„Kampf auf Leben und Tod!“

Von Lenin lernen, heißt dies nicht auch, Merkels linken Block kennenlernen?

leninalt

(gh) – Wer aus einem Arbeiter- und Bauernstaat kommt und dort Sozialisms und Kommunismus wie die Muttermilch eingesogen hat und ohne Marxismus-Leninismus keinen Studienabschluss geschäfft hätte, der ist für sein weiteres Leben programmiert und gekennzeichnet. Reine Glaubenssache, denn am Ende steht immer das noch nicht erreichte unerreichbare Paradies. Was also mag eine „CDU“-Kanzlerin in ihrem Streben nach Macht antreiben? Demokratie, Rechtsstaat und christliche Werte? Oder Marxismus-Leninismus, denen Zeit und Studien gewidmet worden sind? Wer wird zugeben, dass das möglicherweise alles Humbug is? Wer gibt zu, dass sein Leben mehr auf Schein als auf Sein aufgebaut ist? Frag nach bei Lenin! In „Wie soll man den Wettbewerb organisieren?“ hat er zu Weihnachten vor 100 Jahren das Credo eines echten Sozialisten und Kommunisten geschrieben. Wer vielleicht Merkel und ihren linken Block kennenlernen will, muss bei Lenin in die Lehre gehen.

Lenin schreibt u.a., hier ausschnittsweise und  nicht fortlaufend wiedergegeben:

Der Sozialismus erstickt keineswegs den wettbewerb, im Gegenteil, er schafft erstmalig die Möglichkeit,ihn wirklich auf breiter Grundlage, wirklich im Massenumfang anzuwenden, die Mehrheit der Werktätigen wirklich auf ein Tätigkeitsfeld zu führen, auf dem sie sich hervortun, ihre Fähigkeiten entfalten, jene Talente offenbaren können, die das Volk , einem unversiegbaren Quell gleich, hervorbringt und dieder Kapitalismus zu Tausenden und Millionen zertreten, niedergehalten und erdrückt hat. Jetzt, da eine sozialistische Regierung an der Macht ist, besteht unsere Aufgabe darin, den Wettbewerb zu organisieren.

Der erste Schritt zur Befreiung der Werktätigen von dieser Zwangsarbeit ist die Konfiskation der Ländereien der Gutsbeseitzer, die Einführung der Arbeiterkontrolle, de Nationalisierung der Banken. Die nächsten Schritte werden sein: die Nationalisierung der Fabriken und Werke, der zwangsweise Zusammenschluss der gesamten Bevölkerung in Konsumgenossenschaften.die gleichzeitig Arbeitsgenossenschaften sind, die Einführung des Staatsmonools fürden Getreidehandel und für den Handel mit anderen notwedgen Gütern. (ANMERKUNG: Falls noch immer jemand irrtümlich die Nationalsozialisten nicht für nationale Sozialisten hält, sollte aus dem Lehrbuch Lenins die Fakten lernen über das, was Sozialismus ist!)

Erst jetzt wird in breitem Maße, wahrhaft für die Massen, die Möglichkeit geschaffen, Unternehmungsgeist, Wettbewerb und kühne Initiative zu entfalten. Jede Fabrik, aus der der Kapitalist hinausgeworfen wurde, oder wo er zumindest durch eine wirkliche Arbeiterkontrolle im Zaum gehalten wird, jedes Dorf, wo der Ausbeuter, der Gutsbesitzer, ausgeräuchert und sein Boden beschlagnahmt wurde, ist jetzt, erst jetzt zu einem Betätigungsfeld geworden, auf dem der Arbeitsmann sich hervortun, auf dem er den Rücken ein wenig geradebiegen, sich aufrichten und sich als Mensch fühlen kann.

Gewalt gegen Schmarotzer
Zum erstenmal nach Jahrhunderten der Arbeit für andere, der unfreien Arbeit für die Ausbeuter, bietet sich ihm die Möglichkeit, für sich selbst zu arbeiten, und zwar zu arbeiten, gestützt auf alle Errungenschaften der modernen Technik und Kultur. Natürlich kann diese in der Geschichte der Menschheit gewaltigste Ablösung der unfreien Arbeit durch die Arbeit für sich selbst nicht ohne Reibungen, Schwierigkeiten, Konflikte, nicht ohne Gewaltanwendung gegenüber den eingefleischten Schmarotzern und ihrem Anhang vor sich gehen.

