Digitale Spaltung

DIVSI Studie – „Beteiligung im Internet – Wer beteiligt sich wie?“

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(lifePR) – Beteiligung im Internet ist heute in vieler Munde. Manche wünschen sich mehr Beteiligung, andere fürchten sich vor ihr. Doch wer beteiligt sich wo, wie und mit welcher Absicht? Eine neue qualitative Untersuchung des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (kurz: DIVSI) bietet Antworten auf diese Fragen. Die Studie wurde gemeinsam mit den Experten des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen und dem Heidelberger SINUS-Institut im Rahmen des DIVSI-Forschungsprogramms „Beteiligung im Internet“ realisiert.

Die Studie zeigt: Internetnutzer sind sich bewusst, je aktiver man sich im Netz beteiligt, desto größer ist die Exponiertheit und Gefahr Opfer von Beleidigungen, Überwachung oder Verfolgung zu werden. Denn: „Umso öffentlicher ich mitmache, desto angreifbarer mache ich mich.“

Um sich aktiv zu beteiligen, braucht es Vertrauen – in die persönliche und auch technische Sicherheit, in die eigenen Kompetenzen, in den Anstand anderer Nutzer und in die Durchsetzbarkeit rechtlicher Spielregeln. Viele Nutzer – so die Studie – scheinen dieses Vertrauen zumindest bislang nicht aufzubringen. Deshalb können und wollen sie nur bedingt von den möglichen Vorzügen einer Beteiligung im Internet profitieren. Hier droht eine neue Qualität der digitalen Spaltung, ein sog. „Participation Divide“.

Dabei – so sind sich die Verfasser der Studie sicher – kann Beteiligung im Internet sich nicht nur positiv auf die Internetnutzer auswirken, sondern hat auch Vorteile für die gesamte Gesellschaft. Indem sich die Menschen durch das Internet in soziale Gemeinschaften einbringen, entstehen Beziehungen, Zusammenhalt und somit auch Sozialkapital. Neue Medien können unterstützen, erleichtern und beflügeln – wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Die Arbeiten im Rahmen des Forschungsprogramms „Beteiligung im Internet“ begannen 2014. Die erste Studie basierte auf einer Literaturanalyse zur Problematik. Mit der jetzt vorgestellten zweiten, qualitativen Studie werden Antworten aus Sicht der deutschen Internetnutzer beschrieben und analysiert. 2016 wird sich dann als dritter Teil eine repräsentative Untersuchung zu den Fragenkomplexen anschließen.

Die bisher erschienenen Studien im Rahmen des Forschungsprogramms „Beteiligung im Internet“ und weitere Informationen finden Sie unter www.divsi.de.

„Im Westen nichts Neues“

Freilichtmuseum zeigt am Mittwoch Film-Klassiker

(tutut) – Am Mittwoch, 5. August, um 19:30 Uhr, zeigt das Freilichtmuseum Neuhausen im besonderen Ambiente der historischen Stallscheune Haberstenweiler eine besondere Perle der Filmgeschichte:  „Im Westen nichts Neues“ ist der prägende Anti-Kriegsfilm des 20. Jahrhunderts. Das Freilichtmuseum zeigt den Klassiker im Rahmen des Begleitprogramms zu den Ausstellungen „Zwischen den Fronten“, die derzeit im Museum zu sehen sind.

Knapp 100 Jahre ist es her, dass deutsche und französische Soldaten auf den Schlachtfeldern an der Somme und bei Verdun von der grausamen Realität des Krieges eingeholt wurden. Hinter der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, wie der 1. Weltkrieg auch genannt wird, verbergen sich unzählige persönliche Schicksale. Geschichten von Verlust, entzweiten Familien, aber auch von Hoffnung und von tiefer Menschlichkeit.

Paul Bäumler und seine Klassenkameraden werden von den patriotischen Reden ihres Lehrers dazu gebracht, sich freiwillig zum Kriegsdienst zu melden. Nach und nach verblasst das Bild vom glorreichen Eroberungsfeldzug und vom ehrenhaften Soldatenleben. Der Zuschauer erlebt hautnah mit, wie der junge Frontsoldat Paul Bäumer und seine Kameraden durch das Leben und Sterben im Schützengraben erst desillusioniert und dann zunehmend traumatisiert werden, bis sie den Bezug zum normalen Leben verlieren.

