Zuschrift

minarettbajonett

Auch solche Bilder gibt’s vom Islam in der Öffentlickeit, nicht ganz unschuldig daran sind Zitate wie die, mit welchen auch ein Erdogan auftritt: “Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“, am  6. Dezember 1997 auf einer Wahlveranstaltung ein altes religiösen Gedicht von Ziya Gökalp zitierend. 1998 wurde Erdogan aufgrund dieser Aussage zu einem Jahr Haft verurteilt.

Dossier über DiTiB, größter (türkisch) muslimischer  Verband in Deutschland

Anlass für das das Dossier ist der bevorstehende Bau einer neuen DiTiB-Moschee in Lahr
Zuerst zum DiTiB Lahr:
Die „Türkisch muslimische Gemeinde zu Lahr e.V. 1982“ versucht, sich als KULTURverein zu präsentieren. Nur ungern nennt der Verein den Verband, dem die Gemeinde angehört: Den DiTiB. Dabei beginnt der Vereinsname genau damit: „DiTiB – TÜRK ISLAM CEMIYETI“. Er hat angeblich 250 Mitglieder, dessen Homepage macht aber keine Angaben darüber. Er besitzt eine Moschee in der Innenstadt von Lahr. Die Homepage ist auf Türkisch verfasst bis auf die Satzung; die Seite „Frauengruppe“ ist sprachlos, nur Bilder.

Seit Jahren will der Verein einen Neubau „KULTURzentrum & Moschee“. Die Pläne des Prachtbaus stehen auf der Homepage zur Einsicht. Sie wird am Südwesteingang der Stadt stehen, mit ihrem 30 m hohen Minarett unübersehbar. Der Vorsitzende des Vereins, Hasan Babur, outete sich mehrfach als Anhänger der AKP Erdogans, obwohl seine „Gemeinde“ laut Satzung „überparteilich“ ist. Ob das auch für den Vorsitzenden gilt? Das scheint aber seiner Mission keinen Abbruch zu tun und er lässt bisher in der Öffentlichkeit kaum Zweifel an seiner Integrität aufkommen. Unter § 4 der Satzung ist auch die Gleichbehandlung der Mitglieder geregelt. Aber der spezielle Gebetsraum für die Frauen in der neuen Moschee wird nur über einen Umweg zu erreichen sein. Behinderte Männer haben einen Rollstuhlzugang, Frauen nicht.

Unentwegt lädt der Verein die Vertreter der Stadt zum jährlichen Fastenbrechen und anderen Feierlichkeiten ein. Und nach einigen Jahren zeigte diese Gastfreundschaft Wirkung. So winkte der Stadtrat im Dezember 2015 die Moschee durch; zu Sonderkonditionen (Erbbaupacht zu Vereinskonditionen). Am neuen Gehweg, der zwischen dem Grundstück und der Vogesenstraße entlang entstehen wird, muss sich der Verein nicht beteiligen. Die Kosten trägt die Stadt Lahr.

Das „Betriebskonzept“ des Neubaus für 400 Personen ist schwer durchschaubar. Die Kapazität geht über den Wirkungsbereich der Stadt hinaus. In einem Brief vom 30.12.2013 an den OB und Stadtrat spricht der Vorsitzende von Attraktion, und von einem Besuchermagneten für 450 aus Nah und Fern, namentlich aus Frankreich, Schweiz und Österreich. Im Erdgeschoss wird es neben einer großen Caféteria bzw. Mehrzweckraum auch ein Restaurant mit türkischen Spezialitäten geben. Der Gebetsraum der Moschee selbst befindet sich im Obergeschoss, wo auch der Imam seine Wohnung haben wird.

Welche Kultur verfolgt der Verein? Der Vorsitzende ließ sich in obigem Schreiben in seinem Lamento über die Türkei im Halbfinale, Anschläge der PPK und 50 Personen in der Moschee aus, die trotz Provokationen friedlich blieben. In einem Satz lässt er die Katze aus dem Sack: „Unser Engagement geht weit über das hinaus, was in unserer Satzung steht“. Daran besteht wahrlich kein Zweifel mehr.

Aus der Satzung: Sie spricht nicht vom Bau einer Moschee, sondern spricht von Moscheen. Die gebotene Zusammenarbeit benennt ausdrücklich auch die „mit türkischen Schul- und Religionsbehörden“. Zum Gemeindezwecke gehören türkische Nationalfeiertage und Beschneidungsfeiern (auch von Mädchen?). Aufschlussreich auch das gemeinsame Essen vor Tagesanbruch im Ramadan.

