Bilder einer Ausstellung

Andreas „zoolo“ Ernst in Kenzingen: Graffiti  geht auch kleinteilig

(gh) – Nichts einfacher als das: Kunst oder das,was dafür ausgegben wird, zu verstehen. Er, sie, es gefällt oder gefällt nicht.  Graffiti in einem Saal auszustellen, das ist schon ein kühnes Unterfangen, denn meist stößt diese Umweltverbuntung Grenzen auf, hin und wieder auch zum strafrechtlich  Relevanten. Ob legal, illegal oder einfach scheißegal, wenn  die Dose den Sprayer lockt, muss er drücken und alle Welt staunt oder ärgert sich über das, was hinten rauskommt.  Der Freiburger Lehrer Andreas „zoolo“ Ernst, zoolo ist sein zumindest in Graffitikünstler-Kreisen  bekanntes  Markenzeichen, zeigt im Evangelischen Gemeindehaus in Kenzingen  Aufnahmen seiner Arbeiten.Gleichzeitig demonstriert er, dass  Graffiti auch kleinteilig geht, dass diese Technik  sogar geeignet ist, sich davon was in die gute Stube zu hängen.

Dabei ist Ernst damit ganz schön rumgekommen  in der Welt, hat überall Farbe bekannt in einem Stil, an dem er wie jeder kreative Mensch dauernd  arbeitet. Es ist eine manchmal leicht verwehende Freilichtkunst, an der das Wetter . kratzt wie die Abrissbirne.

Bunkerruinen am Atlantik.

Andreas Ernst ist kein Stefan Strumbel, den Offenburg zu seinem Kulturgeist erkoren hat, nachdem er das Glück hatte, zum Kult erklärt zu werden und sich nun mehr oder minder passend in vielerlei Bereichen austobt. Manchmal muss nur der richtige Schneider  vorbeikommen.

Ernst bleibt sich treu, die Geometrie mit ihrem stregenen Formenreichtum aufbrechend kennzeichnet seine Graffiti. Eins hat er dem Gemeindehaus an der Frontseite verpasst. Es steht ihm buntrund.

Die Ausstellung des Arbeitskreises Kunst und Kirche im Evangelischen Gemeindehaus in Kenzingen ist eine jährliche Institution und deshalb mit großer Resonanz im entsprechenden Rahmen am Sonntag eröffnet worden. Sie ist noch bis 6.Mai zu sehen, sonntags von 14 bis 17 Uhr, ebenfalls am Dienstag, 1. Mai, oder per Anmeldung im Pfarramt 07644 277.

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