Schonungslos und aufrüttelnd zeigt der 1930 erstmals gezeigte Film, wie der Krieg wirklich ist. Er beruht auf dem literarischen Meisterwerk Erich Maria Remarques, das zwei Jahre davor erschienen war. Die Uraufführung des Films in Berlin sorgte bei den Nationalsozialisten für Aufruhr, mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland wurde der Film endgültig verboten, das Buch mehrfach verbrannt.

„Im Westen nichts Neues“ in der KISS-Filmnacht am Mittwoch, dem 5. August, ab 19:30 Uhr. Bei schlechter Witterung wird warme Kleidung empfohlen.Karten sind an der Abendkasse für 6,50 € (Erwachsene) bzw. 3,00 € (Kinder) erhältlich.

Weitere Informationen unter www.freilichtmuseum-neuhausen.de und 07461 926 3204.

Das Tagesgericht

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Nach wochenlangen Wanderungen haben Schulen endlch die Ferien erreicht.

Reaktionen auf Urteil
Lahrer Hells Angels freuen sich über Kutten-Erlaubnis
(Lahrer Anzeiger. Sonst nackt?)

Logo: Spiegel der Entwicklung
Hochschule Offenburg hat sich neue »Visitenkarte« verpasst
Die Hochschule Offen-burg hat ein neues Logo: Es spielt mit den Buchstaben H und O – und mit dem Kunstwerk, das am Kreisel vor der Hochschule steht.
(Offenburger Tageblatt. Ein Loch kommt selten allein.)

Sachspenden für Flüchtlinge: Was wird gebraucht?
Wie kann Flüchtlingen, die in der Ortenau ankommen, geholfen werden?
(Offenburger Tagebatt.Immer noch auf dem Flüchtlingstrip?)

Offenburg wird vorerst keine Fairtrade-Stadt
Oberbürgermeisterin Edith Schreiner lehnt die Teilnahme der Stadt Offenburg an der „Fairtrade-Towns“-Kampagne ab.
(Offenburger Tageblatt. Was bleibt dann noch?  Es gibt genug anderen Blödsinn, um als OB von der Lokalzeitung geknipst zu werden.)

Türkischer Vizepremier
„Sie als Frau, seien Sie still“
Der stellvertretende türkische Regierungschef zeigte eigenwillige Methoden, einer unbequemen Abgeordneten im Parlament zu begegnen. Diese hatte die türkischen Militärattacken kritisiert. Es war nicht der erste sexistische Ausfall des Vizepremiers
(spiegel.de. Das verstehen auch die Frauen- und Islamversteher im Lahrer Gemeinderat?)

Flüchtlingsstrom
Ein Drittel der Balkan-Flüchtlinge sind Roma
Nach Informationen der F.A.Z. stellen Roma ein Drittel der Flüchtlinge aus dem West-Balkan. Schon jetzt fällt die Integration von Bulgaren und Rumänen schwer – unter ihnen sind viele Arbeitslose und Hartz-IV-Bezieher
(faz.net. Deutsche Hängematte. Wer macht Einwanderung in Hartz IV? Wer hat Länder in die EU geholt, aus denen die Menschen flüchten? Macht Merkel noch immer den Yeti beim Messner?)

Thyssen-Krupp-Testtum beeindruckt Region
(Südkurier. Die Dicke Berta sollte auch beeindrucken.)

Die Debatte um Asylbewerber wird zum Dauerthema
Das Land ringt mit den Flüchtlingen und die Debatte um Asylbewerber reißt nicht ab. Die SPD will ein Einwanderungsgesetz durchboxen. Aber noch stellt sich die CDU im Südwesten quer
(Südkurier. Dummdeutsch von vorne bis hinten. Eine Debatte ist ihr Thema? Reportage aus dem Kraftsportpalast von Ringern und Boxern? Die CDU braucht das Thema bis zur Landtagswahl, falls bis dahin niemand merkt, dass sie die Flüchtlinge hereinlässt.)