Die bessere Verständigung der verschiedenen Glaubensrichtungen und der interreligiöse Dialog gehören ebenfalls zum Vereinszweck. Leider verschließen sich die DiTiB-Muslime solchen Möglichkeiten, und nehmen z.B. nicht am Lahrer Lichtermarsch teil. Vielleicht beschränkt sich das Ansinnen der Verständigung der verschiedenen Glaubensrichtungen auch auf die Muslimischen Richtungen. Damit hätte der DiTiB auch mehr als genug zu tun. Denn der DiTiB ist rein „türkisch“ ausgerichtet. Schon türkische Kurden, sunnitische Aleviten, machen einen Bogen um die aus ihrer Sicht tendenziösen DiTiB-Moscheen.     

Bundesweite Informationen zur „DiTiB“
Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DiTiB)
Quelle Wikipedia, der freien Enzyklopädie

DİTİB-Zentralmoschee in Köln
Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V. (türkisch Diyanet İşleri Türk İslam Birliği, abgekürzt DİTİB) ist als bundesweiter Dachverband für die Koordinierung der religiösen, sozialen und kulturellen Tätigkeiten der angeschlossenen türkisch-islamischen Moscheegemeinden. Der Verband mit Sitz in Köln-Ehrenfeld ist ein seit dem 5. Juli 1984 beim Amtsgericht Köln eingetragener Verein. Er untersteht der dauerhaften Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei, welches dem türkischen Ministerpräsidentenamt angegliedert ist. Er ist Gründungsmitglied des Koordinierungsrats der Muslime.

Als in der Bundesrepublik Deutschland tätiges Organ der türkischen Regierung mit religiöser und sozialer Zielsetzung vertritt die DİTİB ein Islamverständnis im Sinne des in der Türkei vorherrschenden sunnitischen Islams. Zu den Satzungszwecken der Organisation zählen die religiöse Betreuung, Aufklärung und Unterweisung der in Deutschland lebenden türkischen Muslime, Einrichtung und Unterhalt von Gebets- und Unterrichtsstätten und die Ausbildung von Laienpredigern, außerdem die Veranstaltung von sozialen und kulturellen Aktivitäten und Sprachkursen sowie die Durchführung von Berufsbildungsmaßnahmen. DİTİB unterhält außerdem einen Bestattungsfonds zur Finanzierung und Organisation der Überführung und Beisetzung verstorbener türkischer Muslime in die Türkei.

Im Gründungsjahr 1984 waren 230 Vereine angeschlossen, im Jahr 2002 waren es über 770 Moscheevereine mit jeweils ca. 130 bis 150 Mitgliedern, im Jahr 2005 waren es nach Angaben des Verbandes 870 Vereine, im Jahre 2007 über 880 und im Jahre 2014 896 Vereine. Die angeschlossenen Ortsgemeinden haben ihren Sitz zumeist in größeren westdeutschen Städten und betreiben dort Moscheen. Sie sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständige eingetragene Vereine, die die Prinzipien und satzungsgemäßen Zwecke der DİTİB verfolgen und die DİTİB als Dachverband anerkennen. Allerdings begeben sich viele Mitgliedsorganisationen in eine verstärkte Abhängigkeit zur DİTİB-Zentrale, indem sie dieser ihre Immobilien überschreiben. Im Jahr 2001 wurden 55 von 66 Moscheeneubauvorhaben in Deutschland von Moscheegemeinden getragen, die der DİTİB angehörten.

DİTİB regelt die Entsendung hauptamtlicher Hodschas (etwa: Gemeindeleiter und Vorbeter) aus der Türkei, die als Staatsbedienstete für rund vier Jahre in die Bundesrepublik kommen und vom jeweiligen Konsulat besoldet und beaufsichtigt werden. Es wird bemängelt, „dass diese Vorbeter oft weder die genauen Lebensumstände der Türken in Deutschland kennen noch die deutsche Sprache in ausreichendem Maße beherrschen“.

