Gedenkstätten in Baden-Württemberg

Aktualisierte Broschüre stellt  68  Standorte im Land vor


Gedenkstätte ehemalige Synagoge in Kippenheim.

(lifepr) – Wie lebendig die Gedenkstättenlandschaft in Baden-Württemberg ist, zeigt die aktualisierte Auflage der Broschüre „Gedenkstätten in Baden-Württemberg“. Die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) gibt sie in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen Baden-Württemberg (LAGG) heraus.

Auf 92 Seiten stellt das Heft 68 Gedenk- und Lernorte sowie Museen in Text und Bild vor. Viele dieser Orte erinnern an Unterdrückung und Verfolgung, an Mord und Vernichtung, aber auch an Widerstand, Verweigerung und Zivilcourage im Nationalsozialismus. Die historischen, politischen und topografischen Zusammenhänge und Bedingungen der Zeit treten damit authentisch hervor.

Ergänzt wird der Überblick durch Gedenkorte und Museen, die die Demokratiegeschichte des Landes abbilden. So werden auch Einrichtungen präsentiert, die an Theodor Heuss (in Brackenheim und Stuttgart), an Friedrich Ebert (in Heidelberg) oder an die Versammlung der „Entschiedenen Verfassungsfreunde“ im Jahr 1847 im Offenburger „Salmen“ erinnern.

Die Broschüre lädt zur aktiven Spurensuche ein. Sie gibt Anregungen für Exkursionen, nennt Ansprechpartner, Adressen und Öffnungszeiten. Außerdem informiert sie über pädagogische Betreuung, didaktische Materialien und Literatur. Mit Blick auf die Funktion der Gedenkstätten als außerschulische Lernorte ist die Publikation für Lehrerinnen und Lehrer eine wichtige Arbeitshilfe.

Die 5. aktualisierte und erweiterte Auflage von „Gedenkstätten in Baden-Württemberg“ ist kostenlos erhältlich bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Stafflenbergstr. 38, 70184 Stuttgart, Fax: 0711.164099-77, E-Mail: marketing@lpb.bwl.de, Webshop: www.lpb-bw.de/shop. Bei Bestellungen ab 6 Exemplaren werden die Versandkosten in Rechnung gestellt.

Literaturschnipsel

Turner-Marsch

(Melodie: Leise flehen meine Lieder)

von Joachim Ringelnatz

Schlagt die Pauken und Trompeten,
Turner in die Bahn!
Turnersprache laßt uns reden.
Vivat Vater Felix Dahn!
Laßt uns im Gleichschritt aufmarschieren,
Ein stolzes Regiment.
Laß die Fanfaren tremulieren!
Faltet die Fahnen ent!

Die harte Brust dem Wetter darzubieten,
Reißt die germanische Lodenjoppe auf!
Kommet zu Hauf!
Wir wollen uns im friedlichen Wettkampf üben.

Braust drei Hepp-hepps und drei Hurras
Um die deutschen Eichenbäume!
Trinkt auf das Wohl der deutschen Frauen ein Glas,
Daß es das ganze Vaterland durchschäume.
Heil! Umschlingt euch mit Herz und Hand,
Ihr Brüder aus Nord-, Süd- und Mitteldeutschland!
Daß einst um eure Urne
Eine gleiche Generation turne.

(Quelle: Joachim Ringelnatz: Das Gesamtwerk in sieben Bänden. Band 1: Gedichte, Zürich 1994, S. 85. Permalink: http://www.zeno.org/nid/2000553814)

Das Tagesgericht

Geheimnisvolles Lohr.

