Hütchenspieler in Rathäusern

Wann gleichen Bürger ihre Minuskonten aus?

lagartensee

Was darf’s denn sein? Ein Seepark für eine Landesgartenschau in Lahr? Man gönnt sich ja sonst nichts!

(gh) – Man muß nicht nur staunend einer Stadt wie Lahr zuschauen, wenn die nur so mit Millionen um sich schmeißt, die sie nicht hat. Was die sich nicht alles gönnen will. Eine Landesgartenschau, eine Wohngebietssanierung, einen neuen Park, ein neues Sportzentrum. Die Rechnung bezahlen dürfen stets andere, nicht die, die sich immer noch was Schöneres glauben gönnen zu können.

Dabei scheint es, als säßen in Rathäusern Hütchenspieler, während Bürgermeister wie Tölpel auf der Balz stolzieren und in ihren Gemeinderäten Paraden wie von Durchwinkerkrabben abnehmen. Kassensturz wird nirgendwo gemacht, und wenn, dann darf die Öffentlichkeit staunen, wie voll es unter Hütchen aussehen kann, wenn nichts darunter ist, vorausgesetzt die Zauberlehrlinge beherrschen die primitivsten Tricks. Darauf hereinfallen pflegt mindestens die Einheitspresse geballter Einfalt. Kein Wunder, daß es Offenburg auf diese Weise sogar schaffte, mit hoher Verschuldung als schuldenfrei in den landesweiten Medien zu landen.

Es muß ja nur unter den verschiedenen Hütchen so umgeschichtet und verteilt werden, daß nicht jeder gleich die Nullnummer merkt. Wer macht sich schon die normalerweise von Medienvertretern geforderte Mühe, die Bürger über ihr Konto aufzuklären? Daß überall mit ihren hart erarbeiteten Millionen nur um sich geworfen wird,  von denen, welche geschworen haben, den Bürgern, die sie vertreten sollen, nicht zu schaden,  interessiert schon niemand mehr. Wie bei der Entenjagd wird überall angefüttert, jonglieren von der Kommune bis zur EU und zurück die Zauberer nur so mit den Millionen, die sie denen rauben, die sie verdient haben,  so daß unterm Strich 70 Prozent als Gebühren und Steuern flöten gehen.  Bei solcher Fron hätten Bürgerkriege  im Mittelalter nie aufgehört.

Warum aber hält das Volk still und ruft nicht „Wir sind das Geld!“? Ganz einfach. Die Bürger merken ja gar nicht, daß sie die ihnen erwiesenen Wohltaten selber bezahlen. Wenn zum Beispiel die Stadt Lahr jeden Monat jedem Lahrer einen Brief schicken würde mit der Aufforderung, endlich das Konto auszugleichen mit den 1761 Euro, mit denen er im Minus ist, Stand Ende 2013, gäbe es vielleicht ein Erwachen. Der OB hat ja bereits Neuverschuldung von weiteren 20 Millionen Euro angekündigt. Dann nähert sich die Stadt bald einer Gesamtverschuldung in Höhe eines Haushalts. Daß hierfür der Gemeinderat verantwortlich ist und nicht der OB, scheint den Fraktionen entweder nicht zu dämmern oder sie halten die Öffentlichkeit für zu blöde, um zu merken, daß Haushaltsappelle aus dem Gemeinderat diesen selbst angehen.

Das Erwachen der Bürger wäre noch größer, wenn jeder jeden Monat eine Mahnung bekäme, sein gesamtes Deutschlandkonto mit über 25 000 Euro im Soll ins Reine zu bringen. Irgendwann, dieser Augenblick wird kommen, wird es ein böses Erwachen geben. Oder glaubt jemand, das Land wird je in der Lage sein, die immensen Schulden zu bezahlen?

Gut geschmiert

TÜV SÜD: Kleines Einmaleins für den Einsatz moderner Schmierstoffe

ölauto

(lifePR) – Moderne Motoren brauchen nicht so oft frisches Öl. Intervalle von bis zu 30.000 Kilometern sind keine Seltenheit. Mit der Lebensdauer sind jedoch auch die Anforderungen ans Motoröl gestiegen. Viele Aggregate verlangen sogar synthetische Öle. Die Vorgaben der Hersteller müssen exakt eingehalten werden. Kleines Einmaleins für den Einsatz moderner Schmierstoffe von den TÜV SÜD-Fachleuten.

