Das Tagesgericht

Vorher oder nachher?

Schluss mit der langen Parkplatzsuche in Lahr
(BADEN online. Wer sucht in Lahr einen Parkplatz? Dort will ja niemand hin.)

Monstrum mit 32,5 Tonnen Gewicht
Lahrer Anzeiger verlost einen Roman, gestiftet von der Lahrer Buchhandlung Schwab
(Lahrer Anzeiger. Die montägliche Korruption.)

Lahr bei der Puppenparade top
20 von 47 Veranstaltungen in der Ortenau spielen in Lahr / Figurentheater-Festival vom 10. bis 25. März
(Lahrer Anzeiger. Hier läßt schon lange einer die Puppen tanzen, auch ohne städtischen Zuschuß.)

CDU will Gesetz um ein Jahr verschieben
Grundschulempfehlung
(Badische Zeitung. Die kann viel wollen, sie regiert aber nicht. In Berlin fordern die Grünen die Beendigung eines solchen Chaos‘, welches in BW gerade eingeführt worden ist.)

Auf der Suche nach dem Maulwurf
Ein Mitarbeiter von Integrationsministerin Öney soll heikle Interna an die Opposition weitergeben.
(Badische Zeitung.Heikles Ministerium.)

Die ersten Weine sind da
Weinbauverband stellt vor
(Badische Zeitung. Saufreklame. War der Wein alle?)

OB: SWR-Büro ist wichtig
Schreiben an den Intendanten
Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller hat sich gegen die drohende Schließung des SWR-Regionalbüros in Offenburg ausgesprochen.
(Badische Zeitung. Hat er nicht genug Propagandisten?)

Werbegemeinschaft diskutiert Leitbild 2020
(Badische Zeitung. Da gibt’s die gar nicht mehr.)

Die Energiekosten drücken
Reit- und Fahrverein Reichenbach ist aber mit seiner sportlichen Bilanz sehr zufrieden
(Badische Zeitung. Weniger Hafer?)

Geflügelzüchter in jeder Beziehung im Glück
(Badische Zeitung. Beziehungen mit Hahn und Henne und Ei gelegt?)

Hat katholische Kirche Zukunft?
Seminar mit drei Vorträgen
(Badische Zeitung. Ja, hinter sich.)

„Welche Zukunft hat der Euro?“
(Badische Zeitung. Siehe oben.)

Autos am Rhein aufgebrochen
Diebe in drei Fällen fündig
Gleich drei Autos an verschiedenen Stellen am Rhein sind von unbekannten Tätern am Samstagnachmittag aufgebrochen worden.
(Badische Zeitung. Rechts und links des Rheins kann nicht geparkt werden. Denn Polizei macht ihren Job nicht.)

Auf Mördersuche beim Vier-Gänge-Menü
Im Eventhaus Sonne in Meißenheim veranstaltet der Gastronom Busam aus Offenburg mit der Theatergruppe Freistil aus Freiburg am Samstag, 17. März, von 19 Uhr an einen Dinner-Krimi — ein Theater nebst Vier-Gänge-Menü, wobei jeder Gast mit auf Mördersuche geht. Karten (69,50 Euro) gib es nur über Reservierung, unter Telefon: 0781/9388-0.
(Badische Zeitung. Meise in Meißenheim und in der Redaktion?)

Schwan fliegt auf Auto
(Badische Zeitung. Er ist zwar g e g e n das Auto geflogen, aber immerhin war’s  in Schwanau.)

Kontrollen sind das A und O
Rigorose Verkehrsüberwachung auf der Autobahn A 5 zwischen Offenburg und Appenweier
(Badische Zeitung. Die Straße ist das Problem. Abzockerei!)

Die ersten Erfolge sind bereits sichtbar
Landschaftserhaltungsverband Ortenaukreis in fünf Monaten auf 13 Mitglieder angewachsen
(Badische Zeitung. Gibt es keine Tabletten gegen diesen Kropf?)

Urnenstelen wieder Thema
Diskussion im Gemeinderat
(Badische Zeitung. Fehlt da ein „h“?)

