,,Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär‘…

…dann wär‘ die Merkel auch nicht mehr – deutsche Bundeskanzlerin

Von Petra Janine Sulima Dröscher – Autorin | Literatin (Schriftstellerin)

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Schmierentheater Deutschland!

Eine unfähige Regierung und ein unterwürfiges, träges Volk, die diese schlimme Entwicklung zulassen.“

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,,Wenn die Sonne der Macht tief steht, werfen sogar Zwerge lange Schatten.“

Und so wimmelt es hierzulande nun, da die Ära Merkel in ihre letzte Phase tritt, nur so von Großstrategen und Riesentalenten. Überall neoburschikose Männer, Hipster-Konservative, Ährendeuter – es ist schwer was los im politischen Berlin, wie auch im folkloristischen München. (Frei nach Karl Kraus)

Immerhin achtzig Prozent ihrer Kanzlerschaft sind schon ‚rum, höchstens zwanzig Prozent bleiben noch übrig.

Quelle, ,,DIE ZEIT 9.2018″, in der Bernd Ulrich darin aufführt, dass erst, seitdem Merkel angekündigt hatte, ihren Job aufgeben zu wollen, „die Anderen“ ja erst aufbegehren dürfen. Sie sei somit also „noch Herrin des Prozesses“. Wenn es nach den Medien ginge, sei sie als Kanzlerin schon „längst Geschichte“.

Die fünf wesentlichen Argumente, die wieder und wieder aufgeführt werden, wenn es darum geht, dass sie nun aber wirklich fertig hat und sofort gehen muss, dekliniert Ulrich durch.Nur zwei lässt er halbwegs gelten: Die mangelnde Pflege von Debattenkultur und Programmatik sowie – das eine hängt im Grunde mit dem anderen zusammen – in der Folge auch davon, so könnte man sagen, den Verlust des konservativen Markenkerns.

Hierzu schreibt Ulrich, dass Merkel von ihren Kritikern wiederum überschätzt wird, weil sie nicht verhindere, was sie selbst nicht betreibe.

Die Frage ist tatsächlich, weshalb die Kritik über den Mangel immer mit der Kanzlerin verknüpft wird, so als unterdrücke sie diese Dinge.

Das kann schon allein deshalb nicht stimmen, weil die SPD sich ja ganz genauso von ihr „unterdrückt“ fühlt und bestohlen, hier ist es aber dann das soziale Profil, das sie dem Original, der SPD, entwende, wodurch auch diese „entleert“ werde – schreibt nicht Ulrich, aber kann man fortsetzen. –

Ein Nachfolger ist offiziell nicht bestimmt worden.

Deutschland ist eine Demokratie – zumindest „auf dem Papier“ – ist also keine Monarchie, weswegen Kanzler ihre Nachfolger nicht ernennen, segnen oder ihnen „mit dem Schwert auf die Schulter schlagen“.

Der diesbezügliche Versuch Ex-Kanzler Helmut Kohls seinerzeit mit Wolfgang Schäuble hatte auch nicht funktioniert.

Nun, fassen wir doch jetzt einmal den aktuellen politischen Sachstand im Ergebnis zusammen:

Nach einem wochenlangem Hin- und Her haben sich die sogenannten Schwesterparteien abermals auf einen (meines Erachtens „faulen“) Asylkompromiss geeinigt.

Inwieweit der sich dieses Mal bewährt, muss sich erst noch zeigen.

Zunächst einmal braucht die Union die Zustimmung des Koalitionspartners SPD.

Zudem müssen dabei andere europäische Länder mitmachen, in erster Linie Italien, Griechenland und Österreich.

Bei den Sozialdemokraten macht der linke Flügel inzwischen mobil gegen die geplanten Transitzentren. In ihnen sollen bereits in anderen EU-Staaten registrierte Flüchtlinge festgehalten und in die Länder zurückgeschickt werden, in denen sie bereits Asyl beantragt haben.

Linke und Grüne sprechen in demagogischer Verzerrung von „Internierungslagern“, obwohl dieses Verfahren jenem in den Transitzonen der Flughäfen ähnlich ist.

Gut möglich also, dass die SPD-Spitze hier auf Änderungen drängt. Dann aber könnte Innenminister Seehofer von der Kanzlerin verlangen, dass sie hart bleibt – und der nächste schwerwiegende Eklat – im nicht immer ehrenwert erscheinenden Unions-Haus – wäre vorprogrammiert.

