Einkaufsstadt

Im  Elsaß gibt’s den ersten Supermarkt großer Marken einer neuen Art


(gh). Jede Kleinststadt, die auf sich hält, ist heutzutage Einkaufsstadt. Was ja nie falsch ist. Solange noch das letzte Geschäft offen hat, kann eingekauft werden. Inzwischen gibt es aber eine echte Einkaufsstadt, eine Stadt, in der nur eingekauft, aber nicht gelebt werden kann. Bei Roppenheim im Elsaß, gleich auf der anderen Rheinseite gegenüber Iffezheim, ist ein Outlet-Center entstanden, der in der französischen Manie, Englisch zu umgehen, Centre des Marques heißt und deshalb auch nicht so einfach zu finden ist, falls jemand den Fehler macht, sich dieser Stadt per französischer Autobahn zu nähern.

Denn, wo sonst mit Minutenabständen auf jede Hamburgerbraterei hingewiesen wird, die Franzosen sind regelrechte Fastfoodvertilger, fährt schnell in die Irre, wer glaubt, Roppenheim als Ziel wählen zu müssen.  Richtiger ist, einfach Iffezheim anzusteuern, dann ist diese Stadt  mit Toren und Mauern mitten in einem See parkender Autos nicht zu übersehen.

Abends werden die Tore geschlossen, dann wird diese Einkaufsstadt zur Totenstadt. Wie jeder Jahrmarkt nach Feierabend.  Immerhin kostet die Stadt keinen Eintritt, erhofft sie sich doch Geschäfte von ihren Besuchern. Große Marken alle paar Meter, wenig Gastronomie, sogar einen Strand, einen Plage mit Plage-Wächtern, gibt es: Liegestuhl auf Sand mit Blick auf einen umzäunten und damit unerreichbaren Teich. Für Kinder gib es auch ein kleines Gehege mit den üblichen Rutsch- und Klettermöbeln.

Die Stadt selbst ist gar nicht mal so klein, viele heutige Ballungsräume haben im Mittelalter winziger angefangen.  Die Geschäfte haben sich verkleidet zu einer potemkinschen Stadt, ein einziger Supermarkt, verteilt auf ein buntes Sammelsurium anskizzierter Baustile. Ein bißchen von allem: Mittelalter, Barock, Renaissance, Fachwerk. Eine Kulissenstadl, eine Freilichtbühne, auf der das Publikum selbst die Akteure liefert.

Olympia im Büro

Ohne Erlaubnis des Chefs kein Zuschauen

(lifePR) – Die Olympischen Sommerspiele in London begeistern erwartungsgemäß viele Fans. Die insgesamt 302 Wettbewerbe in 26 Sportarten finden über die gesamten Wettkampftage verteilt bis zur Abschlussfeier am Abend des 12. Augusts statt. Da werden Arbeitnehmer das Nachsehen haben, denn sie sitzen bei vielen spannenden Entscheidungen noch im Büro.

Und ARAG Experten müssen leider darauf hinweisen, dass selbst wenn es für die deutschen Athleten um die Wurst oder sogar um Medaillen geht, nicht einfach ein Fernseher oder Radio am Arbeitsplatz aufgestellt werden darf.

Sportbegeisterte sollten sich daher vorher mit ihrem Chef um eine Regelung bemühen – etwa in Form einer schriftlichen Betriebsvereinbarung. Arbeit einfach liegen lassen, um Olympia zu gucken, ist aber auf keinen Fall drin, denn das kann sogar zur Abmahnung führen.

Literaturschnipsel

Dreh dich hin, dreh dich her –
kleine Wetterfahne –!
von Theobald Tiger, 1932

Der Zeitungsverleger Mülvoß, als welcher ein krummer Jid,
sprach: »Wissen Se – ich bin nämlich Antisemit!
Sie haben eben keinen Sinn für Wehrhaftigkeit!
Ich und mein Blatt, wir gehen mit unsrer Zeit!
Mit der Zeit muß man mitgehn!«

Und es erhob sich ein Wispern im Blätterwalde.
Und jeder Mitarbeiter fühlte: Warte nur, balde . . .!
Und die Redakteure bildeten sich im Kunstfliegen aus,
und je jüdischer einer hieß, desto raußerer flog er raus.
Mit der Zeit muß man mitgehn.

