Vor Urlaubsstart auf Reifen achten

Richtiger Luftdruck spart Kraftstoff und bietet Sicherheit

(lifePR) – Autofahrer sollten vor dem Start in den Urlaub einen Blick auf ihre Pneus werfen, rät der Reifenhersteller Continental. Der Luftdruck muss vor dem Losfahren der höheren Fahrzeuglast angepasst werden, dies bietet die beste Fahrsicherheit und die richtige Balance zwischen Rollwiderstand, Handling und Komfort. Reifen mit zu niedrigem Luftdruck könnten im Extremfall platzen – auf jeden Fall kosten sie Energie und büßen Laufleistung ein.

Den Luftdruck misst man am kalten Reifen, also vor dem Start in die schönsten Wochen des Jahres. Die richtigen Werte entnimmt man der Bedienungsanleitung oder dem Aufkleber am Türholm, im Handschuhfach oder im Tankdeckel. Auch die Profiltiefe sollte begutachtet werden – weniger als drei Millimeter sollte man vor Urlaubsstart nicht messen. Darunter sinkt die Möglichkeit des Reifens, schnell Wasser abzuleiten, Aquaplaning droht. Auch die Bremswege auf nasser Straße verlängern sich unter dieser Grenze. Bei dieser Gelegenheit kann man auch einen Blick auf die Reifen werfen und nach Beschädigungen schauen.

„Sparfüchse“ die meinen, auch im Sommer noch mit Winterreifen günstig unterwegs zu sein, sollten auf jeden Fall Sommerreifen montieren lassen. Je wärmer Asphalt und Reifen werden, desto länger fallen die Bremswege mit Winterreifen im Vergleich mit Sommerreifen aus, das Handling verliert an Präzision und der Rollwiderstand – und damit der Kraftstoffdurst – erhöht sich deutlich. Außerdem sollten sich diese „Sparfüchse“ vor Fahrtantritt in ein anderes Land informieren, ob dort das Fahren mit Winterreifen während der Sommerzeit überhaupt zulässig ist

Das Tagesgericht

Die Gießkannenwacht am Rhein.

Werden Sie
Affenpate!
(Badische Zeitung, Anzeige. Lahr ist nicht gemeint!)

Herausforderung Naturkost – Zwischen Idealen und Wirtschaftlichkeit
Am Dienstag, 01. Juli 2014, hält Susanne Krämer den Impulsvortrag „Herausforderung Naturkost – zwischen Idealen und Wirtschaftlichkeit“ im Rahmen eines Treffens des Frauennetzwerkes. Die Referentin erzählt über die Idee und die anschließende Durchführung, einen Naturkostladen zu betreiben.
(Stadt Lahr. Ist die Stadt Lahr ein Kramladen für Geschäftemacherei, die gesundheitlich bedenklich sein kann?)

Lahr fiebert mit Costa Rica mit
Am Sonntagabend, wenn das WM-Spiel Costa Rica gegen Griechenland ab 22 Uhr übertragen wird, besucht ein Fernsehteam des SWR das Gasthaus „zum Zarko“. Es will die Stimmung und das Mitfiebern der costa-ricanischen Fans aus Lahr dokumentieren. Daher sind alle Fans von Costa Rica am Sonntag herzlich in das Gasthaus „zum Zarko“ eingeladen, das Spiel gemeinsam anzuschauen, der Mannschaft die Daumen zu drücken und zusammen zu feiern. Die Städtepartnerschaft zwischen Lahr und Alajuela/Costa Rica funktioniert vorbildlich. Im Mai 2006 wurde sie durch ein Testspiel der Costa-ricanischen Fußballnationalmannschaft im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2006 gegen eine von Ex-Weltmeister Paul Breitner aufgestellte Mannschaft, aus damals aktuellen und ehemaligen Bundesligaprofis, das in Lahr stattfand, besiegelt. Die Hälfte des Erlöses des Benefizspiels, ca. 30.000 Euro, kam dem Aufbau eines Nationalen Trainingszentrums in Alajuela zu Gute. Duravit hatte sich großzügig bei der Ausstattung der Sanitäreinrichtungen des Trainingszentrums beteiligt.
(Stadt Lahr. Jetzt hat Lahr ein Elfmeterschießen mit soviel Glück mitgewonnen, wie es der Hansi von der Bank nicht hatte?  Gibt es nicht mehr Verbindung zu jeder griechischen Insel wie in die Karibik?  Träumerien eines OB in einem Rathaus, das sich die Stadt nicht einmal ganz leisten kann?Wieviele Griechen leben in Lahr, wieviele Menschen aus Costa Rica? Wieviele Spieler aus Costa Rica kicken in Lahr? So schwach sind die nun mal wieder auch nicht! Kaum einer verdient sein Geld zuhause, die meisten in Europa, einer davon in Mainz.)