B36 zwischen Lahr und Rastatt soll zur Landesstraße werden
Die Herabstufung ist laut Kehler Zeitung vom Landesverkehrsministerium geplant. Verkehrszählungen hätten ergeben, dass die B36 nur noch als Verbindungsstrecke für regionale Mittelzentren dient und somit als Fernstraße keine Bedeutung mehr habe. Sie werde von den Auto- und LKW-Fahrern somit bereits wie eine Landesstraße genutzt, heißt es. Die Anliegergemeinden geben sich gelassen. Der Rheinauer Bauamtsleiter Mündel sagte dem Blatt, man werde sich erstmal ansehen, welche Auswirkungen eine Herabstufung zur Landesstraße habe. Neurieds Bürgermeister Borchert begrüßt die Pläne – somit ließen sich viele Wünsche von Anwohnern leichter verwirklichen.
(BADEN online. Mit der gefallenen Bedeutung hängt nicht die Bedeutungslosigkeit eines Endpunktes der B 36 zusammen: von Lahr. Die B 36 ist nicht die Verbindung zwischen  zwei einstige bedeutende Handels- und Industriezentren Badens, Mannheim und Lahr. Die heutige B 36 ist in mehreren Abschnitten seit dem 18. Jahrhundert entstanden und hatte verschiedene Bezeichnungen. Bei der Nummerierung 1932 führte die Fernverkehrsstraße 36, zwei Jahre später  in Reichsstraße 36 umbenannt, nur von Mannheim nach Rastatt. Bis 1937 wurde die Reichsstraße 36 über Kehl nach Lahr verlängert und folgte somit der bisherigen badischen Staatsstraße Nr. 2. Deren Fortsetzung von Kehl nach Lahr wurde 1901 als badische Staatsstraße Nr. 29 bezeichnet.)

130 000 Euro teure Studie
Gemeinderat beschließt Standardisierte Tram-Bewertung bis in die Innenstadt / Untervariante bis Bahnhof
Der Kehler Gemeinderat hat in dieser Woche beschlossen, die sogenannte Standardisierte Bewertung für das Tramprojekt vom Verkehrswissenschaftlichen Institut Stuttgart (VWI) erarbeiten zu lassen. Die Kosten belaufen sich auf rund 130 000 Euro für die Untersuchung bis zum Kehler Rathaus.
(Kehler Zeitung. Was gibt es da zu untersuchen? Köpfe zum Denken benützen!)

InterCity stoppt nach Bombenverdacht bei Haslach und Hausach
Wegen eines verdächtigen Pakets im Zug von Stralsund nach Konstanz waren die Schwarzwaldbahnstrecke und der Bahnhof Hausach gestern am frühen Abend zwei Stunden lang gesperrt. Dann stellte sich das Paket als harmlos heraus – ebenso ein weiteres herrenloses Paket, das bei der Durchsuchung der Waggons noch gefunden wurde. Die 100 Zugreisenden des InterCity wurden zunächst im Bahnhof Hausach betreut und konnten dann mit Bussen weiterfahren.
(BADEN online. Hysterie.)

Beim Debattieren die Nase vorn
Debating-Team des Max-Planck-Gymnasiums gewann Wettbewerb in Freiburg / Noch zwei Vorrunden
(Lahrer Anzeiger. Nur noch Unfug am Max?)

»Heirat« war richtig
Meißenheims Bürgermeister ging beim Neujahrsempfang auf Gemeindereform ein
Meißenheims Bürgermeister Alexander Schröder zog – wenn auch mit Abstrichen – eine positive Bilanz beim Neujahrsempfang und warf einen ebenso positiven Blick in die Zukunft.
(Lahrer Anzeiger. Heute schon vergessen.)

Freundeskreis stößt an seine Grenze
Förderer der Landesgartenschau haben viele Termine / Mitglieder bekamen Überblick über Stand der Dinge
Der Freundeskreis Landesgartenschau hat jetzt schon alle Hände voll zu tun. In der Hauptversammlung bildete der jetzige Stand der Planungen den Schwerpunkt.
(Lahrer Anzeiger. Geistiger Grenzfall. Rathausjubler.)