Haltung zu Integration, Verhältnis zum Islamismus, Antisemitismus und Führungspersonal
Unter der Präsidentschaft von Rıdvan Çakır zwischen 2003 und 2007 legte die DİTİB besonderes Augenmerk auf ihre Darstellung als integrationsbereiter Faktor in der deutschen Gesellschaft. Die DİTİB war Mitinitiator der Massenveranstaltung „Gemeinsam für Frieden und gegen Terror“. An dieser Demonstration in Köln nahmen am 21. November 2004 über 20.000 Muslime teil. Unter den Gastrednern waren die grüne Politikerin Claudia Roth, der bayerische Innenminister Günther Beckstein und der Nordrhein-westfälische Innenminister Fritz Behrens. Ziel der Veranstaltung war es, Gewalteinsatz im Namen des Islam zu verurteilen.

2015 berichteten die Frankfurter Allgemeine Zeitung  und Report München, dass radikale Islamisten auch in DITIB-Moscheen aktiv seien. So wurde ein Foto bekannt, auf dem ein Vorstandsmitglied der DITIB Dinslaken mit ausgestrecktem Zeigefinger posierte, einer Geste aus Salafistenkreisen. Die FAZ kritisierte, es gebe zu oft eine „stillschweigende Solidarität“ der alten Herren in den Moscheevorständen gegenüber den fehlgeleiteten, wütenden jungen Männern und Frauen.

DITIB-Mitglieder sind mehrfach durch antisemitische Äußerungen aufgefallen. So veröffentlichte etwa der DITIB Melsungen auf seiner Internetseite einen Text, in dem Juden als Diebe, Lügner, Vertragsbrecher, Prophetenmörder sowie überheblich und geizig charakterisiert werden.

Von April 2007 bis 2010 war Sadi Arslan, Botschaftsrat in der türkischen Botschaft, Vorsitzender. Generalsekretär wurde Ali Ihsan Ünlü. Erstmals wurde mit Ayten Kiliçarslan eine Frau in den DİTİB-Vorstand gewählt und sogleich zur stellvertretenden Generalsekretärin bestimmt. Sie schied allerdings bereits 2009 wieder aus dem Vorstand aus. Von 2010 bis 2012 war Ali Derre Vorsitzender, von 2012 bis 2014 İzzet Er. Seit 2014 ist Nevzat Yaşar Aşıkoğlu Vorsitzender. Qua Amt sind die Botschaftsräte für Religionsangelegenheiten der Republik Türkei in der Bundesrepublik Deutschland immer die DITIB-Vorsitzenden.

Die DİTİB unterhält eine eigene Abteilung für den Interreligiösen Dialog. Deren Leiter, Bekir Alboga, war vom 1. Oktober 2007 bis 31. März 2008 Sprecher des Koordinierungsrats der Muslime in Deutschland. Seit November 2009 wird der schon länger geplante, im Vorfeld umstrittene Neubau einer Zentralmoschee auf dem Gelände der Deutschland-Zentrale der DİTİB im Kölner Stadtteil Ehrenfeld umgesetzt. Eine weitere Zentralmoschee wird im Essener Stadtteil Altendorf errichtet. Die Richtfeste beider Moscheen wurden 2011 bzw. 2012 gefeiert.

Die freie und Hansestadt Hamburg hat als erstes Bundesland im Rahmen seines Völkerrechtssubjektes einen Staatsvertrag unter anderem mit der DİTİB abgeschlossen. Geregelt werden sollen Feiertage und gewisse Rechte der islamischen Minderheit in Hamburg. Weiterhin soll das Zusammenleben der Religion und der Religionsunterricht gefördert werden.

Kontroverse um ihre Anbindung an den türkischen Staat
Laut Kritikern betreibt die DITIB die „planmäßige Islamisierung Deutschlands“ von der Türkei aus und agiert als Sachwalter staatspolitischer Interessen der Türkei.

Traditionspflege als Integrationshindernis
Levent Tezcan (Universität Bielefeld) kritisierte, eins der erklärten Ziele, „die Pflege der nationalen Identität unter den türkischen Einwanderern“, kollidiere mit den Vorstellungen eines „Euro-Islam“ bzw. „deutschen Islam“, der sich von der Herkunftskultur loslösen solle. Die damalige Sprecherin der Arbeitsgruppe Migration und Integration der SPD, Lale Akgün, kritisierte das Ziel der Traditionspflege als integrationsfeindliche „Aufforderung, sich abzusondern“. Der verstorbene Schriftsteller und Journalist Ralph Giordano vertrat die Ansicht, die DİTİB sei ein ungeeigneter Bauträger für Moscheen in Deutschland, insofern es ihr eher um die Bewahrung des Türkentums als um Eingliederung türkischer Migranten in die deutsche Gesellschaft gehe. Die DİTİB leugne zudem den Völkermord an den Armeniern und ersetze Religion durch Ultrapatriotismus.[10]

