Da blüht nix

Marketing in Lahr ist Einfalt im Quadrat

Davon träumen Lahrer?

(gh) – Stadt und wer auch noch klopfen inzwschen Sprüche, da blüht  dem, wer au sowas hereinfällt, wirklich was. Eine jahrlange Drohung wird war, muss auch eine Erfindung von Marketändern sein, die im Deutschen nicht gerade firm sind. Dass Schlimmes noch verschlimmbessert werden kann, haben Stadt und Werbegemeinschaft nun mit ihrer neuesten Besucherabwehr gezeigt: „Außen Lahr.Innen Stadt“. Oder: Fremder kommst Du nach Lahr, bleib bloß draußen. Denn innen ist’s Stadt, und sa sieht’s furchtbar aus wie überall. Filialisten und Orient.

Nun fährt ein SWEG-Bus als Spruchbeutel durch die Gegend. Soll der Lahrer nach Lahr locken? Glauben die Lahrer wirklich, ein Landesgartenschaubesucher tut sich auch noch eine Innenstadt an? Das, was Lahr wirklich vorzeigen kann, ist der Stadtpark. Ausgerechnet der aber wird Besuchern vorenthalten. Was sollen die mit diesem Krampf aus Beton und Baumschule, welche gerade aufgebaut wird, alle zwei Wchen fällt densogenannten Machern der Stadt, denn wo GmbH draufsteht, ist 100 Prozent Lahr drin.Das ist wie mit dem in Lahr bejubelten 100 Prozent Kanzlerkandidat, welcher sich  als 20 Prozent Schulz entpuppt hat.

Solange sich „Presse“ in Lahr noch von einem bunten Bus entrücken une entführen lässt in Scheinwelten, können Leser gewiss sein: Presse werden sie so schnell nicht mehr in ihrer Stadt erleben. Zum Spruchbeutel auf Rädern der Spruchbeutler: „Die Anbindung der Innenstadt an das Landesgartenschaugelände ist ein wichtiger Baustein für alle Beteiligten.“ bemüht sich redlich amtend der OB. Da darf eine nicht den Bus verpassen und legtnoch ein Steinchen dazu: „‚Auch wenn viele Gäste auf dem Gelände verweilen werden, ist der Busshuttle ein toller, kostenloser Zusatz-Service für die Besucher der Landesgartenschau‘, urteilt Ulrike Karl, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Lahr GmbH“. Im Namen des Lahrer Volkes? Kostenlos ist’s nur LGS-Besucher, de Eintritt gezahlt haben. Der Normalbürger bezahlt den üblichen „TGO-Tarif“.

Übrigens: Untersuchungen haben gezeigt, dass mit Sprüchen keine Einkaufslust hervorgerufen wird. Nicht die Online-Konkurrenz ist schuld, wenn Nachfrage ausbleibt, sondern schlechter Service. Aufkleber, Flugblätter und dumme Sprüche ersetzen diesen nicht. Das fängt bei einer Stadt an, welche auf Bürgerferne setzt und sich keinen Deut darum kümmert, was eigentlich .die Bürger von ihrer Stadt wünschen.  Auf keinen Fall Amtskultur, Gängelung und Belehrung. Denn, falls es niemand mehr weiß, der Bürger ist der Souverän. Auf Landes- und Bundesebene ist dies vergessen worden, in Gemeinderäten und Rathäusern ist solches Wissen auch verschüttet worden. In Lahr blüht nix. Marketing ist Einfalt im Quadrat. Mit Käsblättern kommt die Stadt nicht weit.

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