Fast 6 Millionen am Oberrhein

Weniger Grenzgänger aus dem Elsass – Beschäftigte nehmen bis 2030 ab

oberrhein

(gh) – Im Jahr 2012 verfügte die Oberrheinregion über gut 3,3 Millionen Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Arbeitsuchende), von denen 3,0 Mill. berufstätig waren. Das waren mehr als 200 000 als 2010. Dennoch ist laut Statistischem Landesamt die Zahl der Arbeitskräfte, die zur Arbeit in das benachbarten Ausland pendeln von 96 000 auf 93 300 zurückgegangen (−3 Prozent). Besonders deutlich ging die Zahl der Franzosen, die in der Nordwestschweiz arbeiten, zurück. Und zwar von 35 550 auf 31 400 Und dies obwohl die Arbeitslosigkeit im Elsass weiter auf 9,2 Prozent angestiegen ist und gleichzeitig in der Nordwestschweiz auf 2,8 Prozent gesunken ist.

Zusammen wohnten im Jahr 2012 fast 6 Mill. Menschen am Oberrhein. In Baden wohnten 2,4 Mill., in der Südpfalz 300 000, im Elsass 1,9 Mill. und in der Nordwestschweiz 1,4 Mill. Nach den aktuellen Vorausrechnungsergebnissen wird die Einwohnerzahl am Oberrhein bis 2030 voraussichtlich noch auf 6,3 Mill. anwachsen. Das sind gut 300 000 mehr als 2012. Dabei verändert sich die Altersstruktur der Bevölkerung erheblich. Besonders deutlich wird die Zahl der Personen im Erwerbsalter von 15 bis 65 Jahren zurückgehen: Von heute 4,0 Mill. auf 2030 rund 3,85 Mill. Die Zahl der Älteren und der Hochbetagen wird hingegen steigen.

Im Elsass und in der Nordwestschweiz wurden 2012 mehr Menschen geboren als Menschen gestorben sind. In den deutschen Gebieten des Oberrheins gab es hingegen mehr Sterbefälle. Dies liegt vor allem an der deutlich niedrigeren Fruchtbarkeit. Während im Elsass pro 1 000 Frauen im Alter von 15 bis 45 Jahren rund 60 Kinder geboren wurden, waren es in der Nordwestschweiz immerhin 51, in Baden lediglich 45 und in der Südpfalz sogar nur 42 Kinder.

Fast 20 Mill. Übernachtungen wurden im Jahr 2013 in der Region Oberrhein gezählt, mehr als die Hälfte davon in der Tourismusregion Baden. Die Zahl der Übernachtungen am Oberrhein hat gegenüber 2009 um 11,5 Prozent zugenommen. Am dynamischsten gewachsen sind die Übernachtungszahlen im Elsass (12,7 Prozent). Die geringste Zunahme verzeichnete die Nordwestschweiz mit 7,8 Prozent. Die Zunahme lag in Baden mit 11,9 Prozent leicht über, in der Südpfalz mit 10,0 Prozent unter dem Durchschnitt.

Weitere Informationen
Hinweis: Die zum Plenum der Oberrheinkonferenz erschienene zweisprachige Broschüre »Oberrhein – Zahlen und Fakten 2014«, die von den Statistischen Ämtern des Elsass, der Kantone Aargau, Basel‑Stadt, Basel‑Landschaft, Jura und Solothurn sowie von Rheinland‑Pfalz und Baden‑Württemberg herausgegeben wurde, bietet noch eine Vielzahl weiterer Informationen zum Oberrheingebiet. Auf 28 Seiten informiert sie mit Texten, Tabellen, Grafiken und Karten über die Themen Gebiet und Bevölkerung, Wirtschaft und Arbeitsmarkt, Verkehr, Tourismus, Gesundheitswesen sowie Bildung.

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