Zuhause und in der Fremde immer „unterwegs für das Leben“
Aline Jung, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande und in der evangelischen Frauen- und Jugendbewegung aktiv, wird heute in Ettenheim 70 Jahre alt
(Badische Zeitung. Kann sie das Ding nicht auch in der Tasche tragen? Sie ist trotzdem  sterblich.)

Konzert mit dem SWR-Hausmeister
Neues Projekt beim Musikverein Münchweier
(Badische Zeitung. Pfeife?)

Was schlüpft denn da aus grünen Eiern?
Die alljährliche Osterausstellung „Vom Ei zum Küken“ im Naturmuseum ist seit Samstag eröffnet
(Badische Zeitung. Was wird das wohl in Freiburg sein?)

Eine Kirche wird zur Wohnanlage
St. Elisabeth in Zähringen bleibt erhalten: In dem ehemaligen Gotteshaus sollen 38 extravagante Wohnungen entstehen
(Badische Zeitung. Gott jetzt obdachlos?)

Esoterik an der Fachhochschule
Wünschel Dir was
Angehende Landschaftsarchitekten lernen an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf den Umgang mit der Wünschelrute und Raumplanung nach fernöstlicher Qi-Energie. Kritiker sind entsetzt über das Esoterik-Seminar. Die Hochschule aber meint: Wo ein Markt ist, da muss auch ein Angebot her.
(SPIEGEL de. Was ist der Unterschied zu getürkten Doktorarbeiten? Alles akademischer Müll.)

Ökonomen wollen Ende der Ost-Subventionen
Eine vollständige Angleichung des Ostens an das Westniveau ist Experten zufolge eine Illusion. Sie halten die Förderung für überholt.
(WELT online. Teurer blühender Unsinn im Osten.)

Euro-Krise
Kanzlerin rügt, Innenminister Friedrich knickt ein
Innenminister Friedrich hat seinen Vorstoß zu einem freiwilligen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone teils zurückgenommen. Zuvor hatte es Kritik gehagelt.
(WELT online. Rüg, rüg von der MdB von Rügen, und die Zwerge kuschen vor Ostwittchen.)

Vermögens-Check
So retten Sie Ihr Geld durch die Schuldenkrise
Niedrige Zinsen, kriselnde Banken, Inflation – der Vermögens-Check von „Welt Online“ schafft Klarheit, wie gut das eigene Depot darauf vorbereitet ist.
(WELT online. Welches Geld bei Pro-Kopf-Schulden von 25 887 Euro?)

CDU-Veranstaltung
Selbst mit fünf Bier im Nacken ist Merkel ganz cool
Was macht die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, wenn ihr fünf Gläser Bier in den Nacken geschüttet werden? Sie macht ihren Job.
(WELT onöine. Normalerweise trinkt frau die. Im Magen wär’s spannender.)

Frauen dürfen bevorzugt werden

Gericht: günstere Parkplätze rechtens


(lifepr) – Arbeitgeber dürfen ihre weiblichen Beschäftigten bei der Vergabe eines Firmenparkplatzes bevorzugen. Dementsprechend bietet ein Klinikum seinen Beschäftigten rund 600 Parkplätze in einem 500 Meter entfernten Parkhaus an. Weitere 85 Parkplätze liegen in einem nur 20 bis 50 Meter entfernten Parkhaus. Damit Arbeitnehmer ihr Auto in dem nahe gelegenen Parkbereich abstellen dürfen, hatte der Arbeitgeber zusammen mit dem Betriebsrat eine Rangfolge der Berechtigten entwickelt. Danach konnten Beschäftigte ihr Auto dort abstellen, wenn ihr „Dienstbeginn vor 6.30 Uhr und das Dienstende nach 20.00 Uhr“ liegt. Außerdem sollte das Kriterium: „Frauen vor Männer“ gelten.

Waren dann immer noch Parkplätze frei, orientierte sich die Vergabe nach Beschäftigungsdauer und Alter der Arbeitnehmer. Der klagende Krankenpfleger hielt dies für ungerecht und sah ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot. Seine Klage hatte jedoch keinen Erfolg. Der Arbeitgeber hatte nämlich einen sachlichen Grund für die Vergabe nach dem Prinzip „Frauen vor Männer“.