Politische Einflussnahme der Türkei
Der Journalist Jörg Lau monierte die „Nähe zum türkischen Staat“, die DİTİB sei ein „langer Arm Erdogans“. Lale Akgün warf der DİTİB „Machtgelüste” und „reaktionäre Gesinnungen” vor. Als einem Ableger der staatlichen türkischen Religionsbehörde gehe es der DİTİB nicht um Religion, sondern um die „Deutungshoheit über das Soziale”. Als Beispiel verwies Akgün auf einen später wieder aus dem Internet entfernten Leitfaden der türkischen Behörde Diyanet für „gute und vorbildliche muslimische Frauen”, worin „frauenfeindliche Vorschriften” enthalten gewesen seien wie etwa das Alleinreise-Verbot für Frauen. Auch nachdem man erklärt hatte, sie zurückgezogen zu haben, vertrieb die DİTİB weiterhin eine Islam-Fibel mit dem Titel „Erlaubtes und Verwehrtes“ des türkischen Islamwissenschaftlers Hayrettin Karaman, in welcher das Schlagen von Ehefrauen als adäquates Verhalten dargestellt wurde.

Rekrutierung der Imame aus der Türkei
Gegenstand der Kritik ist auch die Rekrutierung der Imame aus der Türkei, deren mangelnde Sprachkenntnisse und begrenzte Dienstzeit, welche die Imame daran hindern, sich mit den kulturellen Gepflogenheiten in den jeweiligen Ländern vertraut zu machen. Die neu konzipierte Imam-Ausbildung an den Universitäten in Münster, Osnabrück und Tübingen lehnte die DİTİB ab.

Moscheebauten
Die Turkologin Ursula Spuler-Stegemann warnte, es sei sonderbar, dass die DİTİB so viele Moscheen hierzulande „nach Kriegsherrn wie dem Konstantinopel-Eroberer Mehmed II. benenne“. Der damalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Huber, und die Soziologin und Islamkritikerin Necla Kelek warfen dem Verband im Jahr 2007 anlässlich von Moscheebauten in Deutschland vor, mit zweierlei Maß zu messen. In Deutschland fordere man Religionsfreiheit für Muslime und baue Moscheen, in der Türkei hingegen verweigere dieselbe Behörde türkischen Christen und türkischen Aleviten den Bau ihrer Sakralgebäude und volle Religionsfreiheit.

Persönliche Einschätzungen des DiTiB
Der Verband …
versucht, nicht als „verlängerter Arm“ Erdogans wahrgenommen zu werden – vergeblich
die Personalpolitik und die Finanzierung der Imame lässt aber anderes vermuten, das Prädikat „konservativ“ beschreibt wahrscheinlich nicht ausreichend den religionspolitischen Standort des Islambilds, das politisch geprägt und von imperialen Phantasien durchaus nicht frei ist.

Wichtiger Kritikpunkt ist der: Wie kommen Islamverbände, die nur einen Teil der Muslime vertreten, zu dem problematischen Anspruch, für alle zu sprechen? Heftige Kritik gab es z.B. durch den in Hessen an DiTiB übertragenen islamischen Religionsunterricht, dessen Inhalte – so weit sie überhaupt einsichtig wurden – von Lehrern als problematisch wahrgenommen wurden.

Die öffentliche Selbstdarstellung als gesellschafts-/verfassungskonform sowie immer „gesprächsbereit“
es gab nicht nur vereinzelte Kritik an DiTiB-Vereinen / Moscheegemeinden wegen Judenhetze, Vermittlung eines nicht verfassungsmäßigen Menschenbildes (Mann/Frau, Gläubige/Ungläubige) und die Verdächtigung, dass in DiTiB-Gemeinden auch für deutlich radikalere Positionen geworben würde, bzw. sogar Propaganda für islamistische Gruppen betrieben werde.

