nachgekommen war. Die Frau hatte die gut zehn Zentimeter langen Knaller zwar in ihrer Wohnung versteckt, der Sohn hatte diese aber trotzdem gefunden. Der Junge selbst hatte die Anschuldigungen zwar bestritten. Das Gericht sah die Vorwürfe aber durch Augenzeugen und den Klinikaufenthalt des Mädchens hinreichend belegt. Nach Ansicht der Richter hätte die Mutter des kleinen Sprengmeisters deutlicher und bestimmter auf eine sichere Verwahrung hinwirken und die Knaller notfalls wieder aus der Wohnung bringen müssen, insbesondere da die Feuerwerkskörper teilweise für Jugendliche unter 18 Jahren verboten waren (LG München, Az.: 31 S 23681/00).

In Deutschland erhältliche Feuerwerkskörper müssen von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung zugelassen sein. In den öffentlichen Verkauf gelangen die Feuerwerkskörper der Klassen I und II. Feuerwerkskörper der Klasse I (z.B. Knallerbsen, Wunderkerzen, Bengalisches Feuer) dürfen das ganze Jahr über verkauft werden. Feuerwerkskörper der Klasse II (z.B. Knallfrösche, China-Böller, Leuchtraketen) dürfen ohne Genehmigung hingegen in der Zeit vom 01. Januar bis einschließlich 28. Dezember nicht verkauft werden. Die ARAG-Experten weisen darauf hin, dass in jedem Fall Böller, Knaller, Kracher und Raketen der Klasse II ausschließlich an Personen abgegeben werden dürfen, die älter als 18 Jahre sind. Auch dürfen diese Produkte nur innerhalb von Verkaufsräumen veräußert werden. Ein Verkauf aus einem Kiosk oder in Verkaufspassagen ist verboten.

Für einen unfallfreien Jahreswechsel sind bestimmte Vorsichtsmaßnahmen in puncto Böller & Co. unerlässlich. ARAG Experten raten dringend dazu, die Gebrauchsanweisung zur Abwechslung mal nicht nur genau zu lesen, sondern auch zu befolgen. Grundsätzlich sollten Feuerwerkskörper eine ausreichend lange Zündschnur haben und daraufhin überprüft werden, ob sie unbeschädigt sind.

Ist z.B. bei einer Rakete der Führungsstab gebrochen und angeknackst – Hände weg! Zum Starten sollte der Stab in eine Flasche oder beispielsweise ins Gras oder einen Schneehaufen gesteckt werden. Auch sollte man unbedingt darauf achten, wohin die Rakete geschossen wird. In einem konkreten Fall wurde durch eine Rakete eine benachbarte Scheune in Brand gesetzt und ein erheblicher Schaden verursacht.

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass wenn man mit gezündeten Feuerwerkskörpern auf dem Nachbargrundstück Schäden anrichtet, bei fahrlässigem Verhalten haftet (BGH, AZ: V ZR 75/08). Wer’s laut mag und auf den kostspieligen Krach nicht verzichten möchte: Nach dem Zünden schnell werfen und zwar nicht in Richtung Zuschauer. Hierbei weisen die ARAG Experten jedoch darauf hin, dass auch der Zuschauer bei einem Silvester-Feuerwerk gewisse Risiken eingeht, die er im Zweifelsfall selbst zu tragen hat.

In einem aktuellen Urteil hat das OLG Naumburg entschieden, dass Böller in einem Spielwarengeschäft verkauft werden dürfen. Wie erstinstanzlich bereits das Landgericht Magdeburg, sah auch das Oberlandesgerichts Naumburg die Silvesterfeuerwerkskörper als Spielwaren an. Spielzeug umfasse nicht nur Gegenstände, mit denen Kinder spielen. Auch Erwachsene und Tiere spielen. So spielen auch und gerade Erwachsene Kartenspiele (Poker, Skat etc.) oder mit elektrischen Modelleisenbahnen.

Seit einigen Jahren gibt es neue Medien, wie etwa Computerspiele. Auch Feuerwerkskörper werden über Jahrzehnte hinweg sowohl von Kindern und Jugendlichen als auch von Erwachsenen geschätzt. Spielen bedeutet einzig und allein sich zum Vergnügen, Zeitvertreib und allein aus Freude an der Sache selbst auf irgendeine Weise zu betätigen. Auch Feuerwerk dient allein dem Vergnügen des Betrachters, erläutern ARAG Experten die Entscheidung (OLG Naumburg, Az: 9 U 192/10).

Das Tagesgericht

Geschichte besitzen.

Uralte Silvesterbräuche
Nachtwächter und Silvesterzug in Schiltach / Mühlenbacher singen das neue Jahr an
(Offenburger Tageblatt. Alt genügt nicht? Ist es der 1000. Jubiläumsbericht im OT?)

