Anachronistisch und postfaktisch

Katholikentag: Geht es um den Frieden Christi oder den Kampf des Adlers?

katholikentag

Von Hanna Jüngling

(erschienen auf webmagazin CHRISTLICHES FORUM)

Man hat sich an vieles gewöhnt oder besser gesagt: Man wundert sich inzwischen über einiges nicht mehr. Die neueste negative Überraschung ist die Einladung zum 101.Deutschen Katholikentag 2018 in Münster unter dem Leitwort „Suche Frieden“.

Eine Website gibt Auskünfte über Motto und Ambitionen und ruft zur Mitarbeit auf: https://www.katholikentag.de/

Ich stöbere darin und mein Befremden wächst und wächst:
Altbackene Peace-Worker-Parolen

Die Erklärung des Leitwortes durch den Bochumer Neutestamentler Thomas Söding befremdet aufgrund ihrer Oberflächlichkeit und Banalität. Allerdings wundere ich mich darüber auch nicht, denn seiner Ansicht nach ist die Mission der Kirche, die sie erkennen müsse, eine „Friedenszone zu schaffen“:

„Man stelle sich vor, an einem Schwarzen Brett in einem Institut der Universität Münster ist ein Zettel angepinnt, auf dem steht „Suche Frieden“  – neben anderen Zetteln mit „Suche WG“ oder „Suche Job während der Semesterferien“.

Wer könnte diesen Zettel „Suche Frieden“ geschrieben haben?“ Ein Student, der nach 14 Semestern auch die letzte Chance für einen Studienabschluss vertan hat und deshalb verzweifelt auf verlorene Jahre seines Lebens zurückschaut? Eine aus Syrien geflüchtete Frau, die im Bürgerkrieg nicht nur ihren Ehemann und alles Hab und Gut, sondern auch jede Hoffnung auf eine Zukunft für sich und ihre Kinder verloren hat? Oder eine Frau aus meiner Nachbarschaft, die nicht die Kraft findet, aus einer zerrütteten Ehe auszubrechen?

Ein aus dem Kongo stammender junger Mann, der die Traumata seiner Erlebnisse als Kindersoldat nicht überwinden kann? Vielleicht eine alte Frau, die seit Jahren im Streit mit ihren Kindern lebt? Oder jemand, der jeden Glauben an Gott und an das Gute in dieser Welt verloren hat?.“

Abgesehen davon, dass die wirklich Traumatisierten, die hier immerhin auch genannt werden, ganz gewiss keine solch albernen Zettel anpinnen würden, denn das ist etwas für Stuhlkreispädagogik, sind die meisten genannten „Schicksale“ keine Problematik fehlenden Friedens.

Man kann im weitesten Sinnen sagen, dass all diese Beispiele einer „Heilung“ bedürfen. Und wenn man sie als „Friedensproblem“ auffassen will, wäre das Friedenskonzept zu klären, das zugrunde liegen soll. Aber außer Spesen ist auch hier nichts gewesen. Man fischt gern im Trüben.

Banaler und ärgerlicher Kreativ-Moralismus
Zum Einschlafen war er von Anfang an, dieser friedensbewegte Kreativ-Moralismus, der mein Leben seit mindestens 1970 begleitet und an der Eskalation weltweiten Unfriedens buchstäblich nichts ändern konnte und vermutlich auch nicht ernsthaft wollte.

Heute aber ist solches Gelaber nur noch ein fahrlässiges Ärgernis. Was nützt der Welt die Beschwörung eines Origami-Friedens im Patchwork-Design mit „Diversity“-Phrasen, der tausend Papiertauben fliegen lässt und später doch wieder seine eisernen Adler verkauft? Oder wenigstens ebenso viele Gründe ersinnt, die ganz konkrete Politik der Eliten dann doch nicht fahrlässig zu finden, die so viele Menschenleben verschleudert, so viel „Manpower“, wie man inzwischen zynisch sagt, zu tabuisieren?

Und was soll überhaupt dieses flickwerkige Diversity-Gedöhns, wenn man doch andererseits so tut, als hätten alle nur ein und dasselbe im Sinn? Die real existierende „Diversity“ der Menschen und Völker ist nicht nur das Ergebnis friedlicher Entfaltungen im Blut-und-Boden-Idyll, das diesem Denken verdeckt zugrunde liegt, sondern harter Auseinandersetzungen, geistiger Zerwürfnisse und scharfer Ausgrenzungen.

Söding erwähnt die Jahre 1618 (Westfälischer Frieden) und 1918 (Ende des 1. Weltkrieges), aber er fasst diese Themen nur mit abgespreiztem kleinem Finger an:

„Jeder Mensch sehne sich nach Frieden. Seit Jahrtausenden und in vielen Kulturen sei die denkbar kürzeste Formel für einen Willkommensgruß der Friedensgruß: „Pax – Shalom – Salam. In der Bibel begegnet einem keine Formulierung so oft wie „Der Friede sei mit Dir“ oder „Der Friede sei mit Euch“, so Söding.“

Warum muss ich da nur an den unsäglichen Friedensgruß im Novus Ordo (reformierter Meßritus) denken, diesem missalen „Lasst hundert Blumen blühen“-Klamauk, der dennoch nicht dazu führen kann, dass man sich vor der Kirchentür wenige Minuten später noch kennt.

Sendung der Christen bedeutet m e h r  als Friedenswünsche
Einst wurde man mit dem „Ite missa est“ als Apostel und Apostelin des Priestertums aller Gläubigen gesendet, aber die Hierarchie unterdrückte diese Sendung so oft, machte aus klaren Worten eine Farce und ein triumphales Zeichen ihres Herrschaftsanspruches, der sich die kontrollierte Aufzucht vieler Zofen und Tagelöhner als Zeichen seiner Macht leisten kann.

Zu Recht wollte man die verengten und entgleisten kirchlichen Verhältnisse wieder zurechtrücken. Ist es gelungen? Man wird nicht mehr gesendet, sondern es heißt „Gehet hin in Frieden“. Und das war’s dann auch.

Frieden ist einfach ein gutes Wort. Aber ein euphorischer Kirchentagskommentar sollte berücksichtigen, dass hier eine Begriffsklärung nötig wäre. Und dass der Zusammenhang zwischen „Frieden“ und „apostolischer Sendung“ einmal geklärt gehörte nach den jahrhundertelangen klerikalen Verwirrungen politischer Art.

„Friede“ ist für den Muslim schon prinzipiell etwas anderes als für den Juden oder Christen, und die Christen heute wissen in aller Regel nicht mehr, was der christliche Friedensbegriff überhaupt meint.

Islamischer „Friede“ ist nur im „Haus des Friedens“, im „Daressalam“, schlicht in der bereits islamisierten Weltregion. Frieden bedeutet hier: Unterwerfung unter den Islam. Jede Weltregion, die nicht islamisiert ist, ist „Haus des Krieges“, das „Daralharb“. Was ist demgegenüber die „Pax christiana“?

Politzungen-Gerede ist öde und destruktiv
Wir sollten also unsere Begriffe schärfen und nicht nur bei Kerzenschein und Fairtrade-Tee von „Friedenssehnsucht“ lallen. Solche Politzungenrede ist überflüssig und destruktiv. Ihr Moralismus stinkt zum Himmel.

Im Blick auf zwei Schriftstellen aus dem AT und NT, die vom Frieden reden, fällt Söding offenbar nur ein, dass wir daraus lernen, dass Frieden „keine Illusion“ ist. Man könne außer dem Ideal  —  nur wie sieht das eigentlich aus?  —  auch konkrete Fragen beantworten:

„Welche Kriege müssen beendet sein? Welche Friedenspläne können geschmiedet werden? Wer ist auf der Suche nach Frieden?“

Nun kennt unser Glaube kein „Friedensideal“. Auch ist „Friede“ in unserem Glauben an sich kein „Gut“ oder „Geschenk“, das man „hat“, sondern wir haben einen HERRN, der der Friede Gottes selbst ist. Aus diesem HERRN, der unser Friede ist, fließt Friedfertigkeit in die Seelen, die ihn durch die Taufe aufnehmen.

Der Hl. Geist wirkt in Gläubigen den übernatürlichen Frieden, „den die Welt nicht gibt“, wie Jesus sagte. Dass die falschen Propheten dieser Welt am liebsten von „Frieden“ reden, berichtet uns eindrucksvoll das Buch Jeremia im AT, das mit der Verschleppung der Israeliten endet. Und wie kann man danach fragen, „wer auf der Suche nach Frieden ist“, wenn man weiter oben noch proklamiert hat, dass doch „jeder“ den Frieden ersehnt?!

Oder etwa die Frage „Welche Kriege müssen beendet werden?“ Das ist hoffentlich nur ein unbewusster Zynismus. Dem Autor ist gar nicht klar, wie unsinnig und friedlos alleine diese Frage schon klingt: Denn die Antwort ist selbstverständlich klar: Alle Kriege müssen beendet werden! Alle! Oder wollen wir gute und schlechte Kriege unterscheiden? Richtig gefragt wäre: Welche Kriege haben eine realistische Chance auf baldige Beendigung, und was können wir dafür tun?

Friedenskitsch löst keine wirklichen Konflikte
Der wache Zeitgenosse weiß jedoch, wie unberechenbar postmoderne Kriege geworden sind. Wir kennen Jahrzehnte von Friedensverhandlungen hier und da, und viele davon haben dennoch nicht zum Frieden geführt. Der Friedensnobelpreis wurde so oft an Personen vergeben, unter denen Kriege noch mehr eskalierten. Das letzte Beispiel ist Präsident Obama.

Und warum dies so ist, kann nicht im Kirchentags-Hauruck beantwortet werden. Ein Plaudertreffen zum Friedenskitsch sollte angesichts der Verheerungen unserer Tage unterlassen werden, wenn wir nicht einmal mehr sicher wissen, was dem konkreten Frieden wirklich dient. Haben wir nicht erlebt, dass fast alle Konzepte ins Leere liefen oder das Gegenteil dessen erreichten, was sicher wohlwollend dabei beabsichtigt war?