Orientierung: Bindung an den türkischen Staat
DITIB legt Wert darauf, kein Ableger des Ministeriums in Ankara zu sein, aber de jure und de facto sind die Imame und die Vorstandsmitglieder von dieser Behörde abhängig. Konsequenterweise vertritt DITIB dann auch einen „staatstragenden“ Islam, der die laizistische Ausrichtung der Türkei befürwortet. Gemäß den türkischen Verfassungsprinzipien sind Staat und Religion getrennt, aber über die oberste Religionsbehörde kann der Staat Einfluß auf die Gestaltung und Organisation des religiösen Lebens nehmen. Und in der Vergangeheit hat der Staat wiederholt durch Gesetz und Verordnung direkt in das religiöse Leben eingegriffen. Der Eingriff konnte in der Vergangenheit sogar soweit gehen, dass von 1932 bis 1950 als Sprache des Pflichtgebetes und des Gebetsrufes anstelle des Arabischen den Imamen und den Muezzinen das Türkische vorgeschrieben wurde. Wenn in den 80er Jahren ein Wiedererstarken des Islams in der Türkei zu verzeichnen war, dann ist dieser teilweise auch von führenden Politikern unterstützt und benutzt worden. Es wurde in der türkischen Politik nie problematisiert, dass der Staat für Fragen der Religion und der Ethik zumindest eine sehr weitgehende Fürsorgeplicht, wenn nicht gar eine Aufsichtspflicht habe.

Diese Bindung an den Staat zeigt sich auch darin, dass sich Angehörige einer DITIB-Gemeinde nicht nur als Muslime, sondern auch als staatstreue Türken fühlen. Eine solche Orientierung führt dann zum Beispiel dazu, dass man in der Frage eines künftigen islamischen Religionsunterrichtes den Standpunkt vertritt, dass dieser nur in der Muttersprache der Schüler (also Türkisch) erfolgen solle und bei der Erstellung eines Lehrplanes das Ministerium in Ankara zu beteiligen sei. Auf der anderen Seite gilt dann für viele andere muslimische Gemeinden DITIB nicht als vollwertiger Ansprechpartner. Der Verband steht für sie immer im Verdacht, nach der Pfeife Ankaras zu tanzen.

Zwischen DITIB-Gemeinden und VIKZ- bzw. Milli Görüsch-Gemeinden kann es dann machmal zu regelrechten Konkurrenzsituationen und Mitgliederabwerbungen kommen. Kritisch wird es dann besonders, wenn Fragen der Religion auf die politische Tagesordnung in der Türkei kommen und die Diskussion zwischen den Gegnern und den Befürwortern des „Staatsislams“ nach Deutschland getragen wird.
Albrecht Künstle, Herbolzheim

Teilen statt kaufen

Der (nicht ganz) neue Trend: Für und Wider der Shareconomy

fahrradklau

(lifePR) – Teilen liegt voll im Trend: Carsharing, Couch-Surfing, Fahrräder, Werkzeug oder Kleidung teilen. Dinge aller Art nicht anzuschaffen, um sie dann die meiste Zeit ungenutzt in Schrank oder Garage zu verstauen – das war gestern. Heute wird geteilt und getauscht, was das Zeug hält. Besonders im Internet ist das Teilen zum echten Trend geworden. Güter zu teilen, um einen Beitrag gegen Umweltverschmutzung und für die optimale Nutzung knapper Ressourcen zu leisten, ist eigentlich ein schöner grüner Gedanke. Doch es geht schon längst auch um Profit. Shareconomy nennt sich das Geschäft hinter dem Trend. ARAG Experten erklären das Für und Wider.

Nein! Schon im Mittelalter entwickelten sich sogenannte Einungen. Das waren Zusammenschlüsse, um beispielsweise einen Deich mit gemeinsamen Mitteln zu erhalten. Im Alpenraum schlossen sich die Siedler zu Alpgenossenschaften zusammen, welche die gemeinschaftliche Nutzung der Weiden regelten. Viele Jahrhunderte später machte die grün-alternative Bewegung der 1970er und 1980er-Jahre das Schonen von Ressourcen populär. Doch mit dem Internet eröffnen sich ganz neue Wege, denn das Tauschen und Teilen ist plötzlich weltweit möglich.

Was ist Shareconomy?Mit diesem Kunstwort ist die „Wirtschaft des Teilens“ gemeint. Es geht nicht mehr darum etwas selbst zu besitzen, sondern um den Zugang zu Gütern und Dienstleistungen. Man teilt oder mietet statt zu kaufen. Doch zu glauben, dass man den großen Konzernen so eine Nase drehen kann, ist sehr blauäugig. Die Global Player haben sich längst auf den neuen Trend eingestellt und verdienen auch am Teilen kräftig mit. Der Car-Sharing-Anbieter DriveNow gehört zu BMW und dem Autovermieter Sixt, der Wettbewerber Car2Go wird gemeinsam von Daimler und Europcar betrieben. Hinter dem Fahrradtausch von Call a Bike steckt die Deutsche Bahn und wenn Sie über Airbnb (Airbed and Breakfast – zu Deutsch: Luftmatratze und Frühstück) Ihr Gästezimmer vermieten, verdient der Chef von Amazon gleich mit. Er ist größter Investor bei Airbnb.