Und siehe, es entdeckten manche Spitzen der Verlegerei,
daß es mit dem Militarismus gar nicht so böse sei.
Denn wer nicht reiten kann, der ist entweder Pazifist,
oder er bewundert alles, was ein Kommißknopp ist.
Mit der Zeit muß man stramm stehn.

Aber denkt denn der Druckereibesitzer von solchem Blatt,
daß der Adolf Hitler so ein kurzes Gedächtnis hat?
Und nimmt nichts mehr krumm?
Dumm ist er ja. Aber so dumm . . .!
Und das ist das Beschämende an diesem Gesindel, das den Faschismus stützt:
daß ihm der Umfall auch nicht das geringste nützt.
Mit der Zeit werden sie eingehn.

(Quelle: Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke in zehn Bänden. Band 10, Reinbek bei Hamburg 1975, S. 31-32. Permalink:http://www.zeno.org/nid/20005820294)

Das Tagesgericht

Was in Lahr viel Geld kostet, um auswärtigen Senioren den Herbst zu verblümen, bietet Erstein im Vorbeifahrenb auf seinen Verkehrsinseln. Dieses Jahr:Italien. Ein bißchen Ruine, leere Amphoren, Gondeln stückweise.  Wie im richtien Leben. Ein Land, das nichts Halbes und nichts Ganzes ist.

Jeder kann Anteile kaufen
Größte WKA im Land
Die Stadtwerke Emmendingen (SWE) erwerben das neue Windkraftrad auf dem Weißmoos. Die Anlage wird über die Gesellschaft SWE Bürgerwind I GmbH & Co.KG finanziert. Über das Modell der Bürgerbeteiligung informierten am Donnerstag Abend die Verantwortlichen im Gasthaus Krone in Schweighausen. Die Besucher der sachlich gehaltenen Veranstaltung wurden allerdings von einem Freiburger ehemaligen grünen Politiker permanent irritiert…Der Freiburger Helgo Bran übte seine Kritik an Windenergie und nannte sie „puren Ökologismus“ . Sie sei im Gegensatz zu Kohlekraftwerken nicht für die Grundversorgung geeignet, da keine permanente Stromerzeugung erfolge. Bei der Rendite von sechs Prozent sieht Bran „die Bürger über den Tisch gezogen“ . Ingo Stengler aus Lahr sagte unter anderem, es könne nicht sein, dass ein Bauwerk in der Höhe eines Doms das Landschaftsbild zerstöre. Außerdem sei sein Antrag, das Gutachten der Ökostrom einsehen zu dürfen, abgelehnt worden. Georg Hille und Bürgermeister Carsten Gabbert ermahnten die beiden Kritiker im Publikum zu Sachlichkeit und Respekt.
(Badische Zeitung. Der Grüne Gabbert will Respekt, aber keine Kritiker? Auch so ein Hohepriester der grünen Religion? Geht’s da zu wie bei den Heizdeckenverkäufern?)

IHK: Zu viele Menschen studieren
Industrie- und Handelskammer kritisiert die Bildungspolitik und befürchtet, dass Firmen keine passenden Mitarbeiter mehr finden
Genügend Ingenieure, doch zu wenig Menschen, die die Arbeit an der Maschine machen: Diese Prognose stellt der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein, Steffen Auer, der Wirtschaft im Südwesten. In seiner Firma Schwarzwaldeisen in Lahr plädierte er vor Cem Özdemir, dem Bundesvorsitzenden von Bündnis 90 die Grünen, und Alexander Bonde, dem Landesminister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, für die duale Ausbildung.
(Badische Zeitung. Will sich der Auer beim Sozialarbeiter Özdemir und beim Mann ohne Studium und Berufsausbildung Bonde anschleimen? Das sind doch wohl die schlechtesten Beispiele. Der 41-jährige Stefan Auer ist genau der Richtige, um gegen das Studieren zu wettern, denn der hateinschlägig studiert: Laut Baz: „Steffen Auer wurde im Juni 1969 in Freiburg geboren, ist verheiratet und hat eine Tochter und einen Sohn. Nach der Grundschule in Zell a. H. und dem Grimmelshausen-Gymnasium in Offenburg studierte er an der Universität Karlsruhe Chemie mit dem Diplomabschluss, von 1995 bis 1998 bewältigte er ein Fernstudium an der Akad in Lahr zum Wirtschaftsingenieur und zwischen 1994 und 1998 machte er an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich seine Doktorarbeit zum Dr. sc. tech.“ Ein Multistudent will andere vom Studium abhalten?)