Konzept hängt von Zuschüssen ab
Arbeitskreis hat sich für eine Variante entschieden: Schwimmbad soll für über zwei Millionen Euro saniert und umgestaltet werden
Läuft alles nach Plan, können sich die Wasserratten von der Saison 2014 an im runderneuerten Seelbacher Schwimmbad tummeln.
(Badische Zeitung. Was Seelbach will, müssen doch nicht auswärtige Steuerzahler blechen.)

Ja oder Nein zu Kirche und Christus
Vortrag im Bildungswerk Sulz
Vor kurzem präsentierte eine Wochenzeitung die Schlagzeile „Ist die Kirche noch zu retten?“ Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Veranstaltung des katholischen Bildungswerkes Sulz. Als Referent nahm Diakon Werner Kohler zunächst die Antwort „Christus ja — Kirche nein“ als Basis seines Vortrages. Er befasste sich anhand von Bibelstellen mit verschiedenen Aspekten des Themas Kirche, wie mit dem „Geheimnis der Kirche“ , „außerhalb der Kirche kein Heil?“ , „Kirche der Sünder“ und „Christentum ohne Kirche“ .
(Badische Zeitung. Interessanter ist die Frage, wieviele Engel auf eine Nadelspitze passen. Eine Kirche ist von Jesus nie gegründet worden. Was macht dieser Unfug in einer Zeitung?)

Pfarrerwechsel wird Herausforderung
Beim Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde St. Ulrich in Müllen hielt die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Rück- und Vorschau
(Badische Zeitung. Warum dauernd diese Randgruppenthemen?)

Schnoogeloch
(Badische Zeitung. Bliebe sie doch drin, diese Ulrike Derndinger.)

Sonnenaufgang bei Dundenheim
(Badische Zeitung. Seit wann liegt das Kaff in den Schwarzwaldbergen? Ohne solche Nonsensfotos langt’s nicht zu einer Seite Altpapier.)

Automatenwechsel in Schwanau
Freude und Ärger zugleich in Schwanau: Nonnenweier verliert seinen Sparkassenautomaten, Allmannsweier bekommt einen neuen
(Badische Zeitung. Hierzu eine halbe Zeitungsseite. Leser blöd?)

„Mehr Klimaschutz statt heißer Luft“
Umwelt- und Naturschutzverbände schließen sich zum Offenburger Aktionsbündnis zusammen / Forderungskatalog an die Stadt
(Badische Zeitung. Weltretter mit engem Horizont.)

Nordrach macht eine gute Figur
Die 24 Finalistinnen zur Wahl der Miss Germany werben in dem Schwarzwalddorf für Landschaft und Landwirtschaft
(Badische Zeitung. Schwindsüchtig?)

5149 Bußgeldbescheide innerhalb von 24 Stunden
Autobahnpolizei überwacht Baustelle auf der A 5 intensiv
(Badische Zeitung. Die Baustelle ist deppert.)

Wie ein lebendiger Leichnam
Lesung im Ettenheimer Bürgersaal mit Gerd Berghofer zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Die Bücher von 24 Schriftstellern warfen die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 ins Feuer, sie wurden damals stellvertretend für alle Autoren genannt, die mit ihrer „Gesinnungslumperei“ und der „Herabwürdigung der Geschichte“ dem „völkischen Geist“ widersprachen; so lauteten nur zwei von neun Rufen, die der Verbrennung ihrer Werke vorangingen. An die Autoren erinnerte am Donnerstag Gerd Berghofer im Bürgersaal des Rathauses mit einer Lesung aus bekannten und weniger bekannten Werken, die damals auf die „schwarze Liste“ gesetzt wurden.
(Badische Zeitung. Die Täter in Ettenheim und Umgebung sind weiterhin kein Thema.)

Eleonore Dietz startet den nächsten Hilfstransport
Der Verein Entwicklung durch Teilung unterstützt die Menschen in Benin / Im März geht der nächste Transport auf Reisen
(Badische Zeitung. Die richten mehr Schaden an als daß sie nützen.)