Denn Frauen seien häufiger Opfer sexueller Übergriffe. Eine unterschiedliche Behandlung ist dann gerechtfertigt, wenn dem „Bedürfnis nach Schutz der Intimsphäre oder der persönlichen Sicherheit“ Rechnung getragen wird, erläutern ARAG Experten. Dies war im konkreten Fall nach Auffassung des Gerichts hier der Fall.

Fragen, die die Welt bewegen

Kann es sein, daß das Dorf  Kappel-Grafenhausen, wo jüngst  einer längst vergangenen Gönner noch gehuldigt worden ist,  nun seiner Zeit weit voraus ist, weil an Ortseingängen schon zum Schmutzigen Donnerstag und zum Rosenmontag eingeladen wird und Nikoläuse die Hauswände hochklettern?

Das Tagesgericht

Hier regnet’s rein, der Lahrer Bahnhof braucht einen Rettungsschirm.

Passant in Offenburg beraubt
Nach Schlägen und Tritten im Krankenhaus
Am  Samstag, 3.20 Uhr, schob ein 33 Jahre alter Fußgänger sein Fahrrad durch den Offenburger Franz-Volk-Park. Vier ihm entgegenkommende junge Männer schlugen und traten unvermittelt auf ihr Opfer ein und entrissen ihm einen MP-3-Player samt Ohrhörer. Danach flüchteten sie unerkannt. Eine Beschreibung der Täter liegt noch nicht vor, der Geschädigte konnte lediglich angeben, dass sie etwa 18 bis 20 Jahre alt waren und französisch sprachen. Mit mehreren Platzwunden, Prellungen und einer Gehirnerschütterung kam der Verletzte in ein Krankenhaus.
(Polizeibericht. Wenn die Stadt Offenburg und die Polizei nicht für die Sicherheit der Bürger sorgen können, wozu auch Grenzkontrollen wegen des kriminellen Gesindels gehören, dann haben führende Leute abzudanken. Für läppische Veranstaltungen und Huldigungen im Beisein der  OB scheinen genug Geld und Personal da zu sein.)

Auch mit Wärmebildkamera Sprit-Dieben auf den Fersen
(DER GULLER. Seit wann gehen die zu Fuß?)

Schwerer Unfall bei Mahlberg: Ein Moment unaufmerksam
(Der GULLER. Warum nicht aufmerksam schreiben?: einen Moment unaufmerksam.)

Neue Einkaufswelt im Kinzigpark
Stadtbäckerei Dreher eröffnet im September mit dem »Haus D« ein bundesweit einzigartiges Projekt
An die drei kürzlich eröffneten Einkaufsmärkte im Gewerbegebiet »Kinzigpark II« schließt sich entlang der L 99 ein neues Projekt an: Die Stadtbäckerei Dreher baut dort ein »Haus D« – »eine Einkaufswelt aus gläserner Produktion, Verkauf und Gastronomie«, erklärt Markus Dreher, Geschäftsführer des Gengenbacher Familienunternehmens.
(Offenburger Tageblatt. Für Kunden spielt der Preis auch eine Rolle.Haben Sie schon mitgekriegt, wie schnell eine große Bäckerei kleine Brötchen backen muß?)

Eine im höchsten Maße absurde Situation
Kürzungen bei der Solarförderung stoßen auf Unverständnis
(DER GULLER. Aber nicht beim abgezockten Verbraucher. Ohne Subventionen gäbe es den Solarstrom gar nicht, also rechnet er sich nicht. Die deutschen Solaristen sind nicht mehr konkurrenzfähig, weil sie ähnlich wie Drittweltländer infolge Entwicklungshilfe faul sich zurückgelehnt und die Forschung vernachlässigt haben. Jetzt führen die Asiaten.)

Und der Oscar geht an…
Bekannte Offenburger verraten, wem sie gerne einen Preis verleihen würden
(Offenburger Tageblatt. Will das jemand wissen? Hat jemand Offenburger Bekannte?)