Wir brauchen keine soundsovielste Neuauflage bürgerlicher Peace-Maker-Spielchen!
Es ist symptomatisch für den Text Södings, dass er über die persönliche Friedlosigkeit des einzelnen mit Gott, die ein Seinszustand ist, den man durch „Action“ und Gelaber nicht auflösen kann, als Auslöser von Unfrieden und Hass kein Wort verliert. „Frieden“ versteht er als Gegenteil von „Krieg“. Unfrieden mit Gott sieht er tatsächlich vordringlich als das Empfinden, Gott stehe in einem kriegerischen Verhältnis zu einem selbst!

Die bußfertige Erkenntnis, dass wir als Einzelne und als Menschheit es sind, die Gott den Krieg erklärt haben, wendet er in ein unspezifisch-kollektives Gottspielenwollen hinsichtlich der Natur und Umwelt. Die innere Läuterung des Einzelnen als einziger und wesentlicher Quell des Frieden unter den Menschen findet bei ihm keinerlei Erwähnung.

Zum Frieden gehört die Umkehr des Menschen
Die „Friedenssuche“ ist in einer solchen Diktion nicht mit Buße und Umkehr verbunden, sondern ein gefühltes, materiell einklagbares „Gut“ geworden, das man aber nicht mehr als persönlichen, christlichen Seinszustand auffasst. Das einzige, was traditionell anmutet, ist sein verstohlen kurzer Satz „Nach Ps 34 und 1 Petr 3 wächst der innere Friede dort, wo Gott die Ehre gegeben wird.“ Hier wäre es erst interessant geworden! Aber ab hier schweigt der Autor.

Noch erschütternder aber ist, dass Söding nichts mehr davon weiß, dass Frieden von Gott vor allem anderen erbeten werden muss. Er spricht von „Geschenk“, aber er erklärt nicht, warum und inwiefern das ein Geschenk ist. Es hätte nur eine Antwort gegeben: Das Geschenk unseres restaurierten Friedens ist das Opfer auf Golgotha — es wäre angemessen gewesen, jetzt in der Fastenzeit daran zu erinnern. Ohne den geopferten und auferstandenen Christus und ohne die persönliche Annahme seines Todes gibt es keinen Frieden!

Das Wort „Gebet“ ist ihm eine kurze Randbemerkung wert. Und das, was am meisten bestürzt, ist, dass der Name Jesu nicht einmal fällt.

Dass wir Christen eigentlich auf das zweite Kommen Jesu warten und bekennen, dass dieses Äon aus sich heraus keinen Frieden erreichen wird — davon meint man heute auch in der Kirche nicht mehr reden zu müssen, wenn man es denn überhaupt noch vor Augen hat.

Drei Plakate: Der Adler hat die Taube gefressen
Entsprechend öde, düster und ideologisch sind die drei Katholikentags-Plakate, die gleich auf der ersten Seite vom ZdK-Präsidenten Thomas Sternberg als ein großer Wurf, als „Hingucker“ gepriesen werden. Es werden Folgeplakate angekündigt, die ebenso „widerspenstig“ wirken wollen.

Das erste Plakat zeigt eine farbige Frau, die sich gewaltfrei übermächtig und finster anrückenden Polizeieinheiten entgegenstellt. Die weißen Männer treten hier wie eine Inlandsarmee in Schwarz und im Stahlhelm-Outfit auf. Ich habe mich sofort gefragt, ob dieses Plakat nicht volksverhetzend ist.

Die Polizei wird als Aggressor dargestellt, der gegen wehrlose Frauen, im weiteren Sinne „Leute“ auftritt, und eine Rassismus-Assoziation wird in dieser Montage durchaus aufgebaut. Rassistisch ist es insofern, als der weiße Mann assoziativ so dargestellt wird, als trete er in Mannschaften gegen wehrlose einzelne schwarze Frauen auf.

Angesichts wachsender Opferzahlen auch unter der Polizei, angesichts des tapferen und wirklich tollen Polizei-Einsatzes heuer in der Silvesternacht in Köln, und angesichts der 2000 „farbigen“ männlichen Aggressoren, die auch diesmal wieder anrücken wollten, um weiße Frauen zu berauben und sexuell zu nötigen, überfällt mich Brechreiz, wenn ich ein solches Plakat sehe.

Rechtsstaatliche Polizei wird unfair an den Pranger gestellt
Diese plakative Schwarzweißmalerei, die der Polizei, die ein Verfassungsorgan ist, in den Rücken fällt, können wir in der angespannten Lage innerer Unsicherheit nicht auch noch gebrauchen! An dieser Stelle sei des gestern von einem islamischen Täter erstochenen Polizisten in London gedacht. Von den zahlreichen Angriffen auf Polizisten vor allem durch linksradikale „Antifaschisten“ und rechtsradikale Schlägertrupps in unserem schönen Land will ich erst gar nicht weiter reden…

Das nächste Plakat zeigt uns zwei Personen im „Hair“-Outfit, die sich nach einer misslungenen Anti-Pipeline-Demo heulend in die Arme fallen. Meine Flower-Power-Kindheit hört offenbar nie auf. Wie alt bin ich jetzt?

Sind das wirklich die „Friedensprobleme“ der Welt, ob irgendwo eine Pipeline gebaut wird? Man mag den konkreten Bau von Pipelines aus triftigen Gründen ablehnen, aber ein Plakat mit dieser Aussage scheint nicht nur pauschal, sondern auch hetzerisch.

Die Assoziation zum Thema „Frieden“ führt zur Stammtisch-Behauptung, „die USA“ würden all ihre Kriege ja nur „wegen dem Öl“ führen. Irgendwie hätte man ein paar Umwelttränen ins Foto montieren sollen und noch ein supersytlisches Mega-Windrad. Das hätte wenigstens Pepp gehabt. Aber so fielen mir immer nur diese Plattenbauten in Prager Vorstädten ein, deren billig-friedliche Hässlichkeit mich als Jugendliche so angeödet hat…

Adler in Angriffspose weckt negative Erinnerungen
Rechtsradikale Assoziationen löst dagegen das letzte Plakat aus: ein (deutscher) Adler greift eine spacige Drohne an. War den Machern dieses „Hinguckers“ wirklich nicht klar, auf welches Niveau sie sich damit begeben?

Dieser Adler in Angriffspose lässt sofort an SA-Embleme denken. Er stürzt sich auf die Drohne, die man nach den vorigen Plakaten assoziativ ebenfalls den Amerikanern zuordnet. Man hört als Leitwort den alten Spruch 1939 „Ab heute wird zurückgeschossen“ im Hinterkopf, triumphale Musik, das penetrante und eisenharte Klatschen des Flügelschlags, der scharfe Blick des Raubvogels und das hektische Übersurren der Drohne und ihren nachfolgenden trudelnden Absturz.

Es ist eine echte Glanzleistung, aus der guten alten Friedenstaube nun einen angreifenden Adler zu machen. Peng! Und wieder was für den Weltfrieden getan…

Wer ist hier was? Was ist hier wer? Im schummrig-psychologischen „Telos“ dieser Serie sind die Friedlichen schwarz, kollektivistisch, Frauen und im Geiste des Adlers. Das Totemtier als Symbol der Treue und Wahrheitsliebe vermixt mit teutonischen Kraft-durch-Adler-Phantasien…

Farblich alles Grau in Grau. Erinnert an die Öde faschistischer und sozialistischer Protzbauten in Rom, Berlin, Peking und Moskau, an Alexanderplätze in aller Welt und Friedensaufmärsche unibraunblaugrau gekleideter „Brüder“ unter roten Fahnen mit und ohne weitere Symbole drauf. Eine sozialfaschistische Idealwelt tritt hier gegen eine nur-faschistische Heillosigkeit an. So wirkt es, tut mir Leid, und ich habe keinerlei Idee, was das eigentlich mit dem christlichen Glauben zu tun haben soll.

Plakatmotive sind um Jahrzehnte zurückgeblieben
Aber wenn wir schon rein weltlich-politisch denken wollen (warum auch nicht), dann möchte ich mal wissen, ob die Katholikentagsplaner nicht doch samt der Kirche „aus der Zeit gefallen sind“.

Bischof Genn von Münster (siehe Foto) behauptet allen Ernstes, die Kirche beweise mit einem solchen Erscheinungsbild, dass sie „nicht aus der Zeit gefallen“ sei, und Söding konnte natürlich die altbackene Leerformel von „den Zeichen der Zeit“, die man hier „erkenne“, nicht unterlassen.

Vielleicht sollte man diesen Leuten mal ein paar Zeitungsabos oder ein Tablet mit Internetzugang schenken, damit sie sich wieder „aggiornieren“. Sind die alle in den Seventies steckengeblieben?

Die tatsächlichen politischen Probleme scheinen sie einfach noch nicht mitbekommen zu haben, so etwas wie weltweite, sehr starke  Christenverfolgungen, wachsende „failed states“, globalen islamischen Terror und keine deutliche Abgrenzung der Islamgelehrten davon, verheerende Kriegsbilanzen der USA, zuletzt durch Hillary Clinton, eine unberechenbare Macht-Politik Putins, den Vorabend zu einem Ermächtigungsgesetz in der Türkei, in der jetzt schon 40.000 Menschen als angebliche Regimegegner gefangen gehalten werden ohne rechtlich relevanten Grund, darunter auch deutsche Staatsbürger, Friedlosigkeit durch die türkische Regierung auf unseren Straßen, randalierende Linksradikale, überdurchschnittlich hohe Kriminalitätszahlen unter viel zu vielen unkontrollierbaren „Flüchtlingen“ und hysterische Rechtsradikale, dies alles aber nach einer verheerend planlosen Migrationskrise durch die Regierung Merkel, die auch die EU an Abgrund gewirtschaftet hat und ein Amerika, das sich distanziert und aus der militärischen Beschützermacht zurückziehen will…

Fazit: Diese Werbung für den Katholikentag 2018 ist  —  geistig und geistlich gesehen  —  nicht katholisch, sondern für mein Empfinden eine Nostalgie-Veranstaltung im Geiste der linken Bewegungen in den Sixties und Seventies mit deutlich aggressiven, rassistischen und hetzerischen Untertönen. Anachronistisch also und postfaktisch sowieso!