Ehrenmitglied in der Ski-Zunft
(Badische Zeitung. Das bleibt von einem achtzigjährigen Leben.)

Es gibt ein Bedürfnis nach Erneuerung“
BZ-Interview mit Johannes Rothenberger, JU-Bezirkschef
VOGTSBURG. Die Junge Union Südbaden will an diesem Wochenende in Vogtsburg im Kaiserstuhl ihre Führungsspitze neu wählen und ein europapolitisches Papier beraten. Stargast ist am Samstag Finanzminister Wolfgang Schäuble. Stefan Hupka sprach mit JU-Bezirkschef Johannes Rothenberger (31) aus Oberkirch, der wieder antritt.
(Badische Zeitung. 31-jähriger Jugendlicher. Früh vergreiste Pöstchenjäger.)

Bundespräsident
Kanzlerin Merkel stellt sich hinter Christian Wulff
Rückendeckung: Angela Merkel spricht dem angeschlagenen Staatschef das Vertrauen aus. Die SPD befürchtet einen Imageverlust Deutschlands.
(WELT online. Heißt es nicht: Lügen haben kurze Beine?)

Christine Scheel
Grünen-Politikerin wechselt zu Energieversorger HSE
Die Grünen-Abgeordnete Christine Scheel soll das Ressort Nachhaltigkeit bei dem Energieversorger HSE leiten. Es handele sich lediglich um einen „Wechsel auf die operative Seite“, sagte sie.
(WELT online. Den scheinheiligen grünen Frauchen und Männchen geht’s auch nur ums Geld.)

Mysteriöses Kopfnicksyndrom plagt Tausende Kinder
Eine rätselhafte Krankheit macht sich unter Kindern in Uganda breit: Die Betroffenen nicken heftig mit dem Kopf und fallen in Ohnmacht. Die Dorfältesten glauben an Geister.
(WELT online. Daran leidet derLahrer Gemeinderat schon lange.)

Schlichten statt richten auch für Fluggäste

Kosten tragen die Fluggesellschaften


(lifepr) – Die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SöP) war bislang nur für Streitfälle mit der Bahn ein Erfolg. Flugreisende können selten Hilfe erwarten, weil die meisten Fluggesellschaften und der Bundesverband der Luftverkehrswirtschaft (BdL) sich bisher quer stellte. Das wird sich jetzt aber ändern, sagen ARAG Experten.

Schlichtungsstelle kommt
Nach monatelangen Verhandlungen sei nun eine endgültige Einigung erzielt worden, sagte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Somit können auch deutsche Flugreisende sich bei Streit mit den Fluggesellschaften künftig an eine Schlichtungsstelle wenden. Der BdL hat eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. „Passagiere und Fluggesellschaften werden gemeinsam davon profitieren“, so Leutheusser-Schnarrenberger.

Vorbild SöP
Die Schlichtungsstelle orientiert sich am Modell der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SöP), die bei Streit von Reisenden mit Bahngesellschaften einschreitet. Sie soll eingreifen, wenn sich Fluggäste erfolglos beschweren, etwa bei Überbuchungen, Verspätungen und Annullierungen. Auch wenn das Gepäck beim Transport beschädigt wurde oder wenn mobilitätseingeschränkte Personen Schwierigkeiten hatten, soll die neue Stelle laut ARAG Experten schlichten.

Die Kosten tragen die Fluggesellschaften
Offen ist bisher noch, ob die SöP auch die Schlichtung für den Flugverkehr übernimmt, oder ob die Fluggesellschaften eine eigene Stelle einrichten. Die Kosten sollen in jedem Fall die Fluggesellschaften übernehmen. Die Einrichtung der Schlichtungsstelle hatten Union und FDP schon in ihrem Koalitionsvertrag von 2009 festgeschrieben.