Silvesterkrach: Tiere geraten leicht in Panik

Hunde möglichst in ruhiger Umgebung unterbringen

(lifePR) – Raketen, Böller und leuchtende Fontänen: Mit Pauken und Trompeten geht das Jahr 2012 zu Ende. Doch vor allem Hunde haben ihre Not mit den ungewohnten Geräuschen und Effekten rund um den Jahreswechsel, wie der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater e. V. (BHV) mitteilt.

Lautes Knallen versetzt viele Vierbeiner in Panik. „Wer bereits in den vergangenen Jahren einen verängstigten Hund erlebt hat, sollte dem Jahreswechsel besonders viel Aufmerksamkeit widmen“, rät Iris Marchner, die 2. Vorsitzende des Berufsverbandes. „Besitzer eines jungen Hundes, der sein erstes Silvester erlebt, sind besonders gefordert, weil man nicht weiß, wie er mit dem Krach zurechtkommt.“

Besitzer verängstigter Hunde sollten bereits einige Tage vor dem Jahreswechsel Vorsicht walten lassen. In dicht besiedelten Wohngegenden, in denen erfahrungsgemäß schon sehr zeitig mit der Knallerei begonnen wird, ist es ratsam, den Hund an die Leine zu nehmen – sowohl bei Spaziergängen als auch auf dem Grundstück. „Hunde erschrecken sich mitunter schnell und suchen dann zum eigenen Schutz in der Panik erst einmal das Weite“, weiß Iris Marcher, Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin IHK|BHV.

Am Silvestertag ist es ratsam, mit dem Hund im Haus zu bleiben. Fenster und Türen sollten an diesen Tag gut verschlossen sein, rät der Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater e. V. (BHV). Ruhezonen, die der Hund auch außerhalb des Jahreswechsels gerne nutzt, sollten jederzeit für das Tier zugänglich sein. Legt sich die Angst beim Hund nicht, sollten Hundebesitzer für die Zukunft eine BHV-Hundeschule aufsuchen und mit einem speziell erstellten Programm an die lauten Geräusche gewöhnen und alternative Verhaltensweisen antrainieren.

„Dies sollte aber stets fachkundig unter Anleitung erfolgen, da man sonst die Angst eines Hundes noch verstärken kann“, rät Iris Marchner. Ganz auf Nummer sicher gehen Hundehalter, wenn sie sich mit ihrem verängstigten Hund über den Jahreswechsel ein abgelegenes Ferienhaus suchen. Die Anmietung sollte jedoch erfahrungsgemäß rechtzeitig erfolgen, da rund um den Jahreswechsel die meisten Herbergen ausgebucht sind.

Das Wort zum Montag

Der Rundfunkbeitrag passt gut in dieses Land. Er ist genau genommen eine ‚Demokratie-Abgabe‘. Ein Beitrag für die Funktionsfähigkeit unseres Staatswesens und unserer Gesellschaft. Demokratie fußt auf der Urteils- und Entscheidungsfähigkeit ihrer Bürgerinnen und Bürger.
(Jörg Schönenborn, WDR-Chefredakteur)

Fragen, die die Welt bewegen

Haben gewisse Medien immer noch nicht bemerkt, daß es Internet gibt und niemand den von ihnen seitenweise als Altpapier aufbereiteten alten Käse des Jahres lesen will? Wollen sich diverse Lokalblätter einfach nur schneller abschaffen, indem sie sich 5 Prozent Randgruppen intensiv widmen, während 95 Prozent diesen Krampf kaufen und lesen sollen?

Das Tagesgericht

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, er braucht auch was zum Kochen?

Dreikönigskonzert mit ‚da capo‘
Der Bergfriedhof ist ein Ort der Trauerbewältigung aber auch ein Ort der Ruhe und Begegnung. Diesen Aspekt möchte die Stadtverwaltung in Kooperation mit dem Musikinstitut „da capo“ mit einem Konzert am Sonntag, 06. Januar 2013, um 18:00 Uhr in der Bergfriedhofskapelle besonders hervorheben.
(Stadt Lahr. Totentanz einer Stadt? Sind jetzt alle verrückt geworden im Rathaus? Wann krönt dort der OB seine Blumenkönigin, anstatt  diesen Mummenschanz zu beerdigen?)

Buch über Nahtod kommt am 7. Januar
Der Bericht über das Buch »Geborgen im Leben« über die Nahtoderfahrung der Oberkircherin Alexandra Bosch-Kunkelmann ist über Oberkirch hinaus auf Interesse gestoßen. Das Buch kommt aber erst am Montag,7. Januar, in alle Geschäftsstellen der Mittelbadischen Presse. Dann ist es zum Preis von sieben Euro erhältlich.
(Offenburger Tageblatt. Da kann sich die Redaktion ja gerade noch darauf vorbereiten?)