Widerstand brechen der Intelligenzler
Darüber macht sich kein einziger Arbeiter Illusionen: die in langen, langen Jahren der Zwangsarbeit für die Ausbeuter, die durch endlosen Hohn und Schimpf seitens der Ausbeuter abgeharteten und durch schwere Not gestählten Arbeiter und armen Bauern wissen, daß man Zeit braucht, um den Widerstand zu brechen. Die Arbeiter und Bauern sind nicht im geringsten von den sentimentalen Illusionen der Herren Intelligenzler, dieser ganzen haltlosen Bande von der „Nowaia Shisn usw. angesteckt, die sich gegen die Kapitalisten heiser „schrien« gegen sie „gestikulierten“, sie .verdonnerten-, um zu heulen und sich wie verprügelte Hunde zu benehmen, als es zum Handeln, zur Verwirklichung der Drohungen, zur praktischen Durchführung des Sturzes der Kapitalisten kam.

Die große Sache der Ablösung der unfreien Arbeit durch die Arbeit für sich selbst, durch die in gigantischem, gesamtstaatlichem Maßstab (m gewissem Grade auch im internationalen, im Weltmaßstab) planmäßig organisierte Arbeit, erfordert außer „militärischen“ Maßnahmen zur Unterdrückung des Widerstands der Ausbeuter auch riesige organisatorische Anstrengungen des Proletariats und der armen Bauernschaft. Die organisatorische Aufgabe ist mit der Aufgabe der schonungslosen militärischen Niederhaltung der Sklavenhalter von gestern (der Kapitalisten) und der Meute ihrer Lakaien, der Herren bürgerlichen Intellektuellen, zu einem untrennbaren Ganzen verflochten.

Wir waren immer die Organisatoren und Leiter, wir haben kommandiert — sagen und denken die Sklavenhalter von gestern und ihre Handlanger aus den Reihen der Intellektuellen —, wir wollen es auch weiter bleiben, wir werden dem „einfachen Volk“, den Arbeitern und Bauern, nicht gehorchen, wir werden uns ihnen nicht unterordnen, wir werden unser Wissen in eine Waffe zur Verteidigung der Vorrechte des Geldsacks und der Herrschaft des Kapitals über das Volk verwandeln. So reden, denken und handeln die Bourgeois und die bürgerlichen Intellektuellen. Von ihrem selbstsüchtigen Standpunkt aus ist ihr Verhalten begreiflich:

Den Speichelleckern und Kostgängern der Fronherren, den Pfaffen, Amtsschreibern, Beamten, wie sie Gogol schilderte, den «intellektuellen-, die Behnski haßten, fiel es ebenfalls „schwer*, sich von der Leibeigenschaft zu trennen. Aber die Sache der Ausbeuter und ihres Intellektuellentrosses ist eine aussichtslose Sache. Die Arbeiter und Bauern brechen ihren Widerstand – leider noch nicht entschieden, energisch und rücksichtslos genug – und werden ihn endgültig brechen.

„Sie“ glauben, daß das „einfache Volk-, die „einfachen- Arbeiter und armen Bauern mit der gewaltigen, im weltgeschichtlichen Sinne des Wortes wahrhaft heroischen Charakters, vor die die sozalistische Revolution die Werktätigen gestellt hat, nicht fertig werden. „Ohne uns werden sie nicht auskommen“, trösten sich die Intellektuellen, die gewohnt sind, den Kapitalisten und dem kapitalistischen Staat zu dienen. Ihre dreisten Erwartungen werden sich nicht erfüllen: schon jetzt treten gebildete Menschen hervor, die auf die Seite des Volkes, auf die Seite der Werktätigen übergehen und diesen helfen, den Widerstand der Lakaien des Kapitals zu brechen.

Unter allen Umständen aufräumen
Organisatorische Talente gibt es unter der Bauernschaft und in der Arbeiterklasse eine Menge, und diese Talente beginnen eben erst, sich ihrer selbst bewußt zu werden, zu erwachen, nach lebendiger, schöpferischer, großer Arbeit zu streben, den Aufbau der sozialistischen Gesellschaft selbständig in Angriff zu nehmen. Eine der wichtigsten Aufgaben, wenn nicht die wichtigste, besteht jetzt darin, diese selbständige Initiative der Arbeiter und überhaupt aller Werktätigen und Ausgebeuteten bei der schöpferischen organisatorischen Arbeit in möglichst breitem Umfang zu entwickeln. Mit dem alten, albernen, unsinnigen, schändlichen und niederträchtigen Vorurteil, nur die sogenannten „höheren Klassen“, nur die Reichen oder diejenigen, die durch die Schule der reichen Klassen gegangen sind, seien imstande, den Staat zu verwalten, den organisatorischen Aufbau der sozialistischen Gesellschaft zu leiten, muß unter allen Umständen aufgeräumt werden.