Offenburger Stadtgeflüster
Es war die Nachricht der Woche: Der Nashorn-Raub im Ritterhaus-Museum am vergangenen Samstag hat in den zurückliegenden Tagen nicht nur die Mitarbeiter um Museumschef Wolfgang Gall auf Trab gehalten. Er sorgte auch für ein nie dagewesenes überregionales Medienecho…Ihre Reinheit haben die Hörner nämlich längst verloren, als sie in den 20er-Jahren zum Ausstellungsobjekt präpariert wurden. Arsen war nur eines der vielen giftigen Mittelchen, die man damals verwendet hat, um die armen Jagdtrophäen zu konservieren…Entfachen möchten wir an dieser Stelle neuen Ehrgeiz bei den Offenburger Historikern. Auch diesmal geht es um die Hexen, genauer gesagt: den Hexenfraß. Denn offenkundig gibt es verschiedene Meinungen zu dessen Erstauflage. Während die Hexen selbst das Jahr 1947 als Ursprungsjahr nennen und sich dabei auf einen Aufsatz aus dem Buch »Offenburg und seine Fastnacht« beziehen, bezeichnet OT-Leserin Anneliese Postels diese Jahreszahl als »hirnrissige Behauptung«. Den Hexenfraß habe sie schon in den Jahren 1937, 1938 und 1939 miterlebt, von ihrem Elternhaus habe sie damals alles bestens beobachten können…Bernd Bruder, designierter Schultes in Ohlsbach…bleibt in Ohlsbach wohnen, wird aber weiter bei seiner Lebenspartnerin in Ortenberg ein und aus gehen.
(Offenburger Tageblatt. Warum ist an den Nashörnern kein Warnschild angebracht gewesen? Was den Hexenfraß betrifft, kann das OT doch mal in seinem Naziarchiv nachschauen. Bürgermeister sind auch nicht mehr das. Geht ein und aus…)

Im Zeichen des Glases
(Der GULLER. Ausgeschlafen? Die letzte Woche von mehreren Monaten wird für eine Ausstellung in Erstein angezeigt.)

Schlemmen wir Gott in Frankreich
(DER GULLER. Hacksteack mit Pommes, das Lieblingsessen der Franzosen, weit aber nach Hamburgers. Was für ein dummes Klischee.)

„Ein Unternehmer mit Leib und Seele“
(DER Guller. Nun entseelt.)

Nach Blitzeinschlägen: Ende für Mammutbaum
(DER GULLER. War nur noch ein zensierter Lahrer Stocher ohne Äste.)

Dohlen sind schlau und gesellig
Der »Vogel des Jahres 2012« findet auch im Kinzigtal immer weniger Futter- und Nistmöglichkeiten
Der Naturschutzbund (Nabu) hat die Dohle als »Vogel des Jahres« auserkoren. Dieser äußerst intelligente Rabenvogel lebt auch in unserer Nachbarschaft, doch wird es für den auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere stehenden Vogel immer schwieriger, Unterschlupf und Nahrung zu finden.
(Offenburger Tageblatt. Der Nabu ruft, und das OT springt?)

Körper und Geist verwöhnen
Nach den stressigen Fasnetstagen braucht’s jetzt ein Verwöhnprogramm / Das Immunsystem stärken
Die närrischen Tage sind vorbei, jetzt ist ein »Wiederbelebungsprogramm« für den leidenden Körper angesagt. Es muss ja nicht gleich fasten sein. Mit recht einfachen Verhaltensweisen lässt sich wieder »einrenken«, was unliebsame Folgen des Über-die-Stränge-Schlagens sind.
(Offenburger Tageblatt. Diese Art Fasnet ist nur noch gewohnte Party, was soll da stressig sein?)

121 Frauen und Männer spenden Blut
Beim Termin am Donnerstag in Legelshurst 13 Meldungen mehr verzeichnet als im September 2011
Bei der Blutspendeaktion des DRK am Donnerstag konnten 135 Spendewillige in der Festhalle in Legelshurst verzeichnet werden, acht hatten ihre Premieren-Blutspende in Legelshurst.
(Kehler Zeitung. Da freut sich aber das DRK über kommende Geschäfte.)

Grünen gefällt Regierungs-Rolle
Kehler Ortsverband zieht Bilanz eines bewegten Jahres / MdL Marwein begrüßt Kehler Tram-Pläne
Die Kehler Grünen wollen sich nicht auf den Lorbeeren ihres Triumphs bei der Landtagswahl ausruhen. Es gelte jetzt schon, sich für die kommenden Wahlen zu wappnen, hieß es am Donnerstag bei der Mitgliederversammlung.
(Kehler Zeitung. Triumpf mit 12 Prozent?)