Weitere tiefschürfende Artikel unserer Autorin, der Musikerin und Künstlerin Hanna Jüngling, finden Sie auf ihrem Blog: http://zeitschnur.blogspot.de/
(charismatismus.wordpress.com)

Grüner wird’s nimmer

Brandenburg, Spargel und Grüne – oh weh

Von Frank Schäffler

Was sie an den Grünen am meisten stört, sagten bei Allensbach 51 Prozent „unrealistische Ziele“, 48 Prozent „Vorschriftenmacherei“ und 41 Prozent „Sie tun so, als wären sie bessere Menschen“. Keine Partei verkörpert den „Nanny State“ so sehr wie die Grünen.

In der Kabarettszene hat Rainald Grebe Kultstatus. Sein Lied „Brandenburg“ wurde auf Youtube über 5 Millionen Mal angeklickt. Darin singt er: „Es gibt Länder, wo was los ist. Es gibt Länder, wo richtig was los ist. Und es gibt Brandenburg.“ In dieser Hommage an die Weite des Ostens Deutschlands kommt all das zum Ausdruck, was Brandenburg ausmacht: Natur, Einsamkeit – und Langeweile. Brandenburg ist der Kontrast zum hektischen und flippigen Berlin: „In Berlin kann man so viel erleben. In Brandenburg soll es wieder Wölfe geben“.

Man könnte meinen, Grebe übertreibt. Doch ab und zu holt die Wirklichkeit die Satire ein. So in dieser Woche: Der Spargelanbau in Brandenburg wird Thema im Landtag in Potsdam. Nicht der gute märkische Boden ist dabei Gegenstand der Debatte, auch nicht die Erfolgsbilanz der Spargelbauern – die Saison fängt ja gerade erst an. Die Grünen beschäftigen sich mit dem königlichen Gemüse und wollen etwas für Flora, Fauna und den Tourismus tun. Der Anbau von Spargel unter Folie ist ihnen ein Dorn im Auge. In einem Antrag für die kommende Landtagssitzung im April fordert die dortige Fraktion, den Spargelanbau unter Folie auf 10 Prozent der Anbaufläche zu begrenzen und unter beheizten Folien ganz zu verbieten. In den öffentlichen Kantinen darf dann nur „freilaufender“ Spargel kredenzt werden. Spätestens jetzt setzt Rainald Grebe ein: „Nimm dir Essen mit, wir fahr’n nach Brandenburg.“

Lange Zeit haben die Grünen mit solchen Forderungen Erfolg gehabt – nicht nur unter wohlgesonnenen Journalisten und Intellektuellen, sondern auch beim Wähler. Doch das scheint vorbei zu sein. Die FAZ veröffentlichte kürzlich eine Allensbach-Umfrage zum Image und Profil der Partei. Darin kommt ein enormer Imageverlust der Grünen zum Vorschein: 2010 gefielen 43 Prozent der Deutschen die Grünen, heute sind es nur noch 10 Prozent. Nur noch 13 Prozent halten die Grünen für „in“.

Lebst du noch oder gehorchst du schon?
Immer nur dagegen: Vorschreiben und Verbieten
Manche meinen, das Beispiel sei ein Einzelfall, es sei aus dem Zusammenhang gerissen und nicht repräsentativ. Doch das ist nicht so. Das Autofasten, der Veggie-Day oder das Verbieten von Verbrennungsmotoren in Autos sind keine Einzelfälle, sondern folgen einer missionarischen Logik, mit der sie seit 40 Jahren versuchen, ihr Weltbild für andere verbindlich zu machen. Sie scheuen dabei nicht davor zurück, ihre fixen Ideen über das Wohl und die freien Entscheidungen des Menschen zu stellen. Dabei ignorieren sie, ob hinter den von ihnen veranlassten Eingriffen in das Eigentum, Schicksale stecken.

Wenn niemand mehr in Brandenburg wohnt, weil die Verbotskultur alle Lebensbereiche umfasst, dann ist vielleicht dem Seelenheil einiger Grünen gedient, aber nicht den Menschen, die dort leben. Die Grünen konstruieren einen Gegensatz zwischen den Interessen des Einzelnen und der Natur. Doch diesen Gegensatz gibt es in einer Marktwirtschaft nicht. Wer Eigentum hat, pflegt und hegt es und betreibt in der Regel keinen Raubbau. Der Spargelbauer in Brandenburg will auch morgen und übermorgen noch Spargel anbauen. Er will die Grundlage für seinen Lebensunterhalt nicht nur für sich und seine Mitarbeiter erhalten, sondern auch für seine Kinder.

Die staatlichen Eingriffe in das Eigentum erzeugen Verantwortungslosigkeit, weil sie die Haftung kollektivieren. Das Spargelfeld ist nur noch formal im Eigentum des Landwirts. Tatsächlich greift der Staat in die Verfügungsgewalt über das Eigentum immer mehr ein. Nicht nur das Vermögen wird über die Grundsteuer gemindert und der Ertrag über die Einkommensteuer reduziert, sondern das Ordnungsrecht zwingt den Eigentümer zu einem Verhalten, das ein politischer Akteur wie die Grünen für ihn festlegt. Nur die „Vergesellschaftung der Produktionsmittel“ ist ein noch stärkerer Eingriff in das individuelle Eigentum. Die Lehre daraus: Brandenburg ist zu schön, um es dem Nanny State der Grünen zu überlassen.

Das Tagesgericht

ferienlahrferien

Ferien wovon – in Lahr?