Linsen als Geldysmbol und Zockerei in der Silvesternacht
Bräuche und Rituale neben Feuerwerk in anderen Ländern in der Neujahrsnacht
…Fastauf der ganzen Welt wird der Jahreswechsel gefeiert.
(Der Guller. Nur noch unentdeckte Stämme in der Ortenau kriegen nichts mit? Irgendwie daneben.)

Offenburger Stadtgeflüster
Welch Sensation! Gelehrte haben auf der Rückseite der Offenburger Weltkarte Schriftzeichen mit exakten Vorhersagen für das Jahr 2013 entdeckt. Professoren eilten nach Offenburg, um die kaum sichtbaren Buchstaben zu deuten. Das OT veröffentlicht die Prophezeiungen exklusiv im Stadtgeflüster:..Sie ahnten es bereits: Kurz vor Redaktionsschluss ruft ein peinlich berührter Professor an. Die vermeintlichen Schriftzeichen waren nur ein Tintenklecks. Die Prophezeiungen sind Nonsens. Völlig ernst gemeint hingegen: Einen guten Rutsch, viel Glück und vor allem Gesundheit im neuen Jahr wünscht Ihnen Ihre Lokalredaktion!
(Offenburger Tageblatt. Den 1.April verpaßt? Gibt es Nonsens nicht alle Tage?)

Verkehrsunfall
Anwohner der Freiburger Straße in Offenburg meldeten am Samstagmorgen, dass ein Pkw nach eibem Verkehrsunfall nun in ihrem Vorgarten stehen würde…
(Der Guller. Wozu hat die Prospekttragetasche noch eine Redaktion? Damit sie jenseitige Polizeiberichte aufs Altpapier heben kann?)

Fahrkarternkauf am Schalter oder lieber im Internet?
Die Guller-Redaktion machte in derOrtenau die Probe aufs Exempel
(Der Guller. Gratuliere, Fahrkarte geschossen! Nicht bemerkt? Trotzdem gute Reise!)

Wolfsgrube: Droht das Aus?
Werner Vogt sucht verzweifelt einen Tierpfleger für das beliebte Ausflugsziel in Zell-Weierbach
Seit über 35 Jahren ist das Tiergehege beim Zeller Schützenhaus eine der Ausflugs-Adressen in Offenburg. Doch jetzt hängt seine Zukunft an einem seidenen Faden, da es schwer ist, einen adäquaten Ersatz für den ausgefallenen Tierpfleger zu finden.
(Offenburger Tageblatt. Mal den Präsidenten Wolf einschalten! Liebt der nicht ganze Gruben statt Fettnäpfen?)

Martin Schmitt bei Tournee-Auftakt dabei
(Der Guller. Der letzte Sprungschanzenhüter aus dem Schwarzwald. 17.Platz: Ob der Milkabubi mal erwachsen wird?)

Die Jugend hat Musik im Blut
Musikverein Fessenbach und Zell-Weierbach: Saxophonistin und Tubist legt goldenes Abzeichen ab
(Offenburger Tageblatt. Mehr legt sie nicht ab?)

Sonntagspanorama
(Der Guller. Zwei Seiten Horoskop. Da hat eine ganze Redaktion ihren Abgang gemacht.)

550 Jahre im Dienst der Bürger
Stadt ehrt langjährige Mitarbeiter / Einige sind schon seit 40 Jahren im öffentlichen Dienst tätig
(Offenburger Tageblatt. Sieht die Schreiner nicht auch schon sehr alt aus?)

Heiratsantrag in der Halbzeitpause
VfK-Trainer Patrick Schwendemann überraschte Freundin Martina Breg beim letzten Heimkampf
(Offenburger Tageblatt. Nächtelang vorher in Mühenbach gerungen?)

Sagen und Mythen der Ortenau
30 magische E-Bike- und Tourenradstrecken
(Der Guller. Sagenhaft.)

Auch nach dem Fest »brummt’s«
Von nach-weihnachtlicher »Flaute« ist in den Kehler Einzelhandelsgeschäften nichts zu spüren
(Kehler Zeitung. Bärig.)

Jesu Geburt erhellt das Dunkel
Pfadfinder vom Stamm Merlin holten das Friedenslicht in Karlsruhe ab und brachten es nach Willstätt
(Kehler Zeitung. Wann kommt die Kavallerie zu den Hallelujaschlümpfen?)

Wie barrierefrei ist Oberkirch?
In einer Serie machen drei Rollstuhlfahrer den Test
(Acher-Rench-Zeitung. Wieviele Bretter vor dem Kopf?)