Der Wind als himmlisches Kind
Lörracher Wissenschaftler beurteilt Auswirkungen von Windrädern auf Tourismus und »Dollenberg«
Zu Auswirkungen von Windrädern auf das Hotel »Dollenberg« und die Gemeinde Bad Peterstal-Griesbach liegt eine wissenschaftliche Beurteilung vor. Die Dollenberg-Gäste könnten sich von Windrädern gestört fühlen, heißt es darin. Mögliche Einbußen könnten aber kompensiert werden.
(Acher-Rench-Zeitung. Mit Verlaub, der Mann ist Volkswirtschaftler! Was versteht der vom Thema? Doch wohl nichts! Und wer fühlt sich vom Dollenberg gestört? Ist dieses Gutachten auch schon bestellt? Was ist an dreiseitigen „Gutachten“ wissenschaftlich?)

Schuldenkrise
Mehrheit der Deutschen gegen neue Griechen-Milliarden
Der Bundestag hat noch nicht über das zweite Griechenland-Paket abgestimmt, dennoch scheint die Aufstockung des Rettungsschirms näher zu rücken. Dabei lehnt nach einer aktuellen Umfrage bereits jetzt schon eine Mehrheit der Deutschen die Hilfen für Athen ab.
(SPIEGEL de. Der Bundestag vertritt ja nicht die Mehrheit der Deutschen.)

Landestypisches Essen im Urlaub erwartet

Mehrheit ist nicht auf Schnitzel mit Pommes scharf

(lifepr) – Immer Schnitzel mit Pommes im Urlaub? Weit gefehlt. Die Mehrheit der Deutschen will tatsächlich in den Ferien auch Urlaub von der gewohnten Speisekarte machen. Dies ergibt eine Umfrage des Reiseportals Holidaycheck.de unter seinen Usern zu der Frage, wie gut das Essen im Urlaubshotel sein muss. An der Umfrage nahmen 1436 User teil.

Über 58 Prozent aller befragten User wollen so essen, wie es an ihrem Urlaubsziel üblich ist: Wichtig ist ihnen vor allem, dass die Gerichte landestypisch sind. Jeder Zehnte (10,8 Prozent) ist so anspruchslos, dass er einfach das isst, was auf den Tisch kommt. Weitere 3,9 Prozent akzeptieren zwar auch jedes Essen, aber nur weil sie meinen, dass eh keiner so gut kochen könne wie sie selbst.

Für jeden Fünften (20,4 Prozent) muss das Essen im Urlaubshotel selbstverständlich viel besser als zuhause ist. Lediglich 5,9 Prozent lassen sich von vorneherein nicht auf das Hotelessen ein. Sie erforschen lieber ihr Urlaubsziel und gehen gleich in andere Restaurants am Ort.

Literaturschnipsel

 Neudeutsch

von  Peter Panter

Das Wort Neudeutsch ist nicht mit dem gleichnamigen Grünkohl zu verwechseln, obgleich ja beide aus der Zusammenziehung eines Adjektivs und eines Substantivs zu neuem Hauptwort und Begriff entstanden sind. Dieses Neudeutsch ist etwas ganz Furchtbares.

Wir wollen einmal zum guten Alten zurückgreifen und im Wustmann nachlesen, was denn da steht. Der gute alte Wustmann! Er hat sich wahrscheinlich eine Walze im Grab anbringen lassen, und da dreht er sich nun ununterbrochen herum, wenn er das hören muß, was man heutzutage so Sprache nennt. Er hat gesagt: » . . . die schönen neumodischen Zusammensetzungen, mit denen man sich jetzt spreizt, wie: Fremdsprache, Neuerkrankung, Erstdruck, Höchststundenzahl! Hier leimt man also einen Adjektivstamm vor das Hauptwort, statt einfach zu sagen: höchste Stundenzahl undsoweiter.«