Bis vor einigen Jahren mussten Autofahrer und Werkstätten beim Motoröl praktisch nur auf die Viskosität achten. Einzig die Frage, ob das Auto nun beispielsweise ein 10W-30 oder besser ein 15W-40 braucht, war zu klären. Qualitätsöle waren in der Regel für alle Motoren gleichermaßen geeignet. „Heute ist es nicht mehr so einfach“, sagt Eberhard Lang von TÜV SÜD. „Weitere Bezeichnungen müssen unbedingt beachtet werden, beispielsweise A5, B4 oder C2.“ Dass die Normen in den vergangenen Jahren ein paar Mal geändert und erweitert wurden, mache es nicht leichter.

Einfüllen: TÜV SÜD empfiehlt, das Öl in einer Fachwerkstatt wechseln zu lassen. Sie kennt die richtige Qualität und kann auch gleich ein oder zwei Dosen als Reserve in den Kofferraum legen. „Die Verfügbarkeit von sehr speziellen Ölsorten an Tankstellen und im Zubehörhandel ist nicht immer gegeben. Das gilt besonders auch im Ausland“, sagt Lang. Wegen der langen Wechselintervalle könne es aber durchaus vorkommen, dass der Motor zwischendurch nach etwas Öl verlange.

Suche: Die Betriebsanleitung ist ansonsten eine verlässliche Quelle, wenn es um das richtige Öl geht. Daneben bieten die Webseiten der renommierten Ölhersteller Hilfen zur Wahl der richtigen Sorte für ein genau auswählbares Auto. Bei sehr speziellen und nur für einen Autohersteller produzierten Ölen gibt oft die Verpackung entsprechende Hinweise.

Viskosität: Sie gibt an, wie dünn oder dick das Öl ist. Niedrige Werte bezeichnen ein leichter fließendes Öl. Einbereichsöle mit fester Viskosität sind meist nur noch für Oldtimer sinnvoll. Üblich sind Mehrbereichsöle. Deren Bezeichnung wie 5W-40 sagt, dass das Öl bei kaltem Motor sehr dünn ist („5“) und sich bei zunehmender Temperatur bis zum Wert 40 verdickt. Das ist wichtig, damit der Schmierfilm bei warmem Motor nicht reißt. Der Buchstabe W zeigt die Wintertauglichkeit an – seit den 1970-er Jahren ist sie Standard.

Synthetik: Viele Autohersteller empfehlen für aktuelle Fahrzeuge synthetische Öle. Für manche sind sie sogar vorgeschrieben und manche Ölnorm ist anders auch gar nicht umsetzbar. Nur sehr alte Fahrzeuge vertragen Synthetiköle wegen der alten Dichtungsmaterialien nicht. Wer bisher mineralisches Öl gefahren ist und auf Synthetik umsteigt, sollte den Ölstand zumindest anfänglich häufiger kontrollieren. „Synthetiköle lösen Ablagerungen. Dabei kann es zeitweise zu einem erhöhten Verbrauch kommen“, sagt der Experte. Ansonsten senken die modernen Schmierstoffe den Konsum – übrigens auch beim Kraftstoff.

Longlife: Sehr lange Wechselintervalle – 50000 Kilometer oder länger – benötigen spezielle Longlife-Öle. Die kosten verhältnismäßig viel. Der Autobesitzer sollte sich dadurch aber nicht verleiten lassen, eine andere Qualität einzufüllen. „Motoren werden heute manchmal um den Schmierstoff herum entwickelt“, berichtet Eberhard Lang von TÜV SÜD. Ein falsches Öl verschlechtert dann nicht nur Abgaswerte und Lebensdauer; es kann sogar einen Motorschaden verursachen.“

API, CCMC, ACEA: Die ältesten Qualitätsnormen stammen vom American Petroleum Institute (API). Sie finden sich noch in vielen Betriebsanleitungen. Zusätzlich zur Viskosität gibt sie noch eine Buchstabenkombination wie die derzeit höchste Qualitätsstufe SJ/CF an. „Bei der API-Norm kann man außer bei Oldtimern stets den neuesten Stand nehmen“, weiß Eberhard Lang. „Die Öle sind abwärtskompatibel“.