Bahnhof: Vor 2014 tut sich nix
Modernisierungspläne der Bahn sind in Lahr auf das Landesgartenschaujahr 2018 ausgerichtet
Die Deutsche Bahn wird die Modernisierung ihres Bahnhofes in Lahr nicht vor dem Jahr 2014 beginnen. Das erklärte auf Anfrage des Lahrer Anzeigers ein Sprecher des Unternehmens. In die Detailplanung soll die Stadtverwaltung einbezogen werden, sichert der DB-Vertreter aus Stuttgart zu.
(Lahrer Anzeiger. Zunächst einmal muß der Bahnhof an die Autobahn verlegt werden. Warum überläßt die Stadt nicht Architekt Grossmann  den Bahnhof?)

Erinnerungen an die Heimat
Alfred Seidenberg hat Eindrücke aus Schwägerau in Ostpreußen in einem Buch zusammengefasst
(Lahrer Anzeiger. Sein Sparbuch ist’s aber nicht.)

Großes Interesse an der Premiere
Das Interesse an der Lahr-Premiere von „The Monster of Nix“ ist groß gewesen: Den am Mittwochabend präsentierten 30-minütige Animationsfilm sahen 160 Zuschauer. Realisiert von dem Filmemacher und Grafiker Rosto und produziert von dem Lahrer Claudius Gebele, wurde der Streifen als holländischer Beitrag für den Oscar nominiert.
(Badische Zeitung. Der Knüller des Tages! Wie groß ist kleines Interesse in einer 43000-Einwohner-Stadt?)

Sonnenuntergang über den Vogesen
(Badische Zeitung. Mangels Schneebildern?)

Erster Lehrling geht in Rente
(Badische Zeitung. Schnelle Karriere.)

Musikalische Tournee durch die Stadt
(Badische Zeitung. Wahnsinnig aktuell: War erst vor Weihnachten.)

Taizé-Gebet verschoben
(Badische Zeitung. Gott muß warten.)

„Ein Abend zum Genießen“
BZ-Interview mit Martha Vögt über die Silvesterparty
(Badische Zeitung. Und nächste Woche: „Wie war’s“?)

Fine darf noch kalben, dann ist Schluss
Land und Leute: Die Landwirtsfamilie Hahn aus Kürzell hört mit der Viehhaltung auf
(Badische Zeitung. Hagen Späth hört aber nicht mit dem Schreiben auf.)

Schulleben
(Badische Zeitung. Ferien sind! Aus dem Papierkorb ins Blatt.)

Kleinbrenner-Verband ist jetzt in Appenweier zu Hause
Deutlich zentralere Lage / Verband repräsentiert mehr als 10 000 Klein- und Obstbrenner / Ortenau anbaustarkes Gebiet
Der Verband Badischer Klein- und Obstbrenner e.V. kommt seinen Mitgliedern näher. Zumindest räumlich. Das Büro wurde von Oppenau im hinteren Renchtal nach Appenweier verlegt. Ziel des Umzugs war eine bessere Nähe zur Mehrzahl der Mitglieder und eine bessere Erreichbarkeit durch die Nähe zur Autobahn, unterstrichen Vorsitzender Ulrich Müller aus Fischerbach und Geschäftsführer Klaus Lindenmann aus Anlass der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle am Hindenburgplatz 1.
(Badische Zietung. Schnaps ist nicht ihr letztes Wort.)

Kinderakademie für Biberach
Sechste Einrichtung im Kreis
Mit einem Bescheid der Hector-II-Stiftung wurde der Bildungsregion Ortenau e.V. (BRO) die Einrichtung einer weiteren Hector-Kinderakademie im Lernzentrum Kinzigtal in Biberach genehmigt.
(Badische Zeitung. Klingt wie eine Verlautbarung aus dem nordkoreanischen Zentralrat der KP. Werden die Biberacher jetzt intelligenter?)

Workshop im Januar zur Zukunft von Mahlberg
(Badische Zeitung. Dabei geht’s um die Gegenwart.)

Ministerin Öney will mit Türkei kooperieren
Türkische Broschüren geordert
Die baden-württembergische Ministerin Bilkay Öney (SPD) will künftig mit der Türkei zusammenarbeiten, um die Integration türkischstämmiger Migranten zu verbessern. Bei dem Besuch einer Frauenkonferenz in Ankara auf Einladung der türkischen Familienministerin Fatma Sahin sei sie auch mit etlichen anderen Regierungsvertretern zusammengetroffen und habe Kooperationen angeregt und vereinbart, sagte Öney nach ihrer Rückkehr am Donnerstag in Stuttgart. „Wir brauchen Bündnispartner und Knowhow.“ Sie habe den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan bei einem Gespräch als sehr aufgeschlossen und offen erlebt.
(Badische Zeitung. Da hat sie wohl Glück gehabt, nicht auch bombardiert worden zu sein. Warum ist die Naive nicht gleich dort geblieben?)