»Es war ein Privileg für mich«
Er hat Offenburg seinen Stempel aufgedrückt wie nur wenige vor ihm: Nach 24 Jahren bei der Stadt geht Bürgermeister Christoph Jopen (63) am Montag in den Ruhestand. Ruhestand? Nicht ganz natürlich. Jopen, der für sein unerhört hohes Tempo bekannt ist, wird weiterhin neun (!) Ehrenämter..
(Offenburger Tageblatt. Und Geldjobs hat er auch schon.Was für ein Huldigungsgeschiß um einen, den die Offenburger als OB nicht wollten.)

Offenburger Stadtgeflüster
Die Rahmenbedingungen für Bauträger sind zurzeit wunderbar. Dass dies nicht immer nach ästhetischen Gütekriterien abläuft, liegt auf der Hand, da aufwendige Architektur  oft im Widerspruch mit überhöhten Renditeerwartungen der Anleger steht. Um so besser, dass sich Offenburg nun einen Gestaltungsbeirat mit vier unabhängigen Architekturkoryphäen zur Seite gestellt hat…Offenburg ist in Fußball-Laune. Und dass sich nicht nur junge Leute für das runde Leder interessieren, hat eine Leserin dokumentiert.Vor dem Marienhaus fotografierte sie eine ältere Dame, die ein schwarz-rot-goldenes Fähnchen an ihrem Rollator befestigt hat…Eine tolle Idee hat der Verein »Alarm« mit seinem Umsonstflohmarkt, der heute von 10 bis 15 Uhr auf dem Marktplatz in Offenburg stattfindet…
(Offenburger Tageblatt. Sind Architekten nicht befangen, weil sie alles toll finden, was sie so an Ästetik verbrechen?  Sind Fußballfans nicht eine Rollatorengemeinde? Markt umsonst? Jeder Müll hat seinen Preis!)

Die Lust amgemeinsamen Gucken ist ungebrochen
(Der Guller. Guckst er noch oder kräht er schon?)

Sonnenuntergang über die Kinzig bei Willstätt.
(Der Guller. Darauf kann nur einer kommen. Hat sie da eine Brücke?)

„Märchenhaftes Oberharmersbach“
…Im Rahmen der Veranstaltung…werden Kunstwerke bekannter Persönlichkeiten versteigert. Auch Wolfgang L. Obleser, geschäftsführender Gesellschafter des Stadtanzeiger Verlags hat ein Bild beigesteuet…
(Der Guller. Kunststück: statt Flohmarkt.)

An(ge)dacht
Ruheause im Glauben gibt Kraft
…Raimund Fiehn, Pfarrer, Evang. Kirche inKehl
(Der Guller. Biergit Kraft auch.)

„In den Frauen schlummert ein riesiges Potential“
(Der Guller. Wer macht den Wecker?)

Entscheider wird im Ruhestand zum Berater
Dezernent Christoph Jopen verabschiedet sich nach 24 Jahren
(Der Guller. Bullshit! Als gewählter Bürgermeister  hatte er stets auszuführen, was andere entschieden haben. Und jetzt übernimmt er einen Job zum Geldverdienen.)

International und doch familiär
Mit der Krimilesung gemeinsam mit dem Offenburger Tageblatt beginnt am Mittwoch, 9. Juli, ein Hausacher LeseLenz, wie es ihn in dieser Fülle noch nie gab. José F. A. Oliver stellte am Mittwochnachmittag in der »Blume« in einem Pressegespräch das umfangreiche Programm vor.
(Offenburger Tageblatt. Kuhdorfthriller?)

Schüler haken kritisch nach
Zum »Kreuzverhör« stellte sich die Grünen-Landtagsabgeordnete Sandra Boser gestern Vormittag den versammelten Neuntklässlern der Realschule Wolfach. Heiß diskutiertes Thema: die Gemeinschaftsschule.
(Offenburger Tageblatt. Ist politische Ahnungslosigkeit ein Verbrechen?)