Es geht auch ohne Profit
Neben den großen Sharing-Unternehmen gibt es aber auch viele kleine Plattformen, auf denen Mode, Spielzeug, Gärten, Bücher und mehr geteilt wird – dabei auch solche, die ganz ohne Geld auskommen oder bei denen Leihpreis und Bedingungen ausschließlich zwischen den Beteiligten besprochen werden. Bei foodsharing.de stellen Nutzer übriggebliebene oder zu viel eingekaufte Nahrungsmittel auf die Internetseite, damit Interessierte sie abholen: Was sonst weggeworfen würde, wird hier verschenkt. Bei frents.com – abgekürzt für „friends rent things“ – leihen Nutzer Gegenstände aus der Nachbarschaft aus.

Gleich auf der Startseite erscheint eine „Karte der nutzbaren Dinge einer Gesellschaft“, auf der virtuell angezeigt wird, dass drei Straßen weiter zum Beispiel ein Rasenmäher zur Verfügung steht. Ähnlich funktionieren auch die Plattformen wir.de oder leih-dir-was.com. Auch zahlreiche Portale im Bereich Mode oder Spielzeug funktionieren wie virtuelle Flohmärkte – immer häufiger gibt es sie auch als Smartphone-App. Der kluge Gedanke „Teilen statt kaufen“ funktioniert nämlich auch, ohne dass große Profite gemacht werden.

Das Tagesgericht

lagartnebel

Landesgartenschau Lahr: Ist da nicht einiges im Nebel?

Annington heißt jetzt Vonovia
Weil der Name Deutsche Annington einen zu schlechten Ruf angenommen hatte, hat sich das größte deutsche Wohnungsunternehmen einfach umbenannt. Nun macht es unter dem Namen Vonovia mit schlechtem Service zu überhöhten Preisen Kasse...
(kontextwochenzeitung.de. Ist’s auch in Lahr so?)

Treffen des Lahrer Frauennetzwerks
Das nächste Treffen des Frauennetzwerks findet am Dienstag, 05. Januar 2015, um 19:00 Uhr, in den Eigentanz-Räumen, Kaiserstraße 44a in Lahr statt. Petra Faust wird den Teilnehmerinnen die „neue Freizeitidee“ Häkeln und Stricken vorstellen.
(Stadt Lahr. Wann werden Schrauben des Schreckens gedreht?)

Der Brauch der »Drei Weisen« in Reichenbach
Die »Drei Weisen« ziehen in Reichenbach wieder von Haus zu Haus. Seit 1954 treten sie ganz anders auf als vorher…
(Lahrer Anzeiger. In der Bibel stehts nicht davon, weder von drei, noch von Weisen. Eine unbekannte Zahl von Magiern soll es gewesen sein.)

Stadt sucht Platz für Wohncontainer
Metz rechnet im nächsten Jahr mit bis zu 300 neuen Flüchtlingen.
(Badische Zeitung. Niemand von der CDU hält’s Loch zu in Ettenheim?)

Einbrecher naschen Lebkuchen vom Weihnachtsbaum in Kirche
(Offenburger Tageblatt. Kirchenmäuse gehen leer aus?)

Mann betritt fremdes Haus und wird mit Stange verletzt
(Offenburger Tageblatt. Kein Willkommen?)

Drogenkonsumenten bleiben in Oberkirch unsichtbar
(Acher-Rench-Zeitung. Was nehmen die?)

Flüchtlinge werden über Silvestertraditionen informiert
Viele Flüchtlinge erleben ihren ersten Jahreswechsel in Deutschland. Über Feuerwerk, Böller und deren Wirkung auf Kriegsflüchtlinge hat man sich in Rathäusern und Initiativen Gedanken gemacht. Verbotszonen gibt es aber nicht.
(Badische Zeitung. Bumsfallera.)

böllerverkauf

Für Amateure?

