Zuschrift

Sultans Arroganz nicht verwunderlich

Sultan Erdogans Arroganz besteht nicht erst wegen Merkels EU-Türkei-Deal. Die türkische Botschaft und sein Geheimdienst beobachten sehr genau, was sich in Deutschland tut und erkennt unsere Schwächen bis hin zu unserer Unterwerfung. Seit langem fühlt er sich zu seiner rücksichtslosen Politik ermuntert.
Beispiele gefällig?
Die einzigen, die seiner bisher unterstützten IS Paroli bieten kann, sind die Kurden. Und deren politischer Arm ist in Deutschland nicht gern gesehen, sogar immer noch verboten. Die Deutschen pilgern nach wie vor als Urlauber in seine Türkei, egal wie brutal Erdogan mit einem Viertel seiner Bevölkerung, Andersdenkenden und den Medien umgeht.

Trotzdem wählte die Mehrheit der hiesigen Türken seine AKP. Erdogan durfte noch letztes Jahr Massenmord der Jungtürken an den christlichen Armeniern vor 100 Jahren leugnen, ohne dass ein Aufschrei durch Deutschland ging.  

Die deutschen Behörden erlauben weiterhin bedenkenlos den Bau von DiTiB-Moscheen, die von der Türkei offenbar finanziert und gelenkt werden, deren „Vereinsvorsitzende“ AKP-Anhänger sind und deren Imame von Ankara entsandt werden. Der türkischen Botschaft in Deutschland dürfte auch nicht entgehen, wenn solche AKP-Bekenner beispielsweise vom Oberbürgermeister als „Freund“ hofiert würden.

Für die Bebauungspläne solcher Moscheen werden Zugeständnisse gemacht, die beim Neubau einer Kirche nicht gemacht würden. Auch die Naivität deutscher Kommunen hinsichtlich der Bewilligung von Moscheen in Bahnhofsnähe wird registriert, obwohl diese islamische Taktik z.B. in Ulm erkennbar ist, wo bekannte Islamisten die kurzen Wege zwischen Bahnhof und den Moscheen schätzen.

Deshalb wundert mich nicht, wie Sultan Erdogan mit deutschen Vertretungen Schlittschuh fährt, und das nicht nur zur Winterszeit.

Ich könnte die Aufzählung fortsetzen, will aber nicht riskieren, dass der Leserbrief nicht veröffentlicht wird.      
Albrecht Künstle, Herbolzheim

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