Der große Irrtum: alles Propaganda

Intelligenzblätter waren nicht intelligent, Zeitungen sind keine Nachrichten

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14,6  Prozent haben dieser Propaganda geglaubt.

(gh) – Intelligenzblätter waren Zeitungen, die die offizielle Lizenz für Anzeigenveröffentlichungen hatten. Sie hatten mit Intelligenz, abgeleitet aus dem Englischen für  intelligence, Nachricht, so wenig zu tun, wie die meisten Zeitungen heute mit Nachrichten, obwohl Zeitung einfach nur Nachricht heißt.

Alle sind vom Geier gepackt und gefleddert worden. Geblieben sind Flyer, Flugblätter,Pamphlete  mit mehr oder weniger Propaganda. Irgendwann werden sich wohl auch die letzten Träumer von ihrer „guten alten Zeitung“, der gewohnten Frückstücksbeilage, verabschiedet haben. Wenn sie merken, dass sie viel Geld fast ausschließich für Propaganda bezahlen. Zuviel für Todesanzeigen und Sondermülltermine. Die gibt es längst auch anderswo. Nur Redaktionen leben noch in parallelen Scheinwelten und meinen, die Wehwehchen ihrer Katzen, das Befinden ihrer Mütter oder  der verknackste Knöchel am südlichen Strand müssten ihre Leser interesseren. Und natürlich die Diktate von Hinz und Kunz aus dem politischen Panoptikum oder aus den Obrigkeitsburgen seien es wert, Bäume zu Altpapier für die Tonne zu verarbeiten. Großer Irrtum.

Edward Bernays hat 1928 sein Buch „Proaganda“ veröffentlicht, „Die Kunst der Public Relations“. Er legte zuerst dar, worin sich PR von Werbung unterscheidet. Heute merkt schon niemand mehr, dass Propaganda, dass Public Relations,  im Häs des Journalismus daherkommen, wobei selbst die Grenzen zur Reklame fließend sind. Oder ist es etwa nicht Propaganda, wenn Abgeordnete vor Wahlen plötzlich Redaktionen besuchen und diese mit vorgefertigten Sprüchen aus ihren Zentralen beglücken, oder wenn Rathäuser ihre Weltsicht verschicken?

Achten Leser überhaupt noch darauf, wie oft „pm“ über Zeitungstexten steht oder ein schamhaftes Blattkürzel am Artikelbeginn, hinter dem Anonymität sich verbirgt? Warum dafür auch noch zahlen? Nicht erst Edward Bernay hat erkannt, wie wichtig es ist, die Meinung von Massen zu steuern. Interessant daran ist nur, dass diese noch immer denken, sie hätten eigene Meinungen, weil sie nicht wahrnehmen, dass sie gezielten Zugriffen auf ihr Unterbewusstsein erliegen. Nur ein Beispiel aus jüngster Zeit. Warum ist in Deutschland täglich von „Flüchtlingen“ die Rede und Schreibe, wenn es sich in Wirklichkeit um illegale straffällige Immigranten handelt, wie sie so in anderen europäischen Ländern auch genannt werden?

Was Edward Bernays 1928 feststelt, gilt, seit Affen von Bäumen heruntergestiegen sind und Menschen wurden: „Kein ernsthafter Sozialwissenschaftler glaubt noch, dass des Volkes Stimme von besonderer Göttlichkeit oder erhabener Weisheit beflügelt sei. Vielmehr ist sie Ausdruck des Volksempfindens, welches wiederum von Anführern gesteuert ist, an die die Menschen glauben, sowie von denjenigen, deren Geschäft die Manipulation der öffentlchen Meinung ist. Die Volksmeinung setzt sch zusammen aus überlieferten Vorurteilen, Symbolen und Klischees und den griffigen Sprüchen, die die Anführer dafür gefunden haben“.

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