Auch der Uroma zur Hand gehen
Das Offenburger Tage-
Das Offenburger Tageblatt begleitet fünf Schiltacher und Schenkenzeller Auszubildende bei ihrem Start in den Beruf. Maria Haberer wird Altenpflegerin und  kommt im September ins zweite Lehrjahr. Die Zwischenprüfung durfte sie auslassen.
(Offenburger Tageblatt.Gibt’s beim OT keine Azubis mehr?)

Neue Erkenntnisse über den Ersten Weltkrieg
Zum Auftakt des Begleitprogramms der Ausstellung »Auf Leben und Tod – Kehl und der Erste Weltkrieg« referierte am Donnerstag der Straßburger Historiker Bernard Vogler über Straßburg und Kehl im Ersten Weltkrieg.
(Kehler Zeitung. Den Krieg gab’s gar nicht?)

Essen aus der Solarkochkiste
Wie eine klimafreundliche Ernährung aussieht, welche erneuerbaren Energien in Kehl genutzt werden und wie mit der Kraft der Sonne Speisen gegart werden können, das haben jetzt 60 Jugendliche aus dem Einstein-Gymnasium und dem Straßburger Collège Kleber im Haus der Jugend gelernt.
(Kehler Zeitung. Das Abendessenn kommt aber aus der Steckdose, gell?)

Privatvermieter stellten Wohnungen zur Verfügung
Die Wohnungen zur Anschlussunterbringung von Flüchtlingen in Oppenau und Lautenbach stehen bereit. Während in Oppenau die Unterkünfte bereits belegt sind, wartet Lautenbach noch darauf, dass die ersten Bewohner im ehemaligen Hubacker Hof einziehen.
(Acher-Rench-Zeitung. Wer will nicht daran verdienen?)

Stadtwerke spenden Taler für die Tafel
Die Stadtwerke Oberkirch erweitern ihre Unterstützung des Kindertags. Zu 400 Talern für die Kinder des Tafelladens kommen noch 100 Gutscheine für je eine Kugel Eis in den Oberkircher Eisdielen hinzu.
(Acher-Rench-Zeitung.Müssen ja eh die Kunden berappen. Warum wird die Tafel nicht abgeschafft,kann Oberkirch seine Bürger nicht ernähren?)

SM-Schiff legt in Konstanz an
Hunderte Schaulustige bestaunten am Samstagabend das Sadomaso-Schiff im Hafen. Neben viel nackter Haut und schrägen Outfits gab es auch eine große Feuershow zu sehen
(Südkurier. Warum fuhren die ausgerechnet auf der „Schwaben“, war das ein besonderer Kitzel?)

Kasse: Südwest-Arbeitnehmer bekommen mehr Medikamente
So viele Medikamente wie im vergangenen Jahr haben die Ärzte den Arbeitnehmern im Südwesten noch nie verordnet: Im Schnitt 213 Tagesdosen an Arzneimitteln hat jeder bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherte Berufstätige im Südwesten im Jahr 2013 erhalten
(Südkurier. Ohne Pillen kein Arbeitswillen?)

Stephan Burger zum Erzbischof geweiht
Der Priester und Kirchenrechtler Stephan Burger ist zum neuen Freiburger Erzbischof geweiht worden. Der 52-Jährige erhielt die Weihe am Sonntag im Freiburger Münster von seinem Vorgänger Robert Zollitsch (75)…Er ist der 15. Erzbischof der im Jahr 1827 gegründeten Diözese mit ihren heute knapp zwei Millionen Katholiken…Er rief die Gläubigen zum Mitwirken auf. Die Kirche brauche ein Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen sowie eine ökumenische Verbundenheit…
(Stuttgarter Zeitung. So eingenebelt war das Münster schon lange nicht.Max Frisch: „Jenseits des Weihrauchs beginnen die Offenbarungen“.)

Flieger mit Spielerfrauen musste durchstarten
Die Charter-Maschine mit den Spielerfrauen der DFB-Elf musste auf dem Flughafen in Porto Seguro durchstarten. Die Ladys kamen mit dem Schrecken davon.
(stern.de. Wie heißt der? Kann der auch kicken? Ohne Mädels können die kleinen Jungs nicht mehr? Ein Troß wie im Dreißigjährigen Krieg?)