Das ist ein Vorurteil. Aufrechterhalten wird es durch den faulen Hang zum Alten, die Verknöcherung, die sklavische Gewohnheit und noch mehr durch den schmutzigen Eigennutz der Kapitalisten, die daran interessiert sind, zu regieren und dabei zu plündern – zu plündern und dabei zu regieren. Nein! Die Arbeiter werden keinen Augenblick vergessen, daß ihnen die Macht des Wissens not tut. Der ungewöhnliche Drang nach Bildung, den die Arbeiter an den Tag legen, gerade jetzt an den Tag legen, ist ein Beweis dafür, daß man sich in dieser Hinsicht im Proletariat keinem Irrtum hingibt noch hingeben kann. Der Arbeit eines Organisators ist aber auch der einfache Arbeiter und Bauer gewachsen, der lesen und schreiben kann, der Menschenkenntnis und praktische Erfahrung besitzt. Unter dem „einfachen Volk-, von dem die bürgerlichen Intellektuellen so hochmütig und geringschätzig reden, gibt es eine Masse solcher Leute. Die Arbeiterklasse und die Bauernschaft sind ein noch unberührter und unversiegbarer Quell solcher Talente.

Rechnungsführung und Prduktionskontrolle Weg zum Sieg des Sozialismus
Arbeiter und Bauernt Werktätige und Ausgebeutete! Der Grund und Boden, die Banken, die Fabriken, die Werke sind Eigentum des ganzen Volkes geworden! Nehmt selbst die Rechnungsführung und Kontrolle über die Produktion und die Verteilung der Produkte in die Hand – darin und nur darin liegt der Weg zum Sieg des Sozialismus, die Bürgschaft für seinen Sieg, die Bürgschaft für den Sieg über jede Ausbeutung, über Not und Elend! …Man muß nur die Arbeit und die Erzeugnisse richtig verteilen, man muß nur eine allgemeine sachliche, praktische Kontrolle des ganzen Volkes über diese Verteilung einführen und nicht nur in der Politik, sondern auch im  täglichen  wirtschaftlichen Leben die Volksfeinde, die Reichen und ihre Kostganger, sodann die Gauner, Müßiggänger und Rowdys besiegen. Für diese Feinde des Volkes, für diese Feinde des Sozialismus und der Werktätigen darf es keine Schonung geben.

Kampf auf Leben und Tod gegen die Reichen und ihre Kostgänger, die bürgerlichen Intellektuellen, gegen die Gauner, Müßiggänger und Rowdys. Die einen wie die anderen, diese wie jene, sind leibliche Brüder, Sprößlinge des Kapitalismus, Sprößlinge der feudalen und der bürgerlichen Gesellschaft, einer Gesellschaft, in der ein kleines Häuflein das Volk ausplünderte und das Volk verhöhnte, einer Gesellschaft, in der Not und Elend Tausende und aber Tausende auf den Weg des Rowdytums, der Bestechlichkeit, der Gaunerei stieß und sie aller menschlichen Züge beraubte, einer Gesellschaft, in der unvermeidlich bei den Werktätigen das Bestreben entwickelt wurde: der Ausbeutung zu entrinnen, sei es auch durch Betrug, sich her-Wen, die widerwärtige Arbeit loszuwerden, sei es auch nur für einen Augenblick, auf irgendeine Weise, koste es, was es wolle, wenigstens ein  Stück Brot herauszuschlagen, um nicht zu hungern, um nicht samt der Familie am Hungertuch zu nagen.

Die Reichen und die Gauner – das sind zwei Seiten ein und derselben Medaille, zwei Hauptarten von Parasiten, die der Kapitalismus großgezogen hat, sie sind die Hauptfeinde des Sozialismus; diese Feinde müssen unter die besondere Aufsicht der ganzen Bevölkerung gestellt werden; gegen sie muß rücksichtslos vorgegangen werden, sobald sie die Regeln und Gesetze der sozialistischen Gesellschaft auch nur im geringsten übertreten. Jede Schwäche, jedes Schwanken, jede Sentimentalität in dieser Hinsicht wäre das größte Verbrechen am Sozialismus. Um die sozialistische Gesellschaft vor diesen Parasiten zu sichern, muß man eine allgemeine, von Millionen und aber Millionen Arbeitern und Bauern freiwillig, energisch, mit revolutionärem Enthusiasmus unterstützte Rechnungsführung und Kontrolle über die Menge der Arbeit, die Produktion und die Verteilung der Produkte organisieren. …