Stadtführungen in beleuchteter Stadt
Die Tourist-Info Achern veranstaltet erneut abendliche Stadtführungen durch Achern bei stimmungsvoller Weihnachtsbeleuchtung. Damit wird die Reihe der Stadtführungen unter dem Thema »Kultur und Genuss« fortgesetzt.
(Acher-Rench-Zeitung. Warum nicht Licht aus? Wer will denn Achern sehen?)

Wirtschafts- und Umweltministerium
Rösler und Altmaier versorgen Parteifreunde mit Posten
Rund neun Monate vor der Bundestagswahl stehen im Wirtschafts- und Umweltministerium auffällige Beförderungen an. Nach SPIEGEL-Informationen versorgen die Ressortchefs Rösler und Altmaier verdiente FDP- und CDU-Mitglieder mit Posten. Andere Mitarbeiter und der Personalrat sind empört.
(spiegel.de. Im Parteienstaat doch normal, oder?)

Erstmals veröffentlichte Geheimdokumente
Kohls korrupte Kreml-Kumpel
Überraschende Einblicke in die Kanzler-Seele: Lange geheime Protokolle aus dem CDU-Vorstand belegen, wie Helmut Kohl nach 1989 wirklich über die Machthaber in Moskau und das neue Russland dachte. Die Sowjetunion? Darf nicht untergehen. Boris Jelzin? Alternativlos.
(spiegel.de. Was ist an Kohl geheim ausser seinen Spendern?)

Recycling
Was brachten zehn Jahre Dosenpfand? Hass in Flaschen!
Am 1. Januar vor zehn Jahren wurde das Dosenpfand eingeführt. Es war ein grandioser Misserfolg. Und zugleich die Geburtsstunde eines noch größeren Übels: Der PET-Flasche.
(welt.de. Typisch deutsch. Dagegen: Kaufen wie Gott in Frankreich, ohne Pfand. Geht deshalb das Land unter? Nimmt jemand eine Flasche Trittin zurück?)

Sozialpolitik
SPD und DGB wollen Hartz IV an Strompreise koppeln
Rückendeckung für EU-Kommissar Günter Oettinger: SPD und Gewerkschaften unterstützen seinen Vorstoß, die Hartz-IV-Regelsätze angesichts steigender Energiepreise zu erhöhen.
(welt.de.Gibt es bald elektrische Roll- und Schaukelstühle?)

Diebstahl am Arbeitsplatz: Kündigung

Heimliche Videoüberwachung öffentlich zugänglicher Räume zulässig


(lifePR) – Auch der Diebstahl geringwertiger Sachen kann eine Kündigung rechtfertigen. Darauf hat das Bundesarbeitsgericht schon mehrfach hingewiesen. Die Gerichte beschäftigt darüber hinaus auch immer wieder die Frage, wann der Arbeitgeber einen Arbeitsplatz heimlich mit Videoaufzeichnung überwachen darf.

Die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) informiert in diesem Zusammenhang über ein aktuelles Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 21. Juni 2012 (AZ: 2 AZR 153/11): Entwendet eine Verkäuferin eine Zigarettenpackung aus dem Warenbestand, kann sie auch nach 18-jähriger Betriebszugehörigkeit gekündigt werden. Für den Nachweis des Diebstahls kann der Arbeitgeber auch auf heimliche Videoaufzeichnungen zurückgreifen. Voraussetzung ist, dass der Videoüberwachung ein konkreter Verdacht zugrunde gelegen hat und andere Maßnahmen nicht erfolgversprechend waren.

Jede strafbare Handlung stelle einen solchen Vertrauensverlust und einen solch schwerwiegenden Verstoß gegen die Arbeitspflichten dar, dass eine Kündigung auch dann gerechtfertigt sein könne, wenn nur ein geringfügiger, möglicherweise gar kein Schaden entstanden sei. Daran ändere auch der Umstand einer langjährigen Beschäftigung nichts.

Heimliche Videoaufzeichnungen des Arbeitnehmers seien dann zulässig, wenn der konkrete Verdacht einer strafbaren Handlung oder einer anderen schweren Verfehlung bestehe. Weniger einschneidende Mittel müssten aber ausgeschöpft und die Aufzeichnung das letzte mögliche Mittel sein. Der Verdacht müsse so konkret sein, dass er den Arbeitnehmer unmittelbar oder einen abgrenzbaren Kreis Verdächtiger betreffe. Eine allgemeine Überwachung aller Mitarbeiter ohne konkreten Anlass scheide daher aus, so die DAV-Arbeitsrechtsanwälte.