Chorleiter ging auf Stimmenfang
Waldorflehrer wollte Unterstützung für Kandidatur.
Ein Chorleiter einer Ulmer Waldorfschule ist von seinem Arbeitgeber abgemahnt worden, weil er mit Hilfe von Schülern Unterschriften für seine Landtagskandidatur sammeln wollte. „Schüler dürfen nicht instrumentalisiert werden, das geht nicht“, sagte am Dienstag der Geschäftsführer der Schule…Der Musiklehrer will bei den Landtagswahlen am 13. März für die liberal-konservative Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) antreten und braucht dafür 150 Unterschriften…
(Badische Zetung. Ja, wenn’s die CDU gewesen wäre, gell? Was ist liberal-konservativ, kennt die schon jemand?)

Nils Schmid
„Wer mit Merkel sympathisiert, muss SPD wählen“
In zwei Monaten wählt Baden-Württemberg. Nils Schmid ist Spitzenkandidat der Südwest-SPD, die bei nur 20 Prozent liegt. Er will Anhänger Merkels gewinnen. Der CDU wirft er Anbiederei an die AfD vor
(welt.de. Den Kretschmann hat er übersehen? Der ist schon in der Merkel drin.)

Riskante Zins-Geschäfte
Pforzheim klagt gegen die Deutsche Bank
Pforzheim hat in zwei Jahren 57 Millionen Euro verloren. Schuld daran ist die Deutsche Bank – meint zumindest die Stadtverwaltung und hat Klage eingereicht.
(swr.de. Warum haben die nicht Lotto gespielt oder in Baden-Baden?)

Die Nachrichtenmacher
50 Jahre Landesschau Aktuell
Die Landesschau Aktuell Baden-Württemberg feiert ihren 50. Geburtstag: Am 3. Januar 1966 ging sie zum ersten Mal auf Sendung. Und die Nachrichtensendung fing einmal ganz klein an
(swr.de. Schnarchsender bleibt Schnarchsender.)

__________________________________________

„Unser Rechtsstaat kann das nicht länger hinnehmen“
CSU will Flüchtlinge ohne Ausweis direkt an der Grenze abweisen
Erst sorgte die CSU mit ihrer Forderung nach einer Integrationspflicht für Aufsehen, nun folgt der nächste Aufreger: Flüchtlinge sollen nach dem Willen der Partei nur noch mit gültigen Papieren einreisen dürfen.»
(faovus.de. Wie lange sind diese leeren Ankündigungen der CSU noch hinnehmbar?)

Vergleich
So schlecht ist die Schulbildung von Flüchtlingen wirklich
Flüchtlinge sind die neuen Fachkräfte, da ist sich mancher in Wirtschaft und Politik sicher. Aber der Blick auf die Schulbildung in Syrien zeigt: Der Abstand zu Deutschland ist erschütternd groß.
(welt.de. Die Binse entdeckt die Wahrheit? Wenn Syrien bei doppelter Bevölkerung nur ein Zehntel des Bruttoinlandsprodukts Baden-Württembergs hat, dann sollte auch dem größten Willkommenstrottel ein Kerzenlicht aufgehen.)

Umfrage in Rheinland-Pfalz
Bis zu 200 Euro pro Stunde: Das verdienen Ärzte in Flüchtlingsunterkünften
Kassieren Mediziner in Flüchtlingsunterkünften zu viel Geld? Manche bekommen in Rheinland-Pfalz 200 Euro pro Stunde. Das ist etwa viermal so viel wie Ärzte für eine Stunde im hausärztlichen Bereitschaftsdienst bekommen. Ein Kritiker sieht jedoch noch andere Mängel in der Gesundheitsversorgung von Asylbewerbern.»
(focus.de. Wenn’s jeder darf, warum nicht auch Deutsche: „Asyl!“)

Griechenland-Hammer: Parlament zahlt bis zu 100.000 Euro an pensionierte Abgeordnete
Ein neues Hilfspaket für Griechenland ist beschlossen. Die Griechenland-Krise ist deswegen aber noch lange nicht vorbei. Die Regierung zögert bei Reformen, die Geldgeber setzen erste Zahlungen aus.
(focus.de. Griechenkriechen der EU.)

Kommunen schlagen Alarm
50.000 Läden müssen schließen: Droht auch in Ihrer Stadt Geschäften das Aus?
Kommunen und Einzelhandel schlagen Alarm: Der Siegeszug des Online-Handels gefährdet immer mehr stationäre Händler. Helfen sollen nun flexiblere Öffnungszeiten und die Möglichkeit zum „Erlebniseinkauf“.»
(focus.de. Wer Kunden ignoriert, verliert.)