(gh)„Zehnteilige Serie: Der Klimawandel in der Region – Teil 1: Übersicht über die globale Entwicklung und die Auswirkungen auf Baden-Württemberg“. Wer kommt auf sowas in der Miba-Presse? „Denn sie wissen nicht, was sie tun?“ Wer nicht weiß, was „Klima“ ist, sollte nicht dem Versuch erliegen, den Leuten ein X für ein U vorzumachen. Jeden Tag eine halbwegs passende Wettervorhersage, das wäre doch auch was. Wenn Redaktionen aber nicht wissen, womit sie Altpapieraufträge erfüllen können, sollten sie es mal mit Journalismus und Fakten probieren und nicht mit Geschwurbel. Getretener Quark wird breit, nicht stark, wusste schon Goethe. Teil 11 ist dann die Rettung: eine CDU-Kanzlerin? Lassen wir zum Thema deshalb lieber einen sprechen, der weiß, wovon er redet, Dr. Wolfgang Thüne, auch bekannt von 1971 bis 1986 als Fernseh-Meteorologe beim ZDF. Thüne hat u.a. Meteorologie, Geophysik, Physik, Mathematik und Geographie studiert 1967 an der Universität mit sehr gutem Diplom in Meteorologie abgeschlossen, arbeitete beim Wetteramt, war Referendar des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Meteorologe in der Analysen- und Vorhersagezentrale des DWD, ab 1974 beim Landesamt für Umweltschutz Rheinland-Pfalz, es folgte ein Zweitstudium in Würzburg mit Soziologie, Politische Wissenschaften und Geographie und Promotion zum Dr. phil. mit „summa cum laude“. Danach war er  Repräsentant der Konrad-Adenauer-Stiftung für Brasilien mit Sitz in Rio de Janeiro, 1990 wurde er ins Umweltministerium Rheinland-Pfalz berufen und Leiter des Referates „Naturwissenschaftlich-technische Grundsatzfragen der Umweltpolitik“. Dieser wohl als Wissenschaftler zu bezeichnende Experte stellt fest: „Der Journalist, so der österreichische Schriftsteller und Kritiker Karl Kraus (1879-1936), sei immer einer, der nachher immer alles vorher gewusst hat. Wichtigster Indikator für die Missstände in der Welt war für Karl Kraus die Sprache. Sie muss so exakt wie möglich und darf keineswegs unpräzise und doppeldeutig sein. Heute ist die Sprache doppel- und mehrdeutig, werden immer neue Worte neu geschöpft, um unverständlich zu sein aber gelehrt zu klingen. Es wimmelt in der Wissenschaft von Experten, die von der Entstehung der Klimatologie als angewandter Meteorologie keinerlei Ahnung haben, aber vor Apokalypsen wie die globale ‚Klimakatastrophe‘ im Detail warnen, obgleich es sie gar nicht geben kann. Man operiert mit dem alt bewährten Mittel der Verwirrung und springt von der Wirklichkeit auf abstrakte Ebenen, um dann zu behaupten, aus der abstrakten Ebene heraus wird auf die Wirklichkeit eingewirkt. Dieser Trick funktioniert, obwohl er beim Klima allzu offensichtlich und plump sein sollte. Jeder Erdenbewohner, der die Volksschule absolviert hat, kennt den Unterschied zwischen Wetter und Klima. Das Wetter ist alles, was sich vor unseren Augen in der Luft abspielt, was wir erfahren, fühlen, spüren und messen können, was uns herausfordert und beeinflusst. Wie wir das Wetter beurteilen, ob wir es Wetter ‚gut‘ oder ’schlecht‘ finden, wir müssen es so nehmen, wie es kommt. Um uns auf das Wetter einstellen zu können, hoffen wir auf möglichst zutreffende Wettervorhersagen. Das Wetter ist unangefochten der häufigste Gesprächsstoff! Vom Klima ist dagegen im Alltag keine Rede. Es gibt kein Klima als aktiv ablaufenden Naturvorgang. Im Klima verdichten wir das Wetter einer vergangenen 30-Jahres-Priode. Dies geht auf statistischem Wege vor sich. Klima wird nicht gemessen, es wird mühsam aus Messungen berechnet. Klima wird erst ‚brauchbar‘, wenn man die aus einem dichten Netz von Wetterstationen an den einzelnen Orten gewonnen Klimadaten in eine Karte trägt und Vergleiche zieht wie zwischen Tallagen, Hanglagen und Gipfellagen. Man sieht, wie die Temperaturen mit der Höhe ab-, die Winde aber zunehmen. Orographie und Topographie wirken sich insbesondere bei Strahlungswetterlagen sehr stark auf die einzelnen meteorologischen Elemente aus. Klimadaten sind dann sinnvoll, wenn man langfristig plant. Das ist wichtig bei der Flächennutzungs- und Siedlungsplanung, bei der Landschafts- und Landesplanung, bei der Industrieansiedlung. Das Wissen um die mittlere und maximale Schneelast oder Windlast sind für Architekten und Statiker bei der Konstruktion von Dächern aller Art von großem Nutzen“. Thüne stellt weiter fest: „Das Wetter pfeift auf alle globalen Klimaschutzbemühungen! Seit gut 30 Jahren geistert das Gespenst „Klimakatastrophe“ um den Globus und hat die internationale Politik in seinen Bann gezogen. Es kam mit den Westwinden über den Atlantik und beunruhigte zuerst die Gehirne von Physikern, die in dem ‚Klima‘ eine neuartige reale ‚Naturgefahr‘ sahen, die das Wetter in Aufwallung und Unordnung zu bringen geeignet schien. Ohne je die Frage zu stellen, wie das extrem unterschiedliche Wetter auf der Erde mit den jahreszeitlich wechselnden Temperaturen mit dem Molekül CO2 zusammenhängen oder interagieren könnte, wurde dieses einfach zum ‚Klimakiller‘ deklariert und jeder Widerspruch gesellschaftspolitisch geächtet. Es entstand auf weltpolitischer Ebene ein ‚Klima‘, das dem ‚Klimawandel‘ den Kampf ansagte und die Reduktion der CO2-Emissionen als einzige Lösung aus dieser Misere anpries. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG) nahm sich des Themas an und gründete vorsorglich einen Arbeitskreis ‚Energie‘. Diese lud am 22. Januar 1986 zu einer Pressekonferenz nach Bonn ein und präsentierte den Journalisten wie aus heiterem Himmel ihre ‚Warnung vor einer drohenden Klimakatastrophe‘. Doch was die Öffentlichkeit damals nicht wusste und ihr auch heute noch verheimlicht wird, ist die Tatsache, dass es die Politik war, die das Räderwerk ‚Klimaschutz‘ finanziell massiv antrieb“.  Angesichts der heutigen Klimahysterie kommt Thüne zu dem Schluss: „Die Politik hat das ‚Klima-Gespenst‘ mit Hilfe geeigneter ‚Klimaexperten‘ ins Leben gerufen, hat die Klima-Geister aus der Flasche gelassen. Die im ‚Pariser Abkommen‘ zur völkerrechtlichen Norm erhobene ‚Dekarbonisierung‘ von Industrie und Wirtschaft wird das Leben der Menschheit dramatisch beeinflussen und gesellschaftliche Umwälzungen ungeahnten Ausmaßes auslösen, die eine vielfach größere soziale Sprengkraft haben werden wie ‚Französische Revolution‘ und ‚Oktoberrevolution‘ zusammen. Hat die Politik die Kraft und den Mut, diesen Spuk wieder zu beenden, bevor sie die Konsequenzen der ‚Energiewende‘ oder der ‚Hunger‘ dazu zwingen? Das Wetter nimmt ohnehin keinerlei Notiz von den Beschlüssen der ‚Klimakonferenzen‘ und ignoriert alle politischen Weisungen und Befehle“. Daran wird auch eine zehnteilige Serie der Miba-Presse über „Klimawandel in der Region“ nichts ändern. Ob die Serienmacher dies wissen? Warum nicht Fakten und an die Leser denken?

Ist’s nicht der „Klimawandel“, ist dann nicht auch „Hetze“ ein gutes Thema für Denkfaule, wenn es darum geht, das Grundgesetz weiter ungültig zu machen? Da Thomas Seitz ein aussichtsreicher Kandidat der AfD für die Bundestagswahl ist, trifft es sich offenbar praktisch, über ein Vorgehen des Justizministeriums gegen ihn als Staatsanwalt zu schreiben „wegen Hetze im Internet“. Wer ist der Justizminister? Warum gibt es bis heute kein Vorgehen gegen diesen, einen Untersuchungsausschuss im Zusammenhang mit dem Terroranschlag Weihnachten in Berlin? Der Terrorist war im Sommer 2016 im Ravensburger Gefängnis, für das Wolf zuständig ist, sollte abgeschoben werden, durfte aber wieder frei herumlaufen. Sind 12 Tote und 30 Verletzte kein Thema für deutsche Politik und Justiz? Wie wär’s, wenn sich Medien mal mit Polizei und Justiz beschäftigen würden, da geht es um Fakten und nicht um Gesinnung, weil der Rechtsstaat ausgehebelt und angefangen vom Grundgesetz Gesetze gebrochen oder gebeugt werden? Oder ist Journalismus auch nur noch Gesinnung, speziell linksgrüne? Wo hat die „Presse“ ihre Glaubwürdigkeit abgegeben? Zum Fenster hinausgeworfen? Findet Hetze in diesem Staat nicht in den Köpfen von Politikern, Polizisten und Juristen – Amtseid brechend- statt? Gegen Deutsche und Deutschland? Darüber zu schreiben würde es sich lohnen. Warum macht dies niemand?

Umwelt, Klima, Welt retten? Ein Dorfbürgermeister aus Schuttertal im Schuttertal weiß offenbar, wie das geht. Wenn er mal nicht Fußball spielt in der Bürgermeisternationalmannschaft, findet er in einem hochanstrengenden Beruf anscheinend noch Zeit, „in Sachen Müllentsorgung mit einer Kreisdelegation in China“ unterwegs zu sein. Alle Achtung! Vermutlich hat sich auch die Atmosphäre sehr gefreut über solche Reisende, die einen wirklichen Grund haben, in die Ferne zu fliegen, denn der heimische Müll ist doch allzu nahe. Gerade beschäftigt sich die Republik mit der Einführung einer orangen Tonne. Welche Farbe bleibt da noch der Politik? Bleibt der städtischen Lahr-Touristik nach Asien und Karibik nur noch, um mithalten zu können,  eine Visite zur Landesgartenschau in Nauru. Wie schaffte es Nauru, aus Mist Geld zu machen und zum reichsten Land zu werden und nun weiterzuleben, nachdem selbst Mist und Geld ausgegangen sind? Die kleinste Republik der Erde, noch kleiner als Lahr, wäre der richtige Partner für die Schutterstadt! Denn wie in Lahr, wo Gott der erste Bürger ist, hält sich Nauru ebenfalls an ihn: „God’s Will First“, „Gottes Wille zuerst“.