In Europa hat sich inzwischen die ACEA-Spezifikation etabliert, die eine ältere namens CCMC abgelöst hat. Zusätzlich zur Viskosität gibt sie eine Klassifikation mit den Buchstaben A, B und C an. „Diese Zusatzbezeichnungen müssen unbedingt genau beachtet werden“, sagt Lang. Es sind nämlich nicht einfach nur aufsteigende Qualitätsklassen. „Ein A5-Öl ist kein verbessertes A3, sondern etwas Anderes. Falsch eingesetzt kann es den Schmierfilm reißen lassen und einen Motorschaden verursachen. Auch der Diesel-Partikelfilter könnte leiden.“ Asiatische Fahrzeuge verlangen oft nach Ölen der Normen JASO, JAMA oder ILSAC, für die es Produkte mit den kompatiblen europäischen oder amerikanischen Spezifikationen gibt. Einige Fahrzeughersteller haben gar eigene Anforderungen definiert, die nur ein oder zwei Ölfirmen erfüllen.
Weitere Informationen unter www.tuev-sued.de.

Literaturschnipsel

rutschgefahr

An Ekselenz
den Hern Josepf Filser
Lantagabg. im Pallament

Eier Ekselenz, sieser Schaz!

»Denkst du auch noch der weihevollen Stunden,
Wo uns die Liebe Seligkeit beschert?
Wo unsre Herzen glühend sich gefunden
Und die Begierde alles hat gewährt?«

Sieser Schaz! Dengst du noch an disse Stunden, wo mir ein Rantewuh im Kindlkeler gehabt haben und darnach waren wir beim Toniesel, wo mir uns so herlich amüsirt haben, aber sieser Schaz dafor waren wir wo anderst, Du weist es schon, wo insre Hertzen glühend sich gefunden haben, und du hast meine Unschuhld geraupt.

Oh, wie habe ich mich geschträubt for Deinen Ungestiem aber es war fergebens, denn Du warst gans ungestiem und ich glaube, das ich bin honmechtig geworden und aber wie ich erwachde, bin ich nichd mer in Besieze meines kosbarsten, was ein Mätchen hat gewesen sondern Du hast es gestolen, sieser Schatz mit Deinem Ungestiem.

Oh, wie habe ich geweint und gefluhcht ieber meine enschwundene Mätchenbliethe, wo man nur einmal zum fergeben hat und sie war jez fort. Ich habe gedenken miessen an meine Famillje, wo mich ungeratenes Geschäpf ferstoßen mus, weil ich die ganse Famillje beschimbft habe und entärt habe durch dissen leichsinn, der mich in deine Umarmung gefiert had, wo es kein Entrienen nichd mer gibt, sondern es war um mich geschähen.

Meine Mutter wird mich fragen mit gebrochener Schtimme, wo ist er?
Und ich mus fragen wer?
Der wo dir dein Heiligtuhm genohmen had und deine Mätchenbliethe zerschtärt?

Und ich mus sagen, leider er ist ein ferhairadeder Man, der wo mich ieberweltigte und meinen Sinnenrausch beniezt had zu seiner schnellen Luhst. Mein kramgebeigter Vater siezt gans erschäpft auf das Kanabee und ruhft mit holer Schtimme, ich verfluche Dich, wen du nichd for dem Altare die ferlezte Äre deiner Famillje herstehlst.

Aber was mus ich sagen?
Der wo mich in libestaumel hinweggeraft had, und wo meine Bluhme entbläddert had, disser Schmedderling ist schon ferheiradet. Wehe mier! Mein Kind had keinen Vater nichd!

Sieser Schaz, denn es ist leider bis zun eißersten gekomen, das ich die Frucht der Siende schpüre. In der Nachd wache ich[430] auf und mus weinen, das disse flichtige liebe zu dier einen solchenen schweren Ausgang nimmt, aber ich habe es mir gleich gedenkt und ich bin gleich in Trauer fersunken wie es forbei war, als wenn ich eine Ahnung gehabt habe und Du must es noch wiesen, das ich beim Toniesel nichts mehr geschprochen habe, sondern ich war in mich fersunken.

Eier Ekselenz, sieser Schaz! In diessen quallfollen Stunden rufe ich um Hilfe und du must mier sogleich 800 Mark schiken, das ich nach Amerika farre, wo Niemand meine Abschtammung känt und nichts weis fon meinen ferlohrenen Mätchentraum und fieleicht kan ich in der Ferbogenheid leben und unserm Kind eine entschprechende Erziehung geben und schtudieren lahsen, wen es ein Gnabe wierd.