Häschen in der Furche?

Arbeitsmarkt
Bundesregierung trickst bei der Zahl der Arbeitslosen
Mehr als 100.000 ältere Menschen sind bei der Bundesagentur für Arbeit registriert, werden aber bei der Zahl der Arbeitslosen nicht mitgerechnet.
(WELT online. Nicht mehr lange, und es gibt Minuszahlen am Arbeitsmarkt. Statistiken kommen aus Fälscherwerkstätten.)

Politik und Religion
Wie viel Bekenntnis verträgt die SPD?
Christen dürfen eine Arbeitsgemeinschaft bilden, Laizisten nicht: Die Partei August Bebels übt unter Sigmar Gabriel die Frömmelei ein. Das Freidenkermilieu wird verprellt…Die Entchristlichung Deutschlands ist vorangeschritten. Die Wiedervereinigung hat dazu nicht wenig beigetragen, gibt es doch seitdem Regionen in Deutschland, in denen nur noch eine Minderheit der Bevölkerung einer Religionsgemeinschaft angehört.Und schon meldet sich die Antwort in umjubelten Papstauftritten oder im Hurrakatholizismus prominenter Journalisten und Schriftsteller. Auch die SPD lässt nicht auf sich warten. Nachdem ein Bundesvorsitzender sein Amt mit dem des Papstes verglichen hatte und sich die Generalsekretärin in einem Buch als praktizierende Katholikin geoutet hatte, trat um Christi Himmelfahrt 2011 herum auch der neue Parteivorsitzende mit dem Bekenntnis hervor, Lutheraner zu sein, womit auch die evangelische Flanke abgedeckt war. Könnte man sich ein öffentliches Bekenntnis eines Spitzenpolitikers zum Atheismus derzeit überhaupt vorstellen?
(FAZ. NET. Fauler Zauber hat Konjunktur. Dabei gilt immer noch das Grundgesetz. Kirchen haben nichts mit Demokratie am Hut.)

CDU-Finanzexperte
„Griechen legen Hände in den Schoß und wir zahlen“
Unions-Finanzexperte Hans Michelbach kritisiert Griechenlands mangelhafte Bemühungen zur Überwindung der Schuldenkrise: Die EU soll die Regie übernehmen.
(WELT onbline. Hat die CDU in ihrer Merkelbesoffenheit nicht auch beschlossen, zu zahlen?)

Comeback
Seehofer rollt Guttenberg den roten Teppich aus
Die Chancen auf eine schnelle Rückkehr Karl-Theodor zu Guttenbergs in deutsche Politik steigen. CSU-Chef Seehofer will sich intensiv um den Freiherrn bemühen.
(WELT online. Um welchen Freiherrn? Gibt es seit 1919 nicht mehr. Ist die CSU auf Blender und Bluffer angewiesen?)

Kreditaffäre BW-Bank:
Neuer Kreditvertrag mit Wulff erst kurz vor Weihnachten
Den Privatkredit von Edith Geerkens wandelte Bundespräsident Christian Wulff in einen Kredit der BW-Bank um – allerdings erst, nachdem die Affäre publik wurde. Außerdem wird jetzt dem Vorwurf der Untreue nachgegangen. Die BW-Bank soll Wulff nämlich zunächst besonders vorteilhaften Kredit-Konditionen angeboten haben…Das klang Mitte Dezember beim Bundespräsidenten noch etwas anders.
(Der Tagesspiegel.  Der Mann ist als Bundespräsident nicht mehr tragbar. Der ist nicht mehr nur peinlich, sondern ein Ärgernis. Ein spießiger kleiner Schnorrer, der gerade das bestätigt, was herausagekommen ist. Mit ihm muß seine Gouvernante gehen.)

Terror-Risiko
Europa schlampt bei Passkontrollen
Heftiger Vorwurf von Interpol-Generalsekretär Noble: Die meisten EU-Staaten sind demnach so nachlässig bei Grenzkontrollen, dass Terroristen leichtes Spiel hätten. Das Bundesinnenministerium verwehrt sich gegen die Attacke.
(SPIEGEL de. Wo kommen denn all die Asylbewerber her? Die dürfte es ja gar nicht geben.)

Tut gut: Blick über den Tellerrand

Streit über Estrich verzögert Neubau
Feuerwehrhaus nimmt Formen an – Anfang April soll alles fertig
(Schwäbische Zeitung. Sieht’s wie ein Haus aus, oder anders? Den Estrich hat das Bauamt mit der Gemeinderatsmehrheit gegen den Willen der Feuerwehr besorgt.)