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PERLEN VOR DIE LESER
Busse präsentieren sich in neuem Outfit
Erneuerbare Energien bewegen die Region. Das soll auf neun Bussen sichtbar werden, die seit Kurzem mit neuem Design unterwegs sind.
(Badische Zeitung. Erneuerbar sind allenfalls die Insassen, ob die ihr Outfit aber dauernd ändern, ist die Frage.)
Offenburg: Die Arbeit mit jungen Flüchtlingen geht nicht aus
(Badische Zeitung. Risiko?)
„Wir planen mit 800 000 Besuchern“
BZ-INTERVIEW mit Ulrike Karl über das Marketingkonzept zur Landesgartenschau, vorsichtige Prognosen und die Fußball-WM.
(Badische Zeitung. Konzept?)
Europa-Park investiert kräftig in neue Sommer-Attraktion
Der Europa-Park startet am 1. April in die Saison. Das Projekt V, ein Flugsimulator, soll im Juni eröffnen. Er soll 30 Millionen Euro gekostet haben – die teuerste Investition in ein Fahrprojekt der Macks.
(Badische Zeitung. Der Flieger fährt?)
Ringsheim
Gemeinde gibt Entwicklungskonzept zur Gestaltung der Dorfmitte in Auftrag
(Badische Zeitung. Gibt’s das nicht schon bei Aldi?)
Ettenheim
Gemeinderat beschließt ein Radverkehrskonzept für die Stadt
(Badische Zeitung. Darf keiner mehr vorbei?)
Offenburg
Stadt will größer auf kulturelle Angebote hinweisen
(Offenburger Tageblatt.Übersehen?)
Offenburg
Schüler und Obdachlose zeigen morgen Riesen-Osternest
(Offenburger Tageblatt. Wer hat gelegt?)
Neuried
Über 3000 Kröten und Frösche gesammelt
(Offenburger Tageblatt. Aktueller Wechselkurs?)
Ausstellung über Flüchtlinge startet
»Schau mich an« lautet der Titel einer Fotoausstellung mit Portraits von Flüchtlingen. Gezeigt werden die Aufnahmen in der evangelischen Stadtkirche Haslach ab Sonntag, 2. April. Der Eintritt ist frei.
(Offenburger Tageblatt. Fake?)
Kinzigtal
Ein Freudentag für Radfahrer im Kinzigtal
Viele Nutznießer, drei Freigaben und ein Landrat: Frank Scherer war gestern im Kinzigtal für die Verkehrsfreigabe  des Radwegs Kirnbach-Gutach und des Radwegs Haslach-Hofstetten. Zudem wurde in Haslach die neue Verbindungsstraße eingeweiht.
(Offenburger Tageblatt. Tritt er auch zu? Hat er alles bezahlt?)
Wolfach
Drei mögliche Wohncontainer-Standorte sind im Rennen
(Offenburger Tageblatt. Der Gewinner geht?)
Turnverein Schiltach hat ein vielfältiges Angebot im Köcher
(Offenburger Tageblatt. Köchelt’s schon?)
Hornberg
„Jesushouse“-Projekt zeigt Wirkung
Der jugendliche OT-Mitarbeiter Joshua Rzepka wagte diese Woche einen Selbstversuch und ließ sich auf das »Jesushouse«-Angebot der Evangelischen Gemeinde für 13- bis 17-Jährige ein. Sein Fazit: »Eine tolle Erfahrung, ich gehe auch zu den anderen Abenden«.
(Offenburger Tageblatt. Was würde Jesus sagen?)
Waldkindergarten Haslach ab April unter neuem Dach
(Offenburger Tageblatt. Blätterdach neu?)
Oberwolfach/Wolfach
Auerwild-Schutz hat Vorrang: Keine Windräder am Gütschkopf
Vorfahrt fürs Auerwild: Das Regierungspräsidium Freiburg teilte am Mittwochnachmittag mit, dass es am Gütschkopf in Oberwolfach »keine Möglichkeit für eine Ausnahme nach Bundesnaturschutzgesetz« sieht. Windräder sind somit dort nicht zulässig.
(Offenburger Tageblatt. Nur für  Auerräder?)
Inklusion im Kinzigtal (9)
Club 82 – Damit alle mehr vom Leben haben
Wenn jeder Mensch mit und ohne Behinderung überall dabei sein kann, dann nennt man das eine gelungene Inklusion.
(Offenburger Tageblatt.Ist das exklusiv?)
Friedrichshafen
Schulmuseum baut Angebot deutlich aus
(Schwäbische Zeitung. Na also, grün-schwarze Bildungspolitik.)
Netz spottet über Biber-Kochbuch aus Sigmaringen
…In einem Rezept heißt es: „Man zieht dem Tier die Haut ab, schneidet es in Stücke und salzt diese ein.“ Umweltschützer sind empört – und das aktuelle „Neo Magazin Royale“ von Jan Böhmermann würdigt das Kochbuch offenbar vorab mit dem Hashtag der Woche #VivaLaBiber…Die CDU, oder zumindest der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Burger, würde den Nager deshalb gerne öfter abschießen lassen. Um für sein Anliegen zu werben, hat Burger ein achtseitiges Biber-Kochbuch erstellt (Biber-Burger: alle Rezepte als PDF). Sein Motto: „Im Ländle gibt es Biber zu Hauf, da hilft nichts mehr, wir essen ihn auf!“
(Schwäbische Zeitung. Was sagt der grüne Landesbiberminister dazu?)
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polizeigenderneu

Nackt in Kittelgasse vor Lokal
Offenburg (ots) – Weshalb ein 21-Jähriger nackt auf dem Stuhl vor einem Lokal in der Kittelgasse saß, bleibt wohl sein Geheimnis. Am frühen Donnerstagmorgen wurden Beamte des Polizeireviers Offenburg auf den Nackedei aufmerksam. Möglicherweise war der Nachtschwärmer darauf aus, Passanten und die hinzugerufenen Beamten zu provozieren. Ein vernünftiges Gespräch mit ihm war nicht möglich. Wahrscheinlich stand er unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Zu einem Alkoholtest war der Unbekleidete nicht bereit. Eine Verbringung in seine Unterkunft „Am Sägeteich“ war in seinem streitsüchtigen Zustand nicht verantwortbar. So blieb nur die Möglichkeit, den Entblößten in Gewahrsam zu nehmen.
Kind getreten und verletzt
Seelbach (ots) – Zwei bislang noch unbekannte Jugendliche gingen am Dienstagabend äußerst rabiat gegen einen 8-Jährigen vor. Die Beteiligten gerieten gegen 19.30 Uhr auf einem Spielplatz neben der Sporthalle in der Ludwig-Auerbach-Straße vermutlich aufgrund eines Fußballes in Streit. Hierbei haben die beiden Angreifer ihr Opfer zunächst festgehalten und später auf den Boden gestoßen. Sowohl im Stehen als auch auf dem Boden liegend, malträtierten die beiden Unbekannten den hilflosen Jungen mit Fußtritten. Nur durch das beherzte Eingreifen zweier Männer konnte der Angriff unterbunden werden. Die beiden Burschen rannten daraufhin unerkannt davon. Ob sie den Fußball des 8-Jährigen mitgenommen haben, muss noch ermittelt werden. Sie werden als Jungen mit dunklem Teint und fremder Herkunft beschrieben und hatten beide kurze dunkle Haare. Der ältere hatte lockige Haare und war zirka 14-16 Jahre alt, der jünger der beiden dürfte etwa zehn bis zwölf Jahre alt gewesen sein. Der 8-Jährige trug durch den Angriff Verletzungen davon, die im Anschluss ambulant behandelt werden mussten.
Pkw wendet auf B415: Motorradfahrer schwer verletzt
Lahr (ots) – Das falsche Wendemanöver eines Autofahrers führte heute Mittag auf der B3, auf Höhe Abfahrt zur B415, zu einem Unfall mit einem schwer verletzten Motorradfahrer. Um einem Stau aus dem Weg zu gehen, wendete der 51-jährige seinen Nissan trotz durchgezogener Linie. Der 44 Jahre alte Biker war kurz nach 12 Uhr mit seiner Suzuki in Richtung Lahr unterwegs und überholte die sich stauenden Fahrzeuge. Hierbei prallte er frontal gegen das wendenden Auto. Der Verletzte wurde in das Lahrer Krankenhaus verbracht, der Autofahrer kam mit dem Schrecken davon. Der Sachschaden wird auf insgesamt 6.000 Euro geschätzt. 
Sturz mit Fahrrad wegen Maus – Fahrradhelm verhindert Schlimmeres
Schuttertal (ots) – Eine kleine Maus führte am Montagabend zum Sturz eines jugendlichen Mountainbikers. Der Teenager war kurz nach 19 Uhr in Begleitung eines Bekannten am Streitberg unterwegs. Eine den Waldweg querende Maus schreckte den 16-Jährigen derart auf, dass er seine Bremsen zu stark betätigte. Hierdurch verlor er die Kontrolle über sein Bike, stürzte und schlug mit seinem Kopf auf dem Boden auf. Glücklicherweise trug der Jugendliche einen Fahrradhelm. Eine Gehirnerschütterung und Schürfungen an beiden Knien blieben jedoch nicht aus,..
(Polizeipräsidium Offenburg)

Nach gefährlicher Körperverletzung am Hauptbahnhof – 18 Jähriger in Untersuchungshaft
FreiburgZu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen einem 18-Jährigen und zwei Männern im Alter von 32 und 40 Jahren ist es am Mittwochabend gegen 21.30 Uhr im Bereich der Stadtbahnbrücke am Freiburger Hauptbahnhof gekommen.Ersten Ermittlungen zufolge waren die Männer zunächst auf der Stadtbahnbrücke in Streit geraten, nachdem der 18-Jährige eine Glasflasche von der Brücke geworfen hatte. Als ihn die beiden 32- und 40-Jährigen auf sein Fehlverhalten hinweisen wollten, hatte der 18-Jährige derart aggressiv reagiert, dass die beiden Männer sich über den Treppenabgang in Richtung Bahnsteig 2/3 entfernten. Nach kurzer Verfolgung holte der 18-Jährige seine Kontrahenten ein und versetzte einem der beiden einen offenbar derart heftigen Stoß, dass beide Männer die Treppe hinunter bis zum Bahnsteig stürzten. Im weiteren Verlauf traktierte er die am Boden liegenden Opfer mit heftigen Fußtritten, wobei er den 32-Jährigen auch mehrfach am Kopf traf. Mehrere Zeugen, die den Vorfall beobachtet hatten, wählten den Notruf und hielten den Aggressor von weiteren Tathandlungen ab, woraufhin er in die abfahrbereite Regionalbahn in Richtung Basel flüchtete. Mehrere eintreffende Streifen von Bundespolizei und Landespolizei durchkämmten den Zug, wo der 18-jährige Tatverdächtige schließlich durch Einsatzkräfte der Landespolizei festgenommen werden konnte. Hierbei leistete er erheblichen Widerstand. Die beiden Geschädigten mussten vor Ort durch Rettungskräfte medizinisch versorgt werden. Der 32-Jährige erlitt durch den Sturz und die anschließenden Tritte nach derzeitigem Erkenntnisstand schwerere Verletzungen und verlor teilweise das Bewusstsein. Beide wurden anschließend zur weiteren ärztlichen Betreuung in ein Krankenhaus gebracht. Der zum Tatzeitpunkt mit 0,92 Promille alkoholisierte Tatverdächtige wurde am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
(Bundespolizeiinspektion Weil) Wo stammt er denn her?