Kriminelle Familienclans
Polizei muss oft Verstärkung rufen: Lage in NRW-Problemvierteln spitzt sich zu
In zahlreichen Städten in Nordrhein-Westfalen haben Polizeieinsätze in sozialen Brennpunkten deutlich zugenommen. Verantwortlich für das verstärkte Eingreifen der Polizei sind vor allem kriminelle Familienclans. Besonders im Ruhrgebiet ist die Situation teils dramatisch.»
(focus.de. Pöbelland wird abgebrannt.)

Gewalt gegen Beamte
Eskalation in Köln: 80 Männer greifen Polizeistreife an
Was wie eine routinemäßige Polizeikontrolle begann, entwickelte sich für eine Kölner Polizeistreife zu einer gefährlichen Situation. Nachdem Beamte einen Mann überprüften, eilten diesem 80 Freunde zur Hilfe und umkreisten die Polizisten.»
(focus.de. Wann schafft sich diese Regierung ab?)

Trotz Gesetz
Viele Firmen planen weiter mit Frauenquote null
Kurz vor dem Start des Quotengesetzes ist das Bild ernüchternd: Viele Firmen sagen Postenvergabe „rein auf Basis der fachlichen Qualifikation“ zu – sehen aber vorerst keine Frauen im eigenen Vorstand.
(welt.de.Ungleichheitsgesetz gegen das Grundgesetz? Kompetenz zähltnichts? Das Ergebnis zeigen ja Merkel, Leyen und Ko.)

„Faszination Natur“

Verband Deutscher Naturparke e. stellt Naturerlebnisangebote 2016 vor

externsteine

(lifePR) – Man muss nicht in die Ferne schweifen, um atemberaubende Landschaften, unberührte Natur und wilde Tiere zu entdecken. Wer „Faszination Natur“ sucht und hautnah erleben möchte, ist in Deutschlands Naturparken genau richtig! Hier können Sie nicht nur einzigartige Naturerlebnisse in intakter Natur genießen, sondern auch Spannendes über Traditionen und kulturelle Besonderheiten erfahren. Mit der Reisebroschüre „Reisen in die Naturparke 2016“, die in der 10. Auflage erscheint, stellt der Verband Deutscher Naturparke e. V. (VDN) buchbare Naturerlebnis-Angebote aus Naturparken in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg vor.

Urlaub in Deutschlands reizvollen Landschaften gewinnt für Alt und Jung zunehmend an Bedeutung. Eine Reise lohnt sich hier nicht nur für den Jahresurlaub, sondern auch für einen Kurzurlaub oder ein Wochenende. Wie Sie die Natur zu Fuß, per Rad oder beispielsweise auf dem Wasser aktiv erleben können, zeigen die ausgewählten Naturerlebnisangebote 2016. Egal ob Sie alleine unterwegs sind oder mit der ganzen Familie, ob Sie es ruhig angehen oder die sportliche Herausforderung suchen – hier ist für jeden etwas Passendes dabei! In Zeiten reger Diskussionen über Fernreisen und Klimawandel ist der Urlaub in Deutschland zudem auch ein Beitrag zum Klimaschutz.

Mehr als ein Viertel der Landesfläche in Deutschland ist als Naturpark ausgewiesen. Naturparke schützen die in Jahrhunderten durch den Menschen gestalteten Landschaften, informieren über Natur und Kultur und bieten einzigartige Möglichkeiten für Erholung und Bildung. Die Kombination der natürlichen und kulturellen Ausstattung macht jeden Naturpark einzigartig und bringt die Unterschiede in den Angeboten für seine Besucher hervor.

Die Broschüre „Reisen in die Naturparke 2016“ ist in einer Gesamtauflage von 210.000 Exemplaren erschienen. Die Broschüre ist Beileger in den Magazinen „Verträglich Reisen 2016“, „fairkehr“ Ausgabe 6 2015, „Wanderbares Deutschland 2016“ sowie in der Abonnenten-Ausgabe 1/2016 der Zeitschrift Öko-Test. Erhältlich ist die Reisebroschüre kostenlos beim Verband Deutscher Naturparke e. V. (VDN), Holbeinstraße 12, 53175 Bonn, Tel. 0228 921286-0, Fax -9, E-Mail: info@naturparke.de. Sie steht auch auf der VDN-Website www.naturparke.de als E-Magazin zum Durchblättern und als Download bereit.