Diese Schlamperei, Nachlässigkeit, Unordentlichkeit, Ungenauigkett, die nervöse Hast, die Neigung, Taten durch Diskussionen, Arbeit durch Gerede zu ersetzen, diese Neigung, alles in der Welt anzufangen und nichts zu Ende zu fuhren, ist eine jener Egenschaften der „Gebildeten“, die sich keineswegs aus ihrer schlechten Natur und noch weniger aus Böswilligkeit, sondern aus allen ihren Lebensgewohnheiten, ihren Arbeitsverhältnissen, ihrer Übermüdung, der anormalen Trennung der geistigen Arbeit von der körperlichen usw. usf. ergeben.

Das Programm dieser Rechnungsführung und Kontrolle ist einfach, klar, jedem verständlich: jeder soll Brot haben, alle feste Schuhe und ordentliche Kleidung tragen, eine warme Wohnung haben, gewissenhaft arbeiten; kein einziger Gauner (auch keiner von denen,  die sich vor der Arbeit drücken) darf frei herumspazieren, sondern muss  im Gefängnis sitzen oder schwerste Zwangsarbeit verrichten, kein einziger Reicher, der die Regeln und Gesetze des Sozialismus verletzt, darf dem Schicksal des Gauners entgehen, das mit Recht das Schicksal des Reichen werden muß. „Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen!“ – das ist das praktische Gebot des Sozialismus. Das ist es, was in der Praxis durchgeführt werden muß.

(ANMERKUNG: Im „Schwarzbuch des Kommunismus“, eine Aufsatzsammlung von 1997, in der ein Dutzend Autoren  Verbrechen, Terror, Unterdrückung (Untertitel) von kommunistischen Staaten, Regierungen und Organisationen darstellen kommt der Herausgeber, der französische Historiker Stéphane Courtois, am 6. November 1997, dem 80. Jahrestag der Oktoberrevolution 1917, in einer ersten weltweiten Gesamtbilanz von 80 Jahren KOMMUNISMUS auf eine von ihm recherchierte GESAMTOPFERZAHL DIESER VERBRECHEN von 100 MILLIONEN MENSCHEN und  forderte ihre angemessene historische und moralische Aufarbeitung.)

Mutig, mutig

Verlogene Erinnerungskultur – Schande über Tappert!

(www.conservo.wordpress.com)

Von Adrian F. Lauber *)

Die deutsche Erinnerungskultur ist so verlogen, dass mir dazu nicht mehr viel einfällt. So viel kann ich gar nicht fressen, wie ich brechen möchte.

Masseneinwanderung aus einem Kulturkreis, in dem der Judenhass alltäglich ist, sollen wir unkritisch gutheißen, weil wir sonst angeblich rassistisch und menschenfeindlich sind.

Dass Juden bereits aus Frankreich, Schweden und anderen europäischen Ländern abhauen, weil sie sich angesichts der Hetze und Gewalt, die natürlich nicht nur, aber eben zu einem großen Teil von radikalen Muslimen ausgehen, wird geflissentlich ignoriert. Ich würde auch keine Wetten drauf annehmen, dass die Deutschen einen Finger krumm machen werden, sollten auch deutsche Juden in absehbarer Zeit das Weite suchen. Ich halte es für wahrscheinlicher, dass viele sagen werden, sie hätten nichts gewusst und nichts gesehen.Mit dem totalitären Mullah-Regime des Iran machen deutsche Politiker und Konzerne Geschäfte, obwohl für jedermann leicht nachprüfbar ist, dass dieses Regime Judenhass und Terrorismus fördert, die Opfer des Holocaust in Cartoon-Wettbewerben verhöhnt, den Holocaust sogar regelmäßig leugnet und den jüdischen Staat Israel auslöschen will. Aber Sigmar Gabriel, einer meiner „Lieblingspolitiker“, hatte es nach Abschluss des desaströsen Atomdeals mit dem Iran ganz eilig, nach Teheran zu reisen und Geschäfte für die deutsche Industrie anzubahnen.

Aber ganz couragiert und mutig sind wir geschichtsbewussten Deutschen, wenn es gegen einen Toten geht, der sich nicht mehr wehren kann und von dem nicht bewiesen ist, ob er sich irgendwelcher Verbrechen schuldig gemacht hat.