Versuchte Gefangenenbefreiung von festgenommenem Tatverdächtigen nach Körperverletzung
Freiburg (ots) – Am Morgen des 26.03.2017, gegen 04.41 Uhr, kam es auf dem Vorplatz des Konzerthauses zu einer Körperverletzung zwischen zwei jungen Männern. Dabei schlug ein 21-jähriger Mann von irakischer Staatsangehörigkeit einem 20-jährigen Deutschen ins Gesicht. Eine zeitnah eintreffende Streife wurde durch einen Zeugen auf den flüchtenden Tatverdächtigen aufmerksam gemacht, welcher sich über die Wiwili-Brücke in Richtung Stühlinger zu entfernen versuchte. Die Streife konnte den Tatverdächtigen fußläufig einholen und festnehmen.Zwei Freunde des Festgenommenen, darunter ein 24-jähriger irakischer Herkunft, sowie ein 20-jähriger Deutscher, versuchten daraufhin den Tatverdächtigen zu befreien, indem sie die Streifenbeamten von dem Festgenommenen herunterziehen wollten. Es kam dabei auch zu einem Fall des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Nach Eintreffen von Unterstützungskräften konnten schließlich alle drei Personen vorläufig festgenommen werden.Bei einer der drei festgenommenen Personen wurde außerdem eine kleinere Menge Marihuana aufgefunden. Alle Festgenommenen wurden nach Abschluss der Maßnahmen wieder entlassen.
Autofahrerin von zwei Männern bedroht
RheinfeldenAm Sonntag (26.3.2017), gegen 22.30 Uhr/22.45 Uhr, befuhr eine 31-jährige Frau die Gewerbestraße in Rheinfelden-Herten und musste abrupt abbremsen, als plötzlich ein Mann vor ihr Auto sprang. Im Glauben, diesen angefahren zu haben, stieg sie aus. Der Mann ging daraufhin auf die Frau zu, packte sie an den Armen und forderte in gebrochenem Deutsch „Geld!“ Die Frau beteuerte, kein Bargeld dabei zu haben und verwies auf ihre im Pkw liegende Geldbörse. Plötzlich trat eine zweite männliche Person an ihren Pkw heran, öffnete die Beifahrertür und durchsuchte die Geldbörse. Nachdem kein Bargeld gefunden wurde, legte der Unbekannte die Geldbörse wieder in den Pkw. Beide Personen entfernten sich dann in Richtung Bahnhofstraße. Beschreibung der 1. Person: Männlich, circa 180 cm groß, normale Statur, Hautfarbe unbekannt, sprach gebrochen Deutsch. Der Mann trug eine dunkle Hose sowie einen dunklen Pullover mit Kapuze und einer weißen, verschnörkelten Schrift auf der Brust. Die Kapuze war in das Gesicht gezogen, die Mundpartie war mit einem Schal oder ähnlichem bedeckt. Die zweite Person konnte nicht näher beschrieben werden – auf jeden Fall ebenfalls männlich.
(Polizeipräsidium  Freiburg)

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Baden-Württemberg
Polizeianwärter fallen reihenweise durch Deutsch-Test
In Baden-Württemberg fällt jeder dritte Polizei-Bewerber durch den Deutsch-Test. Die Deutsche Polizeigewerkschaft warnt dennoch davor, die Anforderungen wegen der schwachen Ergebnisse herunterzuschrauben. Die Polizei Baden-Württemberg wirbt gezielt um Bewerber ausländischer Herkunft.
(Juge Freiheit. Erklärt sich daraus die Qualität der Polizei? Von Frankreich nichts lernen? Sind Moslems mit einer verfassungswidrgen Ideologie nicht ein Sicherheitsproblem?)

Demo für bessere Luft in Stuttgart
Verkehrschaos erwartet
Das Auto ist schuld – dieses Signal wollen Umweltverbände und Bürgerinitiativen bei einem Aktionstag in Stuttgart setzen. Zwei wichtige Verkehrsachsen sollen dabei lahmgelegt werden.
(swr.de.Linksgrüne Nötigung ist legal? Wer bezahlt den „Demonstranten“ den Lebensunterhalt?)

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Mordanklage
Hussein K. soll Studentin Maria L. vergewaltigt und ermordet haben
Hussein K. steht unter Verdacht, die 19-jährige Studentin Maria L. in Freiburg im Oktober 2016 vergewaltigt und getötet zu haben. Der junge „Flüchtling“, der mutmaßlich aus Afghanistan stammt, sitzt derzeit in Haft. Nun hat die Staatsanwaltschaft Freiburg gegen ihn Anklage wegen Mordes erhoben. Wie die Behörde mitteilte, wird Hussein K., der nach eigenen Angaben 17 Jahre alt ist, ein Verbrechen des Mordes in Tateinheit mit Verbrechen der besonders schweren Vergewaltigung zur Last gelegt.Der Beschuldigte soll in der Nacht zum 16.10.2016 in Freiburg die Studentin angegriffen, sie gewürgt und vergewaltigt haben.
Anschließend soll er sein bewusstloses Opfer im Wasser der Dreisam abgelegt haben, wo sie letztlich durch Ertrinken gestorben sei. Die Anklage geht davon aus, dass Hussein K. sein Opfer heimtückisch und zur Befriedigung des Geschlechtstriebs getötet hat. Damit erfülle er zwei Mordmerkmale. Die Staatsanwaltschaft geht nach wie vor davon aus, dass Hussein K. entgegen seinen Angaben zur Tatzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits erwachsen war. Dies legten die Ergebnisse der eingeholten medizinischen Gutachten nahe.Wie die Behörde weiter erläuterte, wird das Jugendgericht als zuständig angesehen, wenn zum Zeitpunkt der Anklage noch Zweifel bestehen, ob der Beschuldigte zur Tatzeit bereits 21 Jahre alt war…Sollte das Jugendgericht die Anklage der Staatsanwaltschaft vor der Jugendkammer zulassen und das Hauptverfahren eröffnen, so habe die Jugendkammer selbst – je nach Ergebnis der Beweisaufnahme – die Möglichkeit Jugendrecht oder Erwachsenenstrafrecht anzuwenden…
(focus.de. Was soll dieses Getue um das Alter, um die Herkunft?  Was ist mit dem Sexualmord bei Endingen? Niemand fragt, niemand sagt etwas? Ist die Polizei überfordert?)
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Überlegungen eines fassungslosen Bürgers
Deutschlands Migrationspolitik 2015/2016
Wie stellen wir im 21. Jahrhundert sicher, dass wir Fehlentscheidungen rechtzeitig erkennen, verhindern und einen anderen Weg einschlagen? Diese Frage richtet sich ich an alle Bürger sowie jeden politisch Verantwortlichen. Ich hoffe, es ist noch nicht zu spät.Die im Zusammenhang mit dem erheblichen Migrationsdruck der jüngeren Vergangenheit stehende Politik der Bundesregierung ist – zumindest für den von öffentlich zugänglichen Informationen abhängigen Bürger – gekennzeichnet von einem erschreckenden Mangel an Strategie, von chronischer Reaktion anstelle von Aktion sowie einem Defizit an Erklärung und politischer Entscheidungen....Wie meinen wir, wirkt unser aktuelles staatliches Handeln hinsichtlich Grenzregime, Asylverfahren, Abschiebung oder Kriminalitätsbekämpfung nach außen, insbesondere auf Migranten, die bereits hier sind oder erwägen, sich auf den Weg zu machen? Haben sie das Bild eines starken, handlungsfähigen Deutschland vor ihren Augen, oder empfinden uns diese Menschen womöglich als Nation mit einer eher schwachen Staatsmacht? Wie reagieren wir, wenn weiterhin öffentliche Räume durch „alte“ und „neue“ Migranten regelrecht besetzt werden und die Staatsmacht nur punktuell die öffentliche Ordnung wiederherstellen kann? Welche Antwort haben wir auf möglicherweise bewaffnete Auseinandersetzungen unter Migrantengruppen oder sogar unter Beteiligung von Deutschen, die ihre Sicherheit durch die Exekutive und Judikative nicht mehr gewährt sehen? Denken wir daran, dass möglicherweise zunehmender Terror und steigende Kriminalität Unternehmen und „Köpfe“ abhalten können, sich in Deutschland (auch finanziell) zu engagieren? Gibt es bereits Zahlen, dass der Tourismusstandort Deutschland aufgrund der Politik der vergangenen Monate und die daraus resultierenden Konsequenzen Schaden nimmt? Von diesen (wenigen) genannten strategischen Fragen abgesehen, sind auch Sorgen auf deutlich niedrigerer, praktischerer Ebene denkbar. Warum hat quasi jeder Bürger der Welt, der aktuell nach Deutschland kommt und einen Antrag bei den entsprechenden Behörden auf Aufenthalt und Versorgung stellt, das Recht gegen den entsprechenden Bescheid der Exekutive zu klagen? Handelt es sich um ein Menschen- und nicht Bürgerrecht, dass exekutive Entscheidungen durch eine juristische Entscheidung kassiert, unsere Gerichte gelähmt werden und nach heutigem Bemessen unabsehbare Kosten für den Steuerzahler entstehen? Glaubt der Bundesinnenminister die Zahl, wenn er von Registrierten spricht, oder nimmt er zumindest intern an, dass sich Migranten hier aufhalten könnten, die mangels effektiver Grenzkontrollen und aus welchen Gründen auch immer ohne Erfassung hier leben wollen und auch leben? Wie soll ein Beamter rein praktisch verfahren, wenn ein Antragsteller sagt, er könne aufgrund seiner Homosexualität nicht in seine nordafrikanische Heimat abgeschoben werden? Gibt es diesbezüglich seitens des BAMF etablierte Testverfahren, oder wird in einem solchen Fall schlichtweg Glauben geschenkt, was sich als wirksame Strategie unter den Antragstellern herumsprechen könnte? An dieser Stelle komme ich zurück auf meine Gedanken zu Deutschlands Schicksal mit Büro- und Technokraten. In mir herrscht die Furcht, dass wir uns erneut in einer Situation befinden, in der eine Klientel dieses Charakters meint, das Richtige zu tun, jedoch die heutige Lage und mögliche künftige Entwicklung mit furchtbaren und gegebenenfalls unwiderruflichen Konsequenzen vollkommen falsch einschätzt. Deutschland und die Deutschen haben intensive Erfahrung mit politischen Entscheidungen, deren fatale Konsequenzen viel zu spät erkannt wurden. Wie stellen wir im 21. Jahrhundert sicher, dass wir derartige Fehlentscheidungen rechtzeitig erkennen, verhindern und einen anderen Weg einschlagen? Diese Frage richte ich an alle Bürger sowie jeden aktuell und in Zukunft politisch Verantwortlichen. Ich hoffe, es ist noch nicht zu spät. – Der Name des Autors ist der Redaktion bekannt.
(Tichys Einblick. Dann gucke man sich mal Politik, Polizei und Justiz an: Sind da nicht wieder die gleichen Büttel am Werk wie stets, welche in Kadavergehorsam Befehle befolgen, egal welche? Wie weit ist es noch bis zum Schaffott?)