Boko Haram verdächtigt
Kirchenmassaker in Nigeria
Boko Haram hat im Nordosten Nigerias offenbar Dutzende Menschen getötet. Ziel der Attacken zu Beginn des Fastenmonats Ramadan waren fünf Kirchen nahe der Stadt Chibok.
(faz.net. Morden statt fasten? Aber ’ne Moschee muß her zur Lahrer Landesgartenschau?)

Alle Wege führen nach Lahr?

Eine Sklavenhütte auf der Landesgartenschau?

So stellt sich die Stadt Lahr ihr Römerhaus auf der Landesgartenschau vor. Erinnert das nicht an das Barackenlager, welches es in der Neuzeit in Dinglingen gab?.

(gh). Eine Landesgartenschau 2018 in Lahr kann nur ein Randereignis werden. Das zeigt schon ein Blick auf die Karte. Alle Wege führen nämlich nicht nach Lahr. Daß sie aber die Lahrer auf diesem Großereignis zum Abschied vom OB nach Rom führen sollen, wird zum Treppenwitz der Geschichte. Dinglinger Quängelei soll mit einem sogenannten römischen Streifenhaus belohnt werden. Das heißt, auf der Landesgartenschau soll eine Hütte entstehen, in der zur Römerzeit Sklaven arbeiten durften. Erinnert das nicht fatal an das einstige Dinglinger Barackenlager?

Und so müssen sich die Lahrer weiterhin einen echten römischen Gutshof vorstellen, zu besuchen bei Perl im Saarland.

Denn die Römer sind einst vorbeigezogen,meist im Galopp, haben aber auch denen einen oder anderen Handwerksbetrieb hier eingerichtet. Alles längst weg- oder abgetragen. Selbst in der nahen Umgebung gibt es mehr sichtbare Spuren als in Lahr. Denn im Aufräumen von Geschichte und ihren Spuren sind die Lahrer groß. Hilft ihnen dabei nicht zuletzt ein angestellter Historiker im Rathaus? Wer sehen will, was Römer so im Land getrieben und hinterlassen haben, darf nicht nach Lahr gehen. Überall woanders gibt es dafür Sehenswürdiges.

Der fotografische Gegenschuss auf die Toranlage zum Hof.

Was ein echter römischer Gutshof war, das lässt sich beispielsweise auch bei Perl betrachten mit der Villa Borg, kurz vor der luxemburgischen Grenze und damit schneller erreichbar als beispielsweise die Landeshauptstadt Stuttgart. Das ist echt römisch, aber nicht das Popelding, welches Lahr aufstellen will, und das so gut wie nichts aussagt über die Römer im heutigen Baden-Württemberg. Denn die lebten in Palästen und nicht in sozialistischen Hütten, obwohl die heute eher zu Lahr passen als die noch vorhandenen Villen der Händler und Industriellen aus Lahrer Blütezeit.

Voll funktionsfähiges römisches Bad.

Nicht von ungefähr hat sich die Stadt ja dagegen ein dämliches Motto auf die Fahne geschrieben: „Hier blüht Dir was!“ Denn mit Deutsch haben sie’s im Rathaus auch nicht mehr. Warum nicht gleich spanisch, wie inzwischen die Stadt jedem Kenner vorkommen muß, auf den Spuren eines OB, der wohl am liebsten in Mittel-und Südamerika zugange ist. Winkt da bald wieder ein Orden?

So sah es wahrscheinlich nicht einmal  in der kleinen römischen Villa bei Lahr aus, die an der Stelle der heutigen Burgheimer Kirche stand. Aber draußen in Dinglingen, in einer morastigen Niederrung, hätte sich kein Römer, der etwas auf sich hielt, niedergelassen. Da durften Sklaven und vielleicht auch Freie handwerkeln für die Vorbeikommenden.  

Autofahrer hat mit Einspruch Erfolg

Gerichtsurteil: Blitzer vor Schule hat an Feiertagen Pause

(lifePR) – Wer an einem gesetzlichen Feiertag von einer Geschwindigkeitsmessanlage gemessen und mit einem Bußgeld belegt wird, könnte nach einem neuen Urteil des Amtsgerichts Wuppertal nun freigesprochen werden. Liegt nämlich die Messstelle in der Nähe einer Schule und ist die Geschwindigkeit beispielsweise mit dem Zusatz „Mo-Sa., 7-18 Uhr“ und dem Zusatz „Schule“ begrenzt, so gilt diese Geschwindigkeitsbegrenzung nicht nur nicht an Sonntagen, sondern auch nicht an gesetzlichen Feiertagen – ganz gleich, ob diese auf den Zeitraum von Montag bis Samstag fallen.