Freiwillige Feuerwehr
Einen Löschkübel für jeden Bürger
Die freiwilligen Feuerwehren haben Nachwuchssorgen und stellen dabei das gesamte System der Brandbekämpfung in Frage. Bemühungen um neue Mitglieder sind vielfältig, besonders Freiwillige mit Migrationshintergrund und Frauen werden umworben.
(faz.net. Wegen immer mehr Spezialsierung und technische Anforderungen, muss das System professionalisiert werden. Berufsfeuerwehren müssen freiwillige ablösen.)

Flüchtlingskrise
Länder erreichen „Grenzen des Machbaren“ bei Asyl
Die Bundesländer fühlen sich in der Flüchtlingskrise vom Bund alleingelassen. Sie rufen nach finanzieller Entlastung und einer Reform des Asylverfahrens. In der Bevölkerung gebe es „Toleranzgrenzen“.
(welt.de. Das ist keine Flchtlingskrise, sondern eine politische Krise in Deutschland. Wer gibt dieser Regierung und ihren Einheitsparteien noch Asyl?)

Krise am Eurotunnel:
Cameron droht Flüchtlingen mit Ausweisung
Tausende Migranten wollen durch den Eurotunnel von Frankreich nach Großbritannien, in der Nacht sind erneut hundert gescheitert. Premier Cameron will Flüchtlinge radikal abschrecken: „Dies ist kein sicherer Hafen.“
(spiegel.de. Ist der Mann Neo-Nazi? Plant jetzt der linke Mob in Deutschland dagegen Demonstrationen, weil kriminelle Grenzverletzungen hier zu den Menschenrechten gehören? Warum bloß weisen andere Länder diese hochqualfizierten Akademiker spezialisierten Facharbeiter ab? Wann hört das auf, Nichtflüchtlinge als  Flüchtlinge zu bereichen? Merkt denn niemand, dass die Merkelregierung weggetaucht ist?)

Flüchtlinge finden Wohncontainer unzumutbar
Viele Gemeinden müssen Flüchtlinge in Containern unterbringen, um den Ansturm zu bewältigen. In Bayern protestieren Asylbewerber für bessere Wohn-Bedinungen: Einige sind aus der Unterkunft ausgezogen.
(welt.de. Kriminell, frech und Ansprüche stellen: Was für ein Pack ist da ins Land gelassen worden? Das Mindeste sind doch wohl Barackenlager, in denen deutsche Flüchtlinge einst luxuriös untergebracht waren. Die Leute müssten normalerweise in einem Abschiebegefängnis sein. Sollten sich ein anderes Land aussuchen oder besser zuhause bleiben.)

Varoufakis wegen Hochverrats angezeigt
Dem ehemaligen griechischen Finanzminister Varoufakis droht ein Strafprozess: Die Generalstaatsanwältin hat dem Parlament Anzeigen gegen ihn übermittelt. Die Vorwürfe sind harsch
(faz.net. Wo bleiben die Anzeigen gegen Merkel?)

Mord und Totschlag
„Nazi-Terminologie hat im Gesetz nichts zu suchen“
Der Zentralrat der Juden unterstützt den Plan von Justizminister Maas, die historisch belasteten Tötungsdelikte im Strafgesetzbuch zu reformieren. Die Union sieht darin ein „ein falsches Signal“.
(welt.de. Was sagt der Zentralrat der Deutschen? Sollte nicht ein weiterhin großes Erbe aus der Nazizeit aus dem heutigen Deutschland verschwinden, auch wenn Kirchen oder Verbände mit aller Gewalt daran festhalten? Und was ist mit Heilpraktikergsetz, Kfz-Haftpflichtversicherung.)

Netzpolitik.org:
Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Journalisten wegen Landesverrats
Der Generalbundesanwalt hat gegen die Verantwortlichen des Blogs Netzpolitik.org ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der schwere Vorwurf: Landesverrat. Das Blog hatte interne Papiere des Verfassungsschutzes veröffentlicht.
(spiegel.de. Hatten wir schon einmal. Hat er seine Ermittlungen gegen die Kanzlerin schon eingestellt? Jetzt türkische Verhältnisse?)