Sieser Schaz schike es gleich bis zun Middwoch, denn ich mus es haben, weil der Dampfer nach Amerika geht, aber wen du es nichd schikst, mus ich zu Fus gehen bis Mingharding, wo deine Frau ist und ich lege das Kind auf ihre Schwehle des Hauses und bidde sie, das sie fier deinem Kinde sorgt und ich gehe in das Wahser.

Sieser Schaz, schike es gleich, aber nichd an meine Adrehse, weil mein Vater mich sonzt erschiest, sondern an die Adrehse fon Xaver Schützinger, Steinträger in Giesing, Entenbachstraße N. 2., weil er mein Küsän isd, der wo ahles weis und ins Fertrauen gezogen ist.

Sieser Schaz, fieleichd meinst Du, ich war eine Barohnin und ferheiraded, aber es war ein Scherz, sondern ich war ein unschuhldiges Mätchen und bin es nichd mehr durch dich.

Sieser Schaz, schike gleich die 800 Mark an diese obige Adrehse, oder ich mus ins Wasser gehen und fier dissen Fall bidde ich dich instendig, das du unsern Kind ein liebefoller Vater bist, und an deine Frau schreibe ich, aber wen du 800 Mark schikst, herst du nichts mer von mier und unserm Kinde, sonder wir farren nach Amerika.

Sieser Schaz, lebe woll; es war doch schön, wen es auch jez so traurig ist.

»Ach, es sind ja nur Sekunden,
Wo man reines Glück genießt!
Aber lange sind die Stunden,
wo man es mit Reue büßt!«
Sieser Schaz, lebe ehwig wohl
fon deiner
gebrochenen Creszentia v. S.

P.S.
Meinen Nahmen brauchst Du nicht wiessen, sonden schike es gleich an Xaver Schützinger!

(Quelle: Ludwig Thoma: Gesammelte Werke in sechs Bänden. Band 4, München 1968, S. 429-432. Permalink:http://www.zeno.org/nid/20005783062)

Das Tagesgericht

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Achtung Durchfahrt!
Lokführer verpasst mit Intercity den Halt in Lahr
Zusätzlich zu den traditionellen Intercity-Haltestellen Freiburg und Offenburg hatte die Bahn im vergangenen Herbst mit der Einführung des IC 2264 für drei weitere Orte in Südbaden Intercityanschlüsse hergestellt, darunter auch Lahr…Fahrgäste, die am Donnerstag dieser Woche in Lahr aussteigen wollten, hatten da schon ein größeres Problem. Der fahrplanmäßige Halt in Lahr war vom Zugchef zwar angekündigt worden („Aussteigen in Fahrtrichtung rechts“), den Lokführer kümmerte das allerdings wenig. Er fuhr einfach durch – warum auch immer. Die lapidare Information des Zugführers für rund 30 Bahnkunden, die in Lahr eigentlich hätten aussteigen wollen: „Nächster Halt Freiburg. Anschluss nach Lahr um 21.25 Uhr.“…
(Badische Zeitung. Ist denn der Lahrer Bahnhof zumutbar?)

»Leser helfen«
Ultraschallgerät kommt langsam in Sichtweite
Die »Leser-helfen«-Aktion der Mittelbadischen Presse für nierenkranke Kinder und Jugendliche ist gut gestartet. Heute finden Sie in Ihrer Zeitung eine kleine Beilage, in der das Projekt zusammengefasst ist.
(Miba-Presse. Geht’s um ein Dritte-Welt-Krankenhaus?)

„Sprache ist der Schlüssel zur Welt“
39. BZ-Weihnachtsaktion will Sprachförderung bei Kindern unterstützen und in besonderen sozialen Notlagen helfen.
(Badische Zeitung. Deutsch lernen mit der Baz? Geht das?)

Friesenheim
Werkreal- und Realschule verlängert TÜV-Vertrag nicht mehr
Die Zertifizierung ist Geschichte / Werkreal- und Realschule Friesenheim verlängert nach neun Jahren TÜV-Vertrag nicht mehr / Eigenes Qualitätssystem
(Lahrer Anzeiger. Nicht jeder Gag ist ein Knüller. TÜV abgelaufen und trotzdem noch Schule? Eigene Urkunde ist genausoviel wert, aber billiger.)

»Mehr Kita-Plätze und mehr Erzieherinnen«
Lahr, deine Kinder: Die Stadt wächst, und das ist aus Sicht der Verwaltung auch gut so. Doch bei Kindergarten- und Krippenplätzen gibt es – zumindest rechnerisch – erhebliche Fehlbedarfe.
(Lahrer Anzeiger. Wenn’s um Quantität geht, Lahr? Will Lahr die westlichste Stadt der DDR bleiben?)