Literaturschnipsel

Neujahr

Neujahr. Es liegt in der Natur des Menschen, jedem neuen Zeitabschnitte eine besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Gleich dem Wanderer, der auf der Höhe eines Berges angelangt, einen Augenblick rastet, um einen Blick rückwärts nach dem zurückgelegten Pfade zu werfen, und mit einem andern, das noch vor ihm liegende Ziel zu messen – verweilt unwillkürlich der Pilger auf dem Lebenswege, wenn die letzte Stunde des Jahres in das unermessene Meer der Vergangenheit rollt, um nie wiederzukehren, und versucht es, die nie rastende Zeit zu fesseln.

Stunden und Tage sah er gleichgültig vorübereilen, oft wünschte er ihren Lauf zu beflügeln, aber jetzt, wo das letzte Abendroth hinter die Berge sinkt und die letzte Jahresnacht ihren dunkeln Mantel über Erde und Himmel breitet, jetzt, ehe sich die Pforte der Vergangenheit für immer schließt, ehe er hinüber schreitet in das neue Morgenroth, steht er still und seine Blicke folgen der Scheidenden. Sind es Freuden oder Schmerzen, die so gewaltig dein Inneres bewegen? Sind es Erinnerungen oder Hoffnungen, die dich auf dem ernsten Scheidewege zwischen Vergangenheit und Zukunft wach erhalten? Wer mag es wissen, wer kennt sich selbst genug, um Rechenschaft zu geben, wenn so verschiedenartige Eindrücke, gleich feindlichen Elementen, die Saiten des Herzens berühren?

Doch wäre es auch die Thräne, die wir einem verlornen Lieben nachweinen, wäre es die drückende Last eines sorgen- und schmerzenvollen Lebens, die am Schlusse des Jahres um desto schwerer wiegt, weilt auch der Blick auf eingesunkenen Gräbern: – von Osten her schreitet das Neujahr durch die goldene Pforte der Morgenröthe, frische, kühlende Lüfte legen sich auf die Brandwunden des Herzens, der lichte junge Tag zertrümmert die Nachtdecke und an seiner Hand führt er unsern treuesten, nie alternden Freund, die Hoffnung! Und so reichen sich denn die beiden Schwestern – Zukunft und Vergangenheit – auf der Grenze, die sie scheidet, den Liebeskuß, und Millionen Herzen fühlen den Pulsschlag, den er entzündet, und feiern mit ihnen das Fest des jungen Jahres.

– Wir finden die Feier des neuen Jahres bereits bei den Juden, welche diesen Tag für Adams Erschaffungstag hielten. Die Römer opferten an demselben dem Janus, man zündete an vielen Orten Räucherwerk an, der neu erwählte Magistrat[417] zog in’s Capitolium und opferte für den Jupiter, alle an diesem Tage vorgenommenen Geschäfte hatten sich eines guten Erfolges zu erfreuen; man schenkte sich vergoldete Datteln, Feigen, Pflaumen, selbst die Kaiser nahmen Neujahrsgeschenke an, welche später zur Abgabe wurden. Bei den Christen ist der Neujahrstag das Fest der Beschneidung Christi und gilt als hoher Festtag. Früher wurde er an vielen Orten am 25. März gefeiert und bis in’s 14. Jahrhundert in Deutschland am 25. December.

Die sonst so üblichen Neujahrsgeschenke haben sich in Deutschland meist in Gratulationen umgewandelt. Die Neujahrswünsche sind namentlich in Wien und Paris ein Gegenstand der Eleganz und Mode; auch verknüpft man damit in der Regel kleine Geschenke, die in Frankreich Etrennes heißen. Der Volksaberglaube hat überdieß an vielen Orten während der Neujahrsnacht Gebräuche aufrecht erhalten, deren Entstehung in die früheste Vorzeit zurückfällt.

In dem mittäglichen Schottland z. B. beeilen sich die jungen Mädchen, sobald es am 31. Decbr. 12 Uhr geschlagen hat, den nächsten Brunnen zu erreichen, um dort die obersten Lagen des Wassers abzuschöpfen, was man die Sahne vom Brunnen sammeln nennt. Die Glückliche, der dieß zuerst gelingt, ist gewiß, den schönsten und liebenswürdigsten Jüngling des Kirchspiels zum Gatten zu erhalten. Während die Mädchen zum Brunnen laufen, singen sie:

Die Blume vom Brunnen, sie kehrt in mein Haus,
Mich wählet der stattliche Junge wohl aus.

(Quelle: Damen Conversations Lexikon, Band 7. [o.O.] 1836, S. 415-417.
Permalink:http://www.zeno.org/nid/20001753738)