Autofahrer wurde im konkreten Fall freigesprochen
Im entschiedenen Fall verhielt es sich folgendermaßen: Ein Autofahrer befuhr am Himmelfahrtstag 2013 – einem Donnerstag – um 9.50 Uhr eine an einer Schule gelegene Straße. Dort war die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt mit dem Zusatz „Mo-Sa., 7-18 Uhr“ und „Schule“. Nachdem er an dieser Stelle eine festinstallierte Blitzeranlage durchfahren hatte, wurde ihm eine Geschwindigkeit von 43 km/h, also 13 km/h zu viel, vorgeworfen. Der Fahrzeugführer sollte daraufhin ein Bußgeld von 25 Euro bezahlen. Hiergegen legte er Einspruch ein, sodass der Fall vor Gericht landete.

Gericht: Einspruch war begründet
Nach Auffassung des Gerichts galt die angeordnete Geschwindigkeitsbeschränkung an dem Tattage, dem Feiertag Christi Himmelfahrt, nicht. Zwar sei die Beschränkung durch den Zusatz „Mo-Sa., 7-18 Uhr“ generell auch auf Feiertage anzuwenden, die nicht auf einen Sonntag fallen, allerdings sei der Zusatz „Schule“ in diesem Fall unbedingt mitzubeachten.

Die Geschwindigkeitsbeschränkung samt der Messstelle seien vornehmlich zum Schutz der Schulkinder installiert worden. Dementsprechend seien Sonntage konsequenterweise von der Beschränkung ausgenommen. Da jedoch auch an gesetzlichen Feiertagen kein Schulbetrieb stattfinde, sei es eine rechtlich gebotene Folge, dass auch die Beschränkung an diesen Tagen nicht gelte, wenn unter dem Schild der Zusatz „Schule“ angebracht sei.

Der Bußgeldbescheid sei dementsprechend rechtswidrig ergangen – die Kosten des Verfahrens, also auch die Kosten des Verteidigers, wurden der Staatskasse auferlegt.

Gegen Messungen vorgehen!
Die Wuppertaler Entscheidung zeigt, dass es sich stets lohnen kann, die näheren Umstände einer Messung überprüfen zu lassen. Denn: Bei der Frage der Rechtmäßigkeit einer Messung kommt es stets auf die Auswahl der Messstelle und den Grund der Geschwindigkeitsbegrenzung an. So könnte es auch sein, dass die beschriebene Entscheidung nicht nur auf gesetzliche Feiertage, sondern auch auf die Schulferien anzuwenden ist.

Zwar hing im entschiedenen Fall nicht der Führerschein des Betroffenen vom Ergebnis des Verfahrens ab, nichtsdestotrotz sollten Fahrzeugführer einen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid in Erwägung ziehen, wenn sie der Meinung sind, dass dieser zu Unrecht ergangen ist.

Tim Geißler, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Strafrecht, http://www.gks-rechtsanwaelte.de

Literaturschnipsel

Fußgänger auf zwei Rädern sind auch Pöbel?

Pöbel

Pöbel wird derjenige Theil der untersten Volksclassen genannt, welcher aus Mangel an Bildung und daraus hervorgegangener Frechheit der Gesinnung stets geneigt ist, den Foderungen von Anstand und Sitte und bei Gelegenheit auch den Gesetzen Hohn zu sprechen und in seinem Äußern, wie in der Rede sich durch die vorwaltende Gemeinheit verräth.

Es gibt aber auch einen vornehmern Pöbel, der Kenntnisse und Vermögen besitzt, aber an wahrer Geistesbildung doch so arm geblieben ist, daß er in der Niedrigkeit seiner Denkungsart und oft auch im Benehmen mit jenem wetteifert. 

Pöbelhaft heißt alles Gemeine im Benehmen, in der Rede und Sinnesart.

(Quelle: Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon, Band 3. Leipzig 1839., S. 515. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000854514)