„Regionen müssen aktiv werden“
EU-Kommissar Günther Oettinger appelliert an die Unterzeichner des neuen europäischen Zweckverbands Rhein-Alpen-Korridor.
Bei der internationalen Konferenz des Rhein-Alpen-Korridors „Corridor Development 24“ in Mannheim haben 13 Unterzeichner aus den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz und Italien ihre Absicht bekundet, das EU-Projekt Code 24 von April 2015 an in der Rechtsform eines EVTZ-Zweckverbandes (Europäischer Verband für territoriale Zusammenarbeit) fortzusetzen.
(Badische Zeitung. Darauf ein Oettinger!)

Einfaches Spiel mit „Mon amour“
Stadt und Badische Zeitung vergeben Preise für die Sieger des Blumenwagen-Wettbewerbs im Rahmen der Chrysanthema.
(Badische Zeitung. Baz auch unter den Blumenclowns?)

Neues Hochschulgebäude wird 700 000 Euro teurer
Im Beisein von Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid wird am Montag das Seminargebäude eingeweiht
Das neue Seminargebäude der Hochschule Offenburg wird mit 9,6 Millionen Euro deutlich teurer als ursprünglich kalkuliert.
(Badische Zeitung. Wäre eine Grundschule nicht wichtiger, um rechnen zu lernen?)

25 Rollstuhlfahrer bei Flashmob im Bahnhof
50 Menschen waren dem Aufruf zu einem Flashmob am Freiburger Bahnhof gefolgt: Man wollte vor Ort demonstrieren, welche Hindernisse sich dort für behinderte Menschen auftun – und für anderweitig eingeschränkte Zuggäste.
(Badische Zeitung. Müssen Behinderte beweisen, daß sie behindert sind?)

Weihnachtskrippe
BETHLEHEM
Im Untergeschoss des Hauptbahnhofs ist jetzt wieder eine Weihnachtskrippe zu sehen. Das Thema lautet dieses Jahr: „Bethlehem und die Familie“. Schüler eines Kunstgymnasiums in Zakopane (Polen) haben die Holzfiguren geschnitzt.
(Badische Zeitung. Und wo bleibt die Geburtsstadt Nazareth?)

Polizeireform
Innenminister sieht Polizei für die Zukunft gerüstet
Innenminister Reinhold Gall ist zufrieden mit der Umsetzung der Polizeireform. Die Polizeireform hat nach Überzeugung des SPD-Politikers die Qualität verbessert
(Badische Zeitung. Bloß mit der Gegenwart hapert’s?)

Fast 6 Millionen am Oberrhein

Weniger Grenzgänger aus dem Elsass – Beschäftigte nehmen bis 2030 ab

oberrhein

(gh) – Im Jahr 2012 verfügte die Oberrheinregion über gut 3,3 Millionen Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Arbeitsuchende), von denen 3,0 Mill. berufstätig waren. Das waren mehr als 200 000 als 2010. Dennoch ist laut Statistischem Landesamt die Zahl der Arbeitskräfte, die zur Arbeit in das benachbarten Ausland pendeln von 96 000 auf 93 300 zurückgegangen (−3 Prozent). Besonders deutlich ging die Zahl der Franzosen, die in der Nordwestschweiz arbeiten, zurück. Und zwar von 35 550 auf 31 400 Und dies obwohl die Arbeitslosigkeit im Elsass weiter auf 9,2 Prozent angestiegen ist und gleichzeitig in der Nordwestschweiz auf 2,8 Prozent gesunken ist.

Zusammen wohnten im Jahr 2012 fast 6 Mill. Menschen am Oberrhein. In Baden wohnten 2,4 Mill., in der Südpfalz 300 000, im Elsass 1,9 Mill. und in der Nordwestschweiz 1,4 Mill. Nach den aktuellen Vorausrechnungsergebnissen wird die Einwohnerzahl am Oberrhein bis 2030 voraussichtlich noch auf 6,3 Mill. anwachsen. Das sind gut 300 000 mehr als 2012. Dabei verändert sich die Altersstruktur der Bevölkerung erheblich. Besonders deutlich wird die Zahl der Personen im Erwerbsalter von 15 bis 65 Jahren zurückgehen: Von heute 4,0 Mill. auf 2030 rund 3,85 Mill. Die Zahl der Älteren und der Hochbetagen wird hingegen steigen.