Ich rede von Horst Tappert. Weil er als junger Mann im Zweiten Weltkrieg bei der Waffen-SS war, ist er nun für alle persona non grata und sein ganzes Lebenswerk, vor allem die Serie „Derrick“, nichts mehr wert. Da zeigen die deutschen Gesinnungsethiker unter äußerster Konzentration ihres ganzen Hodenstolzes, wie moralisch sie sind, indem sie den Verstorbenen sozusagen aus dem Sarg heraus vor das Tribunal der Gerechtigkeit stellen und aburteilen.

Nun gut. Es völlig klar, dass die SS eine verbrecherische Organisation war. Aber nicht jeder, der ihr angehörte, hat auch persönlich Verbrechen begangen oder daran teilgenommen. Auch war in der Endphase des Krieges nicht jeder freiwillig dabei. Ich kenne persönlich einen Mann, der als Sechzehnjähriger (als der Krieg im Grunde schon verloren war) in die Waffen-SS eingezogen wurde, ohne danach gefragt zu werden, ob er das wollte. Ich kenne ihn lange und gut genug, um mit Sicherheit sagen zu können, dass dieser Mann kein Nazi ist.

Was Horst Tappert anbelangt, so wissen wir schlichtweg kaum etwas über seine Kriegserlebnisse. Er hat wenig darüber gesprochen. Wir wissen nicht, ob er freiwillig bei der Waffen-SS war und wenn ja, aus welchen Motiven. Wir wissen nicht, ob er im Krieg Verbrechen begangen hat.

Gilt für Horst Tappert nicht der rechtsstaatliche Grundsatz „innocent until proven guilty“?

In bundesrepublikanischer Zeit war Tappert meines Wissens ein gesetzestreuer Bürger und nie ist ruchbar geworden, dass er irgendetwas mit rechtsextremen Kreisen und deren Aktivitäten zu tun gehabt hätte.

Auch fällt mir auf, wie wieder einmal mit zweierlei Maß gemessen wird. Auch Günter Grass war als junger Mann in der Waffen-SS. Gut, er wurde dafür kritisiert, das lange verschwiegen und sich gleichzeitig immer wieder als das moralische Gewissen der deutschen Nation aufgespielt zu haben. Aber der Mann hat nicht ansatzweise eine vergleichbare Ächtung erfahren wie Horst Tappert. Ich frage mich, warum.

Gut, ich geb’s zu. Ich bin kein neutraler Beobachter in dieser Sache. Ich bin ein großer Fan von „Derrick.“ Horst Tappert und Fritz Wepper als Stephan Derrick und Harry Klein waren für mich so etwas wie Helden. Die späteren Derrick-Jahre habe ich als Kind auch noch mitbekommen und ältere, vor meiner Zeit gedrehte Folgen später als Wiederholung gesehen. Derrick war für mich ein vorbildlicher cooler Gentleman.

Insofern geht es mir einfach nahe, wie Tapperts Lebenswerk nun völlig entwertet wird. Ich würde das nur dann verstehen können, wenn bewiesen wäre, dass Horst Tappert ein Verbrecher war. Aber so?

Ich bin froh, dass es das Internet gibt. So kann ich trotz Tapperts Ächtung immer noch Derrick schauen, wenn mir danach ist. Das ist zum Abend sehr angenehm – vielleicht u. a. deshalb, weil mich die Serie an eine Zeit erinnert, als noch keiner wusste, was politische Korrektheit, Gender Mainstreaming und der ganze andere Schrott ist, und als Angela Merkel noch lange nicht Bundeskanzlerin war.

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*) Adrian F. Lauber: Wir freuen uns sehr, daß mit dem bekannten Blogger Adrian F. Lauber seit November 2017 ein weiterer renommierter Autor auf conservo tätig ist.

Das Tagesgericht

Nebulös.

(gh)Probleme haben die, um Lokalblätter zu füllen. Ja, wenn „Presse“ noch Presse wäre und nicht fast nur Propaganda, dann bräuchten sie sich weniger um ihre fallenden Auflagen zu sorgen. Oder sind die  gar kein Problem angesichts täglicher Selbstbespiegelungen, wenn der Überbringer der Nachricht die Nachricht ist? „Darum finden Ortenauer Unternehmen keine Flüchtlinge“. Wie sollen die zu finden sein, wenn es gar keine „Flüchtlinge“ gibt? Merken Polizei und Bürger eigentlich noch immer nicht, welche Farce veranstaltet wrd, wenn es heißt: „Polizei gibt Tipps zur Einbruchsprävention in der