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!!!!!!!!!Wegen des Flüchtlingsdeals
Kanzlerin Merkel stellt sich schützend vor Erdogan und die Türkei!!!!!!!!
(focus.de. Sie hat schon gewählt? Wer stellt sich vor das Grundgesetz? Es reicht!)merkelgülegüle

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„Flüchtlinge“ kosten Hamburg über halbe Milliarde Euro
Die Stadt Hamburg hat im vergangenen Jahr über 600 Millionen Euro für die Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen ausgegeben. Allein die Kosten für die Sicherheitsdienste zur Bewachung der Erstaufnahmereinrichtungen betrugen mehr als 56,5 Millionen Euro.
(Junge Freiheit. Immer noch „Flüchtlinge“? Wo bleibt die Korrektheit? Kauder hat gesagt, das kostet nix, Maas und Köckner u.a. haben das bestätigt.)

Untersuchungsausschuß
NRW-Innenminister Jäger verteidigt Nichtinhaftierung Amris
Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) hat verteidigt, daß der islamistische Terrorist Anis Amri nicht in Abschiebehaft genommen wurde. Die rechtlichen Hürden dafür seien „unheimlich“ hoch gewesen. Es habe Hinweise, aber keine gerichtsverwertbaren Tatsachen gegeben. Das LKA regte bereits im März 2016 Amris Abschiebung an.
(Junge Freiheit.Ist ja nichts passiert?)

„Islamgesetz“
Spahn fordert Deutschprüfung für Imame
CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn hat gesetzliche Regeln für islamische Gemeinden in Deutschland gefordert. „Es muß transparent sein, was gepredigt und unterrichtet wird. Das ist Aufgabe der Gemeinden.“
(Junge Freiheit. Wie blöd ist das denn? Was haben die hier zu suchen? Das Grundgesetz kennt er nicht? Wer schenkt ihm einen und den Koran dazu?)

De Maizière vermutet einen Plan hinter dem türkischen Dossier
„Spionage ist kein Kavaliersdelikt“: Nach dem Vorwurf gegen die Türkei, in Deutschland lebende Gülen-Anhänger observiert zu haben, fordern CDU-Politiker strafrechtliche Konsequenzen. Bis hin zur Ausweisung.
(welt.de.Ist er nicht Minister für Planlosigkeit und Miseren?)

Koalition will Wohnungseinbrüche schärfer bestrafen
(welt.de. Warum nicht vermeiden?)

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NACHLESE
Bundestagswahl
Zehn Gründe, warum Angela Merkel Kanzlerin bleibt
Unter dem Titel „Zehn Gründe für Angela Merkels Scheitern“ prophezeite der Politikberater Stephan-Götz Richter an dieser Stelle das Ende ihrer Kanzlerschaft. Eine Gegenrede.
(welt.de. Welt, FAZ, Spiegel, Stern, ARD, ZDF, Springer, Bertelsmann, CDUCSUSPDGRÜNELINKEFDP, gleichgeschaltete Medien. Es gibt nur einen dagegen: Merkel-Kauder.)
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Auswertung von 204 Shows
SPD-Mann Bülow unterstellt den Politik-Shows von ARD und ZDF „krasses Missverhältnis“
(focus.de. Was fällt einem Linken dabei auf? Genau! Zu wenig Talk gegen Rechts. Brüder zur Sonne! Denn die regieren das Land.)

Regensburg:
Syrer sticht Deutschem Messer in den Rücken – AZ verschweigt Identität
Am Mittwoch rammte in der Regensburger Innenstadt ein 23-jähriger syrischer “Flüchtling” zur Mittagszeit einem 28-jährigen Deutschen unvermittelt ein etwa zehn Zentimeter langes Messer in den Rücken. Das Opfer brach schwerverletzt zusammen. Der Syrer ließ sein Messer fallen und rannte davon. Während sich ein Teil der Passanten um das am Boden liegende Opfer kümmerte, liefen dem Syrer andere mutige Bürger hinterher und konnten ihn stellen. Das Motiv ist derzeit völlig unklar, offensichtlich haben sich die beiden nicht gekannt. Während die meisten Medien die Identität des Täters korrekt nennen, verschweigt sie die Münchner Abendzeitung.
(pi-news.net. Weiß es nicht jeder, warum noch erwähnen? Fakten können doch nur Vorurteile schüren.)

Dresden:
Campino befiehl – wir folgen dir!
Während am Montag Pegida wie immer friedlich in Dresden für Recht und Freiheit in unserem Land demonstrierte, gab es daneben auch die Abgehängten, die ihr Studium nicht schaffen, keinen Job durchhalten oder ihr Abi erst nach zwei mal Sitzenbleiben schaffen und diesen nicht ehrenrührigen Misserfolg dann allerdings nicht sublimieren können. Solche waren es, die am Montag hinter… dem Sänger der Toten Hosen, Campino, hertrotteten, um sich für das in Stimmung zu bringen, was sie allein auf die Reihe kriegen: Randale, und Gewalt gegen andere Menschen. Die nennen sie bei solchen Gelegenheiten “Nazis”, wenn sie Lust auf Gewalt haben, um eine Legitimation für ihre Hassausbrüche und ihre Prügelattacken zu haben, ähnlich wie die Nazis es mit den Juden hielten. Im Gegensatz zu früher müssen die Anhänger von Pegida aber noch keine gelben Aufnäher mit einem schwarzen „P“ tragen und das führte zu einem Missverständnis. Denn während die Botschaft klar war (Campino: “Es gehört sich eigentlich, denen auf die Fresse zu hauen”), so fehlte schon wieder eine eindeutige Kennzeichnung derer, an denen man gerade gut in Stimmung seinen Frust ablassen wollte. Es kam zu einem Missverständnis am Ende der Veranstaltung von NoPegida (NoPe), denn ein Falscher wurde verprügelt:“Doch dann formierte sich aus der sich auflösenden Versammlung eine Gruppe schwarz gekleideter Linksautonomer. Mit einem Banner zogen sie in einer Spontandemo über die Alaunstraße bis zur Louisenstraße. Unterwegs vermummten sie sich, zündeten Bengalos und attackierten den KiezKlub. Traten eine Scheibe ein. Zwei Passanten, darunter ein Jogger, welcher zufällig vorbei kam, wurden krankenhausreif geschlagen. Nach TAG24-Informationen lief der Jogger in der Vergangenheit schon selbst bei den NOPE-Veranstaltungen mit. Die Linksradikalen hatten somit also einen Sympathisanten verprügelt….“
(pi-news.net. Der Herr wird die Seinen schon erkennen, hat mal ein Papst gesagt, als in Beziers die Einwohner von Kreuzrittern ausgelöscht wurden.)

Auszüge aus dem Vorwort
Wider eine Bildungspolitik, die keine Probleme löst, sondern Probleme schafft
Von Josef Kraus
Kindern unter der Käseglocke raubt man die Zukunft. Statt ihnen ein bisschen etwas zuzumuten, weil man ihnen ja eigentlich mehr zutrauen kann, werden unsere Kinder von einem Teil der Eltern, von den „Helikoptereltern“ rundum „gepampert“.
Dieses Buch (Josef Kraus – „Wie man eine Bildungsnation an die Wand führt – Und was Eltern jetzt wissen müssen.“ München, Verlag Herbig. März 2017, 270 Seiten, Euro 22.–) ist keine Gebrauchsanleitung für die Zerstörung eines ehemals weltweit angesehenen Bildungswesens, sondern eine – bisweilen grimmige – Untersuchung der Trümmer und Ruinen, die deutsche Bildungspolitik und deutsche Bildungswissenschaften hinterlassen haben: Trümmer und Ruinen, die man mittels „Reformen“ hinterlassen hat …Dabei spielen vier mentale und intellektuelle Verirrungen eine Rolle. Erstens spielt die Selbstvergessenheit der Deutschen eine Rolle, also die in allen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Belangen spürbare, typisch deutsche Selbstverleugnung…Ein zweiter Grund für die Abrisslaune ist: Deutsche sind gerne Gesinnungsethiker. Gleichheit, Gerechtigkeit, Kuscheligkeit – so lauten die pädagogischen Glaubens- und Gesinnungsbekenntnisse… Drittens: Eigentlich entspringt solche Gesinnung einem egalitären, sozialistischen Denken. Nun aber kommt etwas Paradoxes ins Spiel: Dieselben Leute, die ständig Lippenbekenntnisse von wegen Gleichheit, Gerechtigkeit, Kindgemäßheit absondern, betreiben unter Einflüsterung der Wirtschaft und der OECD eine Ökonomisierung von Bildung…Ein vierter Kardinalfehler „progressiver“ Pädagogik ist schließlich deren Infantilisierung durch Psychologisierung. Für die Psychologie und ihr Image ist dies nicht gut, denn vieles von dem, was an Psychologischem in die Pädagogik hereingenommen wird, ist triviale Alltagspsychologie und damit Banalisierung von Psychologie. Alle Pädagogik soll offenbar vom zerbrechlichen Kind, dessen permanenter Traumatisierbarkeit, dessen Gegenwartsperspektive und dessen unmittelbaren Bedürfnisse her gedacht werden. Dem Kind, dem Schüler soll bloß nichts zugemutet werden, es könnte ja frustriert, demotiviert, ja traumatisiert werden…
(Tichys Einblick. Eine unendliche Bildungskatastrophe, weil ständig Leute verantwortlch damit beschäftigt werden, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben.)kinderschuleanregend

Hier hinein gehören Landtage!