Und er fragt, worin denn das Abgeschmackte solcher Zusammensetzungen liege. Es gebe doch deren eine ganze Menge, wie Sauerkraut und Süßwasser, Hochverrat, Vollmacht und dergleichen mehr. Und er fährt zu rechten fort – hör zu, o Neuzeit! »Nun stecken dem Deutschen zwei Narrheiten tief im Blute: erstens, sich womöglich immer auf irgendein Fach hinauszuspielen, mit Fachausdrücken um sich zu werfen, jeden Quark anscheinend zum Fachausdruck zu stempeln; zweitens, sich immer den Anschein zu geben, als ob man die Fachausdrücke aller Fächer und folglich die Fächer auch selbst verstünde. Wenn es ein paar Buchhändlern beliebt, plötzlich von Neuauflagen zu reden, so denkt der junge Privatdozent: Aha! Neuauflage – schöner neuer Terminus des Buchhandels, will ich mir merken und bei der nächsten Gelegenheit anbringen.

Der gewöhnliche Mensch sehnt sich nach frischer Luft. Wenn aber ein Techniker eine Ventilationsanlage macht, so beseitigt er die Abluft und sorgt für Frischluft. Im gewöhnlichen Leben spricht man von einem großen Feuer. Das kann aber die Feuerwehr doch nicht tun; so gut sie ihre Spritzen und ihre Helme hat, muß sie auch ihre Wörter haben. Der Branddirektor kennt also nur Großfeuer.«

Hörst du, wie er sich dreht? Und das täte auch ich im Grabe, wenn ich das mitanhören müßte, was sich heute begibt. Da gibt es einen Großkampftag und eine Großpatrouille und einen Feindangriff und Altkleider und Frischwasser und Frischgemüse und alles Mögliche gibt es, nur keine anständigen richtigen deutschen Wörter. Sondern ein lallendes Gestammel wichtigtuerischer Journalisten und aufgeblähter Bürokraten. Man hört ordentlich, wie der, der so ein scheußliches Wort sagt, mit der göttlichen, ›beziehungsweise‹ deutschen Weltordnung im reinen ist und artig die Wörter nachplappert, die eine vorgesetzte Dienststelle zuerst gebraucht hat. Und dieses Zeugs sickert von den politischen Aufsätzen langsam in die Sprache ein, und nächstens wird einer noch etwas darauf reimen.

Nichts aber, Wustmann, der du dich noch immer drehst, geht über das schöne teutsche Wort Belange. Das habe ich mir nicht ausgedacht; das ist neudeutsch und heißt: Interessen. Nun hat mein kleines Fremdwörterlexikon von Lohmeyer, das der Deutsche Sprachverein herausgegeben hat, für Interesse allerhand Verdeutschungen, aber um sich jeweils eine herauszusuchen, die paßt, muß man Sprachgefühl haben, und das haben sie nicht.

Dafür schreiben sie (die ›Süddeutschen Monatshefte‹) so: »Abwägung einander entgegenstehender Belange und dementsprechend Hintansetzung eines an sich zweifellos bestehenden aber in dem vorliegenden Widerstreit als minderwichtig erfundenen Rechts lassen ja selbst bürgerliche Rechtsordnungen wie die unsre in gewissen Fällen, besonders im Notstand, zu.«

Es wäre nun viel belangerer gewesen, wenn der Verfasser dieses Sätzchens ruhig Interessen geschrieben hätte, aber dafür alles andre deutsch; leider hat ers umgekehrt gemacht. (›Zulassen‹ ist viel zu weit auseinandergerissen, ›zu‹ klappt hinten nach; der Genetiv ›Rechts‹ ist mit Partizipien überlastet; in den dicken Blöcken der langweiligen Substantive liegt ein kleines Rinnsal eingebettet: das Verbchen ›lassen‹. Chinese.)

Sie lernens nicht. Und es ist schon das Gescheiteste, sie mit all ihren schönen neudeutschen Telegramm-Wörtern, ihrem Übersetzungsdrehwurm und ihrem Fachwörterkram stehen und liegen zu lassen und sich ›seinerseits‹ einer anständigen und saubern Ausdrucksweise zu befleißigen. Das Neudeutsch aber soll der Teufel holen. Und der wird sich schwer hüten: denn der Teufel ist ein Mann von Jahrhunderte altem Geschmack.

(Quelle: Peter Panter,Die Weltbühne, 07.11.1918, Nr. 45, S. 439. – Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke in zehn Bänden. Band 1, Reinbek bei Hamburg 1975, S. 341-343.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20005804701)