„Sie verraten die Rechte der Frauen“

Bundestag: Martin Reichardt (AfD) verursacht Schnappatmung bei Altparteien

Auch einige Tage nach der ersten Sitzungswoche des Bundestags 2018 lohnt es, sich noch einmal die eine oder andere besonders spektakuläre Rede eines AfD-Vertreters anzuschauen. Eine solche war die des Bundestagsabgeordneten Martin Reichardt aus Sachsen-Anhalt, der die AfD im Frauenausschuss vertreten wird und dort sicherlich ein dickes Fell haben muss. Der 48-Jährige sprach zu der von seiner Fraktion beantragten Aktuellen Stunde „Freiheit und Gleichheit von Frauen stärken – Grundgesetz statt Parallelgesellschaft“ und verursachte als begnadeter Redner reihenweise Schnappatmungen bei den Altparteien-Vertreter. Dabei tat sich, genau wie bei Nicole Höchst zuvor (PI-NEWS berichtete), einmal mehr Schreihälsin Ulli Nissen von der SPD hervor (im Video bei 4:26 min), die mit ihrem unflätigen Verhalten mittlerweile schon von ihren eigenen Genossen skeptisch beäugt wird.

Wir dokumentieren die Rede von Reichardt hier zusätzlich als Text im Wortlaut:

Deutscher Bundestag
19. Wahlperiode
7. Sitzung
Berlin, Donnerstag, den 18. Januar 2018

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich freue mich, dass ich gerade in dieser Frage heute als Mann hier sprechen darf.
Denn offensichtlich haben alle anderen Fraktionen sich einem strukturellen Sexismus hingegeben und gerade in dieser wichtigen Frage nur Frauen sprechen lassen. Auch wir Männer haben das Recht, in einer entsprechenden Frage zu reden. Daran sollten Sie sich einfach mal ein Beispiel nehmen. Denn Gleichberechtigung ist keine Einbahnstraße.

Ja, schreien Sie ruhig. Man muss einmal die stalinistische Sonnenbrille abnehmen. Dann sieht man klarer in der Welt.

Ich beginne jetzt einfach.

Wir können festhalten, dass Frau Höchst in ihrer kenntnisreichen Rede auf seit Jahren bestehende Probleme mit islamisch motivierter Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht hat, und die Stimmung hier zeigt, dass wir den Finger in die Wunde gelegt haben, meine Damen und Herren.

Fast täglich erreichen uns Meldungen, dass auf den Straßen vergewaltigt, belästigt und sogar gemordet wird. Ja, und in dieser Zeit der Krise basteln linke Chefideologen auch hier im Parlament daran, geschlechterneutrale Schreibweisen durchzusetzen und einzubringen, Frauenquoten zu beschließen und weiterhin munter irgendwelche Gleichstellungsbeauftragten in ihre Ämter zu hieven.

Ich sage Ihnen: Ihre linken Scheindebatten sind an der Politik und an der Lebenswirklichkeit in Deutschland lange schon vorbeigegangen, meine Damen und Herren. Nehmen Sie einfach zur Kenntnis, dass geschlechterneutrale Schreibweise und Frauenquoten die islamisch motivierte Gewalt gegen Frauen in Deutschland weder behindert noch aufhält.

Ja, ja, einfach mal die Brille abnehmen! Einfach ruhig bleiben, meine Damen und Herren.

Die Kampfplätze, an denen heute die Frauenrechte bedroht, vergewaltigt und oft auch physisch zerstört werden, sind unsere Schulen, Parks und Fußgängerzonen. Genau dort findet das nämlich statt. Gegen diese Bedrohung tun Sie als Pseudofeministen und Gleichstellungsideologen überhaupt nichts.

Im Gegenteil, Sie relativieren hier auch und verharmlosen die ganze Zeit in Ihren Reden. Sie verharmlosen die Gewalttaten und die Vergewaltigungen, jawohl, und Sie beschämen damit die Opfer. Das muss hier einmal festgestellt werden.

Und Sie tun dies mit einem Ziel: Sie tun dies mit dem Ziel, die Gründe für die Rückkehr primitiver Frauenverachtung in unserer Gesellschaft nicht nennen zu müssen.

Diese Gründe liegen einfach darin, dass wir eine Masseneinwanderung aus Regionen haben, in denen Toleranz gegenüber Frauen mit Füßen getreten wird. Ihre falsche Toleranz befördert dieses noch.

Sie, meine Damen und Herren, das sage ich Ihnen in aller Deutlichkeit, machen sich mitschuldig an den Verbrechen und an der Zerstörung der Frauenrechte in Deutschland. Aber wir als AfD-Fraktion werden es Ihnen nicht erlauben, sich aus dieser Schuld in Zukunft herauszureden. Wir werden das immer und immer wieder thematisieren.

Nein, da sind Sie eben nicht. Kehren Sie auf den Boden des Grundgesetzes zurück! Lassen Sie das deutsche Grundgesetz nicht in Parallelgesellschaften untergehen! Denn dafür ist es zu schade.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Ja, und diese Würde gilt auch für Frauen. Wir dürfen es nicht zulassen, dass diese Würde des Menschen in Köln geschändet, vergewaltigt und in Kandel niedergestochen wird, und das werden wir auch nicht.

Wir dürfen es auch nicht zulassen, dass die Gleichberechtigung der Frau in Deutschland, die auch im Grundgesetz steht, unter Burkas und Kopftüchern verschwindet.

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Vor diesem Hintergrund fordern wir hier ganz klar, dass Ehrenmorde und islamistische Hassverbrechen in Deutschland mit voller Härte des Gesetzes bestraft werden und die entsprechenden Bestrafungen nicht mit irgendwelchen Mitteln heruntergerechnet werden.

Bedenken Sie auch die Rechte der muslimischen Frauen. Diese Rechte gelten fort. Sie gelten gerade deshalb, weil sich diese Frauen aufgrund frauenfeindlicher Sozialisation im eigenen Elternhaus ihrer Rechte oft gar nicht bewusst sind.

Ich komme zum Schluss.

Ich sage Ihnen: Sie alle hier verraten die Rechte der Frauen, genauso wie einstmals die Sozialdemokratie mit der Agenda 2010 die Rechte der Arbeiter und kleinen Leute in Deutschland verraten hat.

Wir aber, die AfD, werden für die Rechte der Frauen weiter kämpfen. Wir werden Ihre falsche Toleranz als das benennen, was sie ist.

Vielen Dank.
(pi-news.net)

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