(Noch)Kanzlerin Merkel und „Dreh“hofer stehen noch, sind aber beide schwer angeschlagen.

Und Frau Merkel ist in den vergangenen Wochen klar geworden, dass selbst die Mehrheit der CDU-Abgeordneten in der Sache Seehofer zustimmt.

Dass auch die CDU in den Jahren 2015 und 2016 die Willkommenspolitik der Kanzlerin teils freudig, teils ablehnend mitgetragen hat, daran will in der Bundestagsfraktion kaum noch einer erinnert werden.

Herr Seehofer bekam in den vergangenen Tagen schmerzlich zu spüren, dass er von seinem Nachfolger in der Münchener Staatskanzlei, Markus Söder, und dem mächtigen Chef der CSU-Bundestagsabgeordneten, Alexander Dobrindt, vor ihnen her getrieben wird. Zudem musste er sich auch im Parteivorstand am Wochenende manche Kritik an seinem „Schlängel“-Kurs anhören.

Sollte sich Seehofer jetzt in der Asylpolitik weitgehend durchgesetzt haben, so dürfte dies wohl sein letzter Erfolg diesbezüglich gewesen sein.

Zumindest in einem Punkt ist in beiden Unionsparteien eine Erleichterung zu spüren; der Bruch konnte gerade noch vermieden – im wohl heftigsten „Schwesternkrieg“ seit den Trennungsbeschlüssen von 1976 – und ein Waffenstillstand erreicht werden.

Dennoch ist ein störungsfreies Miteinander von CDU und CSU auf absehbare Zeit nicht zu erwarten; dafür sind die seit 2015 geschlagenen Wunden zu tief.

Bestenfalls werden Merkel und Seehofer zu einem arbeitsbedingt notwendigen „Burgfrieden“ zurückfinden.

Aber das starke gegenseitige Misstrauen ist nicht wegzureden, und sie werden sich noch stärker als in der Vergangenheit gegenseitig belauern und abwarten, wie sie manche noch „offene Rechnung“ begleichen können.

Der „Krieg unter den Geschwistern“ wird also weitergehen.

Anmerkung der Autorin;

Warten wir also die Landtagswahlen in Bayern ab – sollte da nämlich die CSU auf unter 40 Prozent abstürzen, würde Merkel von den Bayern zur Hauptschuldigen erklärt.

Und dann würden „Schwester“ Merkel und „Bruder“ Seehofer wieder aneinander rücken – als beste Feinde.

Mein Apell jetzt an alle aufgeweckten und vernünftigen wahlberechtigten Bürger: Wählt nicht Euren und somit unseren sozial- und wirtschaftspolitischen Untergang Deutschlands, sondern denkt auch an die Zukunft Eurer und unserer Kinder!

Das ewiglich hasserfüllte Gekreische ,,Merkel muss weg!“ und was sonst noch für aggressive Parolen, wie beispielsweise, ,,Wir sind das Volk!“, sind dabei keine wirklich „kluge“ Alternative und machen die (un)politischen Lager von schwerstkriminellen Linksradikalen und schädlichem Rot-Grünem Surrealismus stärker.

Nur die „richtige“ Wahl kann uns in die Lage versetzen, eine spürbare politische Änderung in unserem Land herbei zu führen, wobei wir uns dann auch nicht mehr mit einer Frau Merkel zu beschäftigen bräuchten.

In diesem Sinne!

Hierzu erlaube ich mir noch, eine sehr schöne, christlich geprägte Lebensweisheit, (also ein Zitat von Reinhold Niebuhr), hier anzubringen:

,,Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann. Und die Weisheit, das Eine von dem Anderen zu unterscheiden.“

( ℹ *) Die politikkritischen Artikel von J. Dröscher werden auch regelmäßig auf ihren vier offiziell betriebenen Facebook-Seiten veröffentlicht:
– ,,International POLICY in the FOCUS of critical PUBLICITY.“
– ,,Deutschland ,,first“ Gewaltlose freie Meinung & Contra Extremismus.“
– ,,We are Europe…“ und
– ,,Rien ne va plus a very fat Dislike jetzt hab ich aber die Faxen dicke.

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