Im Elsass und in der Nordwestschweiz wurden 2012 mehr Menschen geboren als Menschen gestorben sind. In den deutschen Gebieten des Oberrheins gab es hingegen mehr Sterbefälle. Dies liegt vor allem an der deutlich niedrigeren Fruchtbarkeit. Während im Elsass pro 1 000 Frauen im Alter von 15 bis 45 Jahren rund 60 Kinder geboren wurden, waren es in der Nordwestschweiz immerhin 51, in Baden lediglich 45 und in der Südpfalz sogar nur 42 Kinder.

Fast 20 Mill. Übernachtungen wurden im Jahr 2013 in der Region Oberrhein gezählt, mehr als die Hälfte davon in der Tourismusregion Baden. Die Zahl der Übernachtungen am Oberrhein hat gegenüber 2009 um 11,5 Prozent zugenommen. Am dynamischsten gewachsen sind die Übernachtungszahlen im Elsass (12,7 Prozent). Die geringste Zunahme verzeichnete die Nordwestschweiz mit 7,8 Prozent. Die Zunahme lag in Baden mit 11,9 Prozent leicht über, in der Südpfalz mit 10,0 Prozent unter dem Durchschnitt.

Weitere Informationen
Hinweis: Die zum Plenum der Oberrheinkonferenz erschienene zweisprachige Broschüre »Oberrhein – Zahlen und Fakten 2014«, die von den Statistischen Ämtern des Elsass, der Kantone Aargau, Basel‑Stadt, Basel‑Landschaft, Jura und Solothurn sowie von Rheinland‑Pfalz und Baden‑Württemberg herausgegeben wurde, bietet noch eine Vielzahl weiterer Informationen zum Oberrheingebiet. Auf 28 Seiten informiert sie mit Texten, Tabellen, Grafiken und Karten über die Themen Gebiet und Bevölkerung, Wirtschaft und Arbeitsmarkt, Verkehr, Tourismus, Gesundheitswesen sowie Bildung.

Ofen statt offenes Feuer

An Rauchfolgen sterben jährlich 2 Millionen Menschen

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(lifePR) – Rund drei Milliarden Menschen in Entwicklungsländern nutzen offenes Feuer zum Kochen. An den Folgen des schädlichen Rauchs sterben jährlich rund zwei Millionen. Die Georg Kraus Stiftung (GKS) fördert jetzt in Äthiopien Schulungen zum Bau von Öfen mit Rauchabzug. Sie schonen die Gesundheit und reduzieren den CO2-Ausstoß deutlich. Außerdem sinkt der Holzverbrauch, da auch einfache Lehmöfen Brennstoffe besser verwerten.

Doppelter Nutzen: rauchfrei kochen und mit dem Ofenbau Geld verdienen
Initiator des Projektes ist die Ofenmacher e. V., die in Nepal bereits den Bau von mehr als 20.000 Öfen mit Rauchabzug gefördert hat. Ihre sechsmonatige Schulungsmaßnahme setzt – für die GKS Fördervoraussetzung – auf Hilfe zur Selbsthilfe und hat doppelten Nutzen: Sie verschafft Betroffenen eine rauchfreie Kochstelle und zugleich eine Verdienstmöglichkeit als Ofenbauer. Die Ausbildung vermittelt ihnen neben der Technik auch unternehmerisches Know-how und Wissen zum Thema Sicherheit.

Nepalesische Ofenbauer unterstützen angehende Kollegen in Äthiopien
„Schützenhilfe“ bekommen die angehenden Spezialisten im äthiopischen Alem Katema von nepalesischen Ofenbauern – erfolgreiche Ex-Absolventen des gleichen Schulungsprogramms. Sie geben ihre Erfahrungen jetzt weiter.

Gelungener Wissenstransfer
„Ein gelungener Wissenstransfer im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit im Dreieck Äthiopien – Nepal – Europa“, unterstreicht der GKS-Vorsitzende Erich G. Fritz. Die Hagener Stiftung unterstützt unter dem Motto „Der beste Weg aus der Armut ist der Schulweg“ aktuell Menschen in mehr als 25 Ländern. Alle Spenden fließen zu 100 Prozent in die Hilfsaktionen.
Link zum Projekt Nr. 102: http://www.georg-kraus-stiftung.de/infos/presse/pressemitteilung/aethiopien-ofenbau-statt-offenes-feuer.html