Vorsitzender von Verteidigungsausschuss
SPD-Politiker: Geheimnisverrat zu Luftangriff in Syrien gefährdet Leben unserer Soldaten
Die Bundeswehr ist offenbar in einen verheerenden Luftschlag in Syrien involviert. Viele Zivilisten sollen bei der Bombardierung einer Schule gestorben sein. Deutsche Tornado-Jets spähten das Ziel vor dem Angriff aus. FOCUS Online sprach mit dem Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses, wie die Information nach außen dringen konnte – und welche Konsequenzen das haben muss.
(focus.de.Leyen statt Trump Wo bleibt das große Geschrei? CDUCSUSPD bomben den IS. Wer  verteidigt Deutsche in Deutschland? Guido Wolf? Vizeweltbürgermeister? Wann tritt die Laienfeldherrin zurück?)

AfD kritisiert
Sachsen-Anhalt: Stadt stellt Asylbewerber in Kitas ein
Die Stadt Zeitz in Sachsen-Anhalt plant den Einsatz von Asylbewerbern in Kindertagesstätten. Die Beschäftigung sei Teil von Integrationsmaßnahmen für 20 Asylsuchende, die ab dem ersten April starten soll.
(Junge Freiheit. Geht’s noch? Wer von denen ist politisch verfolgt? Lug und Trug im Land.)

Die Mutter findet nicht mal mehr eine Wohnung
Hartz-IV-Empfängerin klagt an: „Ich bin es leid, mich schikanieren zu lassen“
Seit sie Mutter ist, findet Sabrina Stein keine Arbeit mehr. Jetzt wird sogar die Wohnungssuche zu einem existenziellen Problem – weil der Staat ihr immer neue Steine in den Weg legt.
(focus.de.Ist alleinstehende Mutter ein Beruf? Nein, sie ist Hartz IV und der „neue Lebensgefährte“ Minijobber. Können die nichts, außer jammern?  Ist das ausreichend, um eine Familie zu gründen und zu ernähren oder muss auf Kosten anderer gelebt werden? Vielleicht sind die es auch mal leid?)

Bevölkerung verunsichert
Brennpunkt Hanau: Stadt ruft nach Massenschlägereien um Hilfe
In Hanau flammt wiederholt Gewalt auf. Junge Männer schlagen sich und prügeln einen Passanten krankenhausreif. Der Hanauer Sozialdezernent fordert Unterstützung vom Land im Umgang mit der krawalligen Klientel.
(focus.de. Wer regiert dieses Land? Wer hat die gewählt, die es abschaffen.)

Alles Faschisten?

Hitler en vogue oder die Nazikeule

Von Joseph Hueber

Darf’s ein bisschen mehr sein? Diese Frage kennt man vom Einkauf beim Slowfoodmetzger. Als freundlicher Kunde, der weiß, wie schwierig es ist, von Fleisch- und Wurst-Großportionen grammgenau abzuschneiden, wird man keine abschlägige Antwort geben. Dass da gelegentlich kalkulierte Gewinnsteigerung dahinter steht, lässt man sich gefallen. Kann man’s nachweisen oder verübeln?

Gleiche Großzügigkeit sollte man freilich nicht walten lassen, wenn es um den Verkauf von politischen Mainstream-Begriffen an der medialen Öffentlichkeitstheke geht. Da wird einem nämlich gleich ungefragt die maximale Portion an politisch korrekten Denkbausteinen gereicht. Das Verkaufsprinzip lautet: „Gib dem aufzuklärenden Bürger, was auf dem Teller gängiger Ideologien Platz hat.“

Cui bono?

Es geht beim Verkauf politischer Kampfbegriffe primär darum, Andersdenkende zu verunglimpfen und nachhaltig jedem, der sich mit diesen andersdenkenden Querköpfen einlassen will, den Appetit auf eine vorurteilsfreie intellektuelle Auseinandersetzung zu nehmen. Was hier an der Begriffs-Theke liegt, kennt man wie die Wurst im Laden: Populist, Extremist, Fundamentalist, rechts(extrem), reaktionär, rassistisch, et cetera. Absurdes findet sich auch im Angebot. Es ist der durch allzu häufigen Gebrauch gleichzeitig kleingedampfte als auch aufgeblasene Begriff Holocaust .

Das gegenwärtig am weitesten verbreitete sprachliche Sonderangebot an der intellektuellen Polit-Theke ist jedoch der Denk- bzw. Diffamierungs-Baustein im Doppelpack : Faschist und Nazi.

Der bekannte Russlandexperte Leonid Luks, ehem. Inhaber des Lehrstuhls für Mittel- und Osteuropäische Geschichte an der KU Eichstätt-Ingolstadt, zeigt in seiner Kolumne Was ist Faschismus? Historische Betrachtungen über den inflationären Gebrauch eines Begriffs , dass die Bezeichnung Faschist schon in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts in der Kommunistischen Internationale verwendet wurde, um Gegner zu disqualifizieren und deren „ angebliche Verwerflichkeit“ zu beweisen. So sah man die Sozialdemokratie als einen „ Flügel des Faschismus“, eine Formulierung, die auch Stalin in seiner „Zwillingsbrüder-Theorie“ übernahm.

Erstaunlicherweise war es ein KPD Funktionär, der vor der Gefahr warnte, mit dieser Bezeichnung einen „ Popanz“ aufzubauen. Und von einem Führer der KPI war noch konkreter zu hören: „Es ist gebräuchlich geworden, sich des Ausdrucks Faschismus ganz allgemein zu bedienen … Agitatorisch mag das von Nutzen sein, die politische Klarheit und das genaue Verständnis der tatsächlichen Vorgänge leiden darunter ganz zweifellos.“

Der Aufstieg der NSDAP in den späten 20er und frühen 30er Jahren führte , so Luks, zu einem „ Höhepunkt“ im „inflationären Gebrauch“ des Begriffes Faschismus. Er wurde fast uneingeschränkt auf alle Gegner der KPD ausgedehnt. Diese politische Denke bezeichnet Luks als „Fiktionalismus“, als das „Leugnen der offensichtlichsten Tatsachen … und das Entwerfen einer Pseudowirklichkeit (heute würde man sagen – einer „postfaktischen Wirklichkeit“), die sich für die eigentliche Realität ausgibt.“ 1945, Ende des Nationalsozialismus in Deutschland und Faschismus in Italien, bedeutete laut Luks jedoch kein Ende des inflationären Gebrauches des Begriffs Faschismus, „weder im Osten noch im Westen.“

Die historischen Fakten könnten nicht aktueller sein

Der bekannte Soziologe Furedi, emeritierter Soziologe an der Universität Kent, England, sieht in der schnellzüngigen Verwendung von Holocaust und Hitler , quer durch alle Medien, ein Defizit politischer Vorstellungskraft. Hitler und Holocaust würden heute in Vergleichen bemüht, um die Vertreter abweichender Meinungen öffentlich zu disqualifizieren.

Heute, so argumentiere man immer wieder, finde eine Neuauflage der 30er Jahre statt. Immer mehr Personen des öffentlichen Lebens, so Furedi, instrumentalisierten gegenwärtig solche Vergleiche, um politisch zu punkten. Er kommt zu dem entlarvenden Schluss: „Die Gegenwart mit der Zeit des Holocaust zu vergleichen,

das ist die Beschwörungsformel jedes drittklassigen Sophisten, dem die Argumente fehlen.“ („Comparing contemporary events with the period of the Holocaust has become the incantation of every third-rate sophist in search of an argument.“).

Der Kirchenchor singt mit

Beispiele für den von Luks diagnostizierten „ Fiktionalismus“ sowie den von Furedi konstatierten Mangel an diskutablen Argumenten, gepaart mit flott und unbeschwert präsentierten Vergleichen mit brauner Vergangenheit, gibt es auch in den christlichen Kirchen.

Ihren Repräsentanten kann man, beobachtet man deren Stellungnahmen zu Fragen der Zuwanderung oder der Parteienlandschaft in der Bundesrepublik, leider nur noch bedingt eine kritisch reflektierende Distanz unterstellen. Denkkategorien wie rechts, nationalistisch oder Populismus gehören längst zum flächendeckenden Repertoire kirchlichen Denkens und Urteilens.

Ein aktuelles Interview mit dem scheidenden Vorsitzenden des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Albert Schmid, ist ein deutliches Dokument eines in den angesprochenen Schablonen verhafteten politisch korrekten Denkens. Schmid ist kein Einzeltäter. Er kann sich einig wissen mit Exzellenzen und Eminenzen, von denen Ähnliches gelegentlich zu vernehmen ist.

In seiner Abschiedsrede orakelt Schmid vom Ausgeliefertsein von Teilen der Kirche an „rechte Schalmeientöne“. Hier sei ein Mangel an „ Urteilsfähigkeit“ zu erkennen. Passgenau eingefügt in das gegenwärtig nicht-hinterfragbare Ressentiment gegenüber der in seinen Augen abzulehnenden Alternativ-Partei mit angeblicher Braunfärbung tönt er: „Ich verkenne nicht, dass die AfD auch auf katholischem Terrain ihr Unwesen treibt“. Genauso, laut Schmid, habe Adolf Hitler in den 1930er Jahren (…) gesprochen, und die Kirche habe darauf anfänglich mit Naivität reagiert.

Quod erat demonstrandum.
Luks:
https://diekolumnisten.de/2017/03/24/was-ist-faschismus-historische-betrachtungen-ueber-den-inflationaeren-gebrauch-eines-begriffs/
Furedi : Comparing contemporary events with the period of the Holocaust has become the incantation of every third-rate sophist in search of an argument. http://www.spiked-online.com/newsite/article/just-like-hitler-the-diminishing-of-the-holocaust/19468#.WNjLvdLyj4Y
(vera-lengsfeld.de)