Schiller, geschäftsschädigend
Stöhnen unter der Hitze
…So richtig klar ist nicht, warum man bei solchen Temperaturen auf Schiller kommen muss, wenngleich es da ein Verslein gibt, das mit unseren Temperaturen durchaus etwas zu tun hat…Denn bei mehr als 30 Grad einer schweren Arbeit nachzugehen, das macht der Gesundheit zu schaffen. Da hat es der Kaufmann an seinem Schreibtisch besser. Trotz allem: Dem Kaufmann und dem Handwerker schöne Ferien. Bei Temperaturen, die weniger mit der Glockengießerei zu tun haben.
(Bsdische Zeitung. Heiliger Bimbam, Kohlmeyer, war’s zu heiß?)

Und dann reißt es die Zuhörer von den Sitzen
Breeze servieren Soul und Funk im Rock- und Jazzhaus
Am Samstag haben Breeze das Rock- und Jazzhaus Blue Notes in der Schillerstraße in eine Party-Location verwandelt.
(Badische Zeitung. Und schon am Samstag eine Woche später wird ber so ein Weltereignis berichtet.)

Ein langsamer Neuanfang
CDU-Stadtverband war zu Gast bei Axel Großmann, dem Geschäftsführer des Flughafens
Die Black Forest Airport Lahr GmbH wird ihren geschäftlichen Neustart unter dem neuen Hauptgesellschafter Integral zunächst in der Vermietung von Flugzeugstellflächen suchen, weil dies am einfachsten möglich ist. Die erklärte Geschäftsführer Axel Großmann bei einem Besuch von CDU-Stadtverband und CDU-Gemeinderatsfraktion am Donnerstagabend.
(Badische Zeitung. Lahrer CDU und Flughafen: treffen sich zwei Tote mit dem schwarzen Peter.)

Ottenheim sucht seine Mitte
(Badische Zeitung. Wer hat sie verloren?)

„Frauen mal so, mal so“ in der Friedenskirche
(Badische Zeitung. Asyl? Tanderadei.)

Jojo und Katinka trotzen dem Virus
Die Hoffnung der Zwetschgenzüchter ruht auf der Baumschule Erich Kiefer und ihrem Genpool / Tag der offenen Tür am Sonntag
(Badische Zeitung. Pflaumen überall?)

Tour de Ländle endet in Rust
BZ verlost 10×2 Karten für SWR-Abschlusssendung
(Badische Zeitung. Schunkeln und Schenkelklatschen mit der Baz?)

Zurück in die Vergangenheit
Mittelalterliches Leben rund ums Schloss bei den Schmieheimer Schlossfestspielen
(Badische Zeitung. Im Mittelalter gab’s das „Schloß“ noch gar nicht.)

Nils Schmids Bevollmächtigte für Basispflege
Zu Gast in der Redaktion: Katja Mast, Generalsekretärin der Südwest-SPD, sieht sich als Dolmetscherin fürs Parteivolk
(Badische Zeitung. Welches Parteivolk hat die Splitterpartei?)

2,2 Millionen Hektar nachwachsende Rohstoffe

Wildpflanzen Alternative zu Mais?

(lifePR) – 2,2 Millionen Hektar wurden 2011 in Deutschland in der Landwirtschaft für den Anbau nachwachsender Rohstoffe genutzt. Das entspricht rund 18 Prozent der Ackerfläche Deutschlands. Zusätzlich liefern die 11,1 Millionen Hektar Wald Holz für die Industrie und die Energieversorgung. Dies berichtet das Bundesministerium für Ernähung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Nachwachsende Rohstoffe werden stofflich, aber auch zur Erzeugung von Wärme, Strom oder Kraftstoffen genutzt und tragen so auf vielfältige Weise zu einer nachhaltigen Energie- und Rohstoffbereitstellung bei.

Zahlreiche Studien zeigten, dass trotz der in den letzten Jahren rasch steigenden energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Deutschland Potenzial für eine weitere Ausweitung der Erzeugung nachwachsender Rohstoffe bestehe.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium stellt jährlich rund 60 Millionen Euro für die Erforschung und Weiterentwicklung der energetischen und stofflichen Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen bereit.

Dabei stünden solche Themen wie etwa die Erforschung von Wildpflanzen als Alternative zum Mais für die Biogaserzeugung, die Nachhaltigkeitszertifizierung und die Sicherung der Rohstoffbasis im Mittelpunkt.