Das „Olympia“ füllt in Spaichingen eine Marktlücke
Anastasios Christias übernimmt das Traditions-Hotelrestaurant „Rössle“
(Schwäbische Zeitung. Hat ein Grieche noch gefehlt in Spaichingen? Sehr aktuell, schon ein paar Monate her.)

Zur Eröffnung kommen 1800 Besucher
Baumarkt Honer Baustoffe macht auf mit Musik und Feuerwerk
(Schwäbische Zeitung. pm-plemplem. Hat die Schwäz gezählt? Da sieht die sogenannte teure Kultur aber alt aus. Fliesen muß man zeigen!)

Interview
„Gäste können sich die Musik aussuchen“
Gasthaus „Brennerhof“ führt Liederabende ein – Weiterhin wechselnde Kunstausstellungen
(Schwäbische Zeitung. Dauerwerbezeitung.)

Senioren aus Liptingen-Heudorf bleiben auch 2012 aktiv
(Schwäbische Zeitung.Bis daß der Tod sie scheidet.)

Interview
„Respektlosigkeit ängstigt Bürger“
Polizeisprecher Wolfgang Schoch berichtet über zunehmende Ausschreitungen
Immer häufiger haben es Polizeibeamte in Tuttlingen in frühen Morgenstunden mit Ausschreitungen in und vor Gaststätten zu tun. Die Aggressionen richten sich selten an Dritte, dennoch fühlen sich viele Bürger bedroht. Wir sprachen darüber mit Polizeisprecher Wolfgang Schoch.
SZ: Herr Schoch, in den vergangenen Monaten häufen sich Polizeimeldungen über Schlägereien und Ausschreitungen in der Innenstadt. Steigt die Gewaltbereitschaft in Tuttlingen, oder ist das nur ein Gefühl?
(Schwäbische Zeitung. Wie sich ein Schlag auf den Kopf anfühlt, kann sich Redaktionsleiterin Havenstein nicht vorstellen?)

Umfrage
Junge Trossinger wünschen sich für 2012 Himalaya-Wanderung und eigene CD
(Schwäbische Zeitung. Wünschen die Leser den Schwäz-Schreiber dafür auf den Mond?)

Václav Havel lebt auch auf einer Mundharmonika weiter
Der damalige tschechische Präsident bedankte sich handschriftlich bei der Firma Hohner für das Sondermodell
(Schwäbische Zeitung. pm-plemplem: Der Tote mit der Mundharmonika.)

Nostalgiefahrt führt zu „Weihnachtszauber“
Eisenbahnfreunde Zollernbahn aus Rottweil bieten Fahrt mit der Dampflokomotive an
(Schwäbische Zeitung. Wieviele Weihnachtsmänner passen in den Kessel einer Dampflokomotive?)

Silvesterabend märchenhaft beginnen
Das Russische Nationalballett aus Moskau präsentiert am Samstag, 31. Dezember, um 17.30 Uhr in der Stadthalle Tuttlingen den Ballettklassiker „Nussknacker“.
(Schwäbische Zeitung. Krachmandel?)

Nazis können kein Deutsch
Unbekannte haben die Mauer der „Wandelhalle“ am Missionshaus der Weißen Väter in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit teilweise rechtslastigen Parolen und einem Hakenkreuz besprüht.
Unter anderem waren die Schriftzüge „Auslender Raus“ und „Die Mauer mus weg“ zu sehen.
(Schwäbische Zeitung. Nazis in Haigerloch noch bekannt?)

Deilinger Wald wirft Gewinn ab
(Schwäbische Zeitung. Auch Holz?)

Ein Schiedsrichter geht durch die Hölle
Die Unparteiischen sind 2011 ins Kreuzfeuer der Kritik geraten wie nie zuvor – Ein Fallbeispiel
(Schwäbische Zeitung. Bewirbt sich Lothar A. Häring aus der Tuttlinger Redaktion mal wieder um einen Journalistenpreis, wenn er sich ein Thema außerhalb des SZ-Landes sucht? Nicht das erste Mal, daß er im Elztal fündig wird und damit eine ganze Zeitungsseite füllt.)

Wolf sieht ländlichen Raum im Vorteil
Die Studie ist ein Beleg für die regional ausgewogene Wirtschaftsentwicklung Baden-Württembergs.“ Dies sagte Landtagspräsident Guido Wolf (CDU) gestern zu den Ergebnissen einer Wirtschaftsstudie, wonach Baden-Württemberg im Ländervergleich und der Landkreis Tuttlingen im Vergleich der Regionen die Spitzenpositionen einnehmen..
(Schwäbische Zeitung. Darf MdL Wolf als pm-plemplem jeden Senf in der Schwäz veröffentlichen, die vor lauter Bücklingen vor dem Landtagspräsidenten schon auf der Nase kriecht?)