Schwache Wirtschaft
Hollande macht Frankreich zum neuen Griechenland
Frankreichs Präsident schönt seine Bilanz – um 2017 wieder anzutreten. Aber um Frankreich voranzubringen, bräuchte es eben jene Reformen, die von Brüssel gerade Athen verordnet worden sind.
(welt.de. Wie oft muss das Sozialismus-Experiment noch scheitern?)

Das Auge der Ortenau

Fotograf, Journalist, Redakteur, Maler, Lebenskünstler: Adieu Max Köhler

MaxPortraitblog

(gh) – Das Auge der Ortenau ist geschlossen. Für immer. Max Köhler ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Auch Individualisten, Lebenskünstler wie er  sind nicht unsterblich. Der Künstler Max Köhler aber hinterlässt mehr als das, was  einmal mit denen verweht, die sich jetzt noch erinnern. Max Köhler war ein Mensch vieler Talente, und er hat sie immer auch ausprobiert. Er hat gerne gelebt, hatte bis zuletzt  Lust auf Leben, auch als es für den Körper immer beschwerlicher wurde. Er war einer, der viel herumgekommen ist, durch Abstammung und durch die Umstände, auf die ein einzelner wenig Einfluss hat. Seinen Heimatstein hat er in der Ortenau gefunden. An ihm hat er seine Seele festgemacht. Hunderte von Bildern, echte Köhler, beurkunden, wie ein immer Suchender und Findender, ein Augenmensch, die Ruhe gefunden hat. Andere, die wie er mit den Augen durch diese Landschaft gewandert sind, das Einfache, Verbindende erkennend  wie beispielsweise der große Volksschriftsteller  Heinrich Hansjakob, haben diese Region nie oder sehr, sehr spät als das Zentrum eines  Lebenshurrikans erkannt. Wer sich wie Max Köhler Zeit nimmt, um zu sehen, entdeckt, wie aufregend die Welt ist. Auch hier.

Bis Max Köhler auf die Bilder kam, bis er der heutige „Moler“ der Heimat wurde, bis er  das, was er hervorbrachte, nicht brotlose Kunst war, und nur die macht den Künstler aus. Kreativität bestimmte sein ganzes Leben. Als Fotograf beim Offenburger Tageblatt,   als lernender Schreiber beim Badischen Tagblatt, der als Einziger sich nicht   zur Konkurrenz verschieben ließ, als das BT im Ortenaukreis zumachte. Er schrieb ein Abendblatt in Offenburg,  produziert auf der Schreibmaschine und von ihm selbst vertrieben in Offenburger Kneipen. Sein Auge ließ ihn die Dinge auf seine Art sehen, er bildete sich stets seine eigene Meinung, konnte mit ihr auch provozieren, stritt für sie, und hielt diese nicht hinter den sieben Bergen der Ortenau zurück. Auch nicht als Redakteur des Schwarzwälder Boten in Wolfach. Nebenbei hielt er Eindrücke auch fest in literarischen Miniaturen.

Kühe, Schwarzwaldhäuser, Bollenhüte, Ortsansichten, Landschaften, Portraits.  Sie sind da und keine Nostalgie. Max Köhler war kein Heimattümler, kein Anstreicher von Wald und Wiese. Sein Stil ist modern, das Wesentliche erfassend, so dass der Betrachter spontan ein- und angezogen wird: „Das hat was!“ Die Ortenau hat ihn, ihr Auge verloren. Aber sie hat mit den Werken von Max Köhler, der seit Jahren in Schutterwald mit seiner Frau Erika Hansen-Lorenzen zu Hause war,  wichtige  Lebenszeichen behalten.

Der Offenburger Verleger Peter Reiff hat diese Lebenszeichen aus der Ortenau so beschrieben: „Der besondere Reiz von Köhlers Bildern liegt in der plakativen Verfremdung seiner Motive. Obwohl er mit handwerklicher Präzision nicht auf einen  hohen Wiedererkennungswert verzichtet, schaffen seine harten, schwarzen Pinselkonturen eine pulsierende visuelle Lebendigkeit. So unkonventionell, wie er sich über die Grenzen zwischen Fotografie und Malerei hinweggesetzt hat, so konsequent verwischt er mit seinem künsterlischen Werk die Grenzen zwischen moderner und Heimatmalerei“.

Ein anderer Offenburger Verleger, Hubert Burda, ein Kunstexperte und Liebhaber Köhlerischer Malerei, stellte vor Jahren ebenfalls fest, und das war auch kein  Nachruf: „Die moderne Malerei kennt Vedutenmalerei auch, hat es aber dem Betrachter  nicht immer leicht gemacht. Oft wird der Gegenstand so wiedergegeben, daß man sich schwertut, ihn im richtigen Zusammenhang wiederzufinden. Vielleicht liegt es daran, daß die Bilder von Max Köhler einen so großen Freundeskreis gefunden haben. Seine Bilder sind auf eine andere Art modern. Sie erfassen in typischer Weise die wesentlichen Züge meiner Heimatstadt Offenburg“.

Feiertag für Zuspätkommer

Über die Konsequenzen bei Unpünktlichkeit und Verspätung

sachsenanhaltfrüh

(lifePR) – Der 30. Juli ist ein besonderer Tag für all diejenigen, die unpünktlich sind. Es ist der Zupätkommtag. Anlässlich dieses 2006 von einem Blogger initiierten inoffiziellen Gedenktages erklären die ARAG Experten, wann unpünktlichen Arbeitnehmern echte Sanktionen für ihr Zupätkomen drohen können.

Streik & schlechtes Wetter: Was passiert, wenn man zu spät kommt?
Wenn Lokführer streiken, passiert es immer wieder, dass Arbeitnehmer zu spät zur Arbeit erscheinen. Auch widrige Wetterlagen können Pendlern das Leben schwer machen. Wenn umgestürzte Bäume oder Überschwemmungen es unmöglich machen, pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen, spricht man arbeitsrechtlich von einem durch witterungsbedingte Verkehrsverhältnisse bestehendem Wegerisiko. Das Wegerisiko trägt der Arbeitgeber nicht – der Arbeitnehmer aber genausowenig! Wird der Arbeitnehmer durch höhere Gewalt an seiner Arbeitsleistung gehindert, entfällt zwar die Arbeitspflicht; der Entgeltanspruch aber auch. Dann gilt also: Keine Arbeit, kein Lohn.

Mit welchen Sanktionen ist bei Verspätung rechnen?
Wer zum Beispiel aufgrund eines Streiks der Lokführer zu spät am Arbeitsplatz erscheint, kann aufatmen: Das Bürgerliche Gesetzbuch nennt diese Situation salopp ‚Allgemeines oder objektives Leistungshindernis‘. Das heißt, sofern es dem Arbeitnehmer objektiv unmöglich ist, zur Arbeit zu gelangen, muss er keine Abmahnung oder Kündigung fürchten. ARAG Experten räumen jedoch ein, dass es Arbeitnehmern durchaus zuzumuten ist, bei angekündigten Arbeitsniederlegungen oder schlechtem Wetter das Haus früher als gewohnt zu verlassen. Wer es beispielsweise bei Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr erkennbar darauf ankommen lässt, ob es zu erheblichen Verspätungen kommt oder nicht, ohne sich auf eine längere Anfahrtszeit einzustellen, riskiert zu Recht einen Anpfiff vom Chef.

Muss man verpasste Arbeitszeit nacharbeiten?
Die Pflicht, verpasste Arbeitsstunden nachzuholen, hängt entscheidend von den arbeitsvertraglichen Gegebenheiten und ihrer Zumutbarkeit ab. So ist eine Nachleistung der liegengebliebenen Arbeit in Betrieben mit Gleitzeit sicherlich meistens möglich. Einer halbtags beschäftigten Mutter etwa, die nach der Arbeit ihren Sprössling vom Kindergarten abholen muss, ist eine Nacharbeit nach der regulären Arbeitszeit aber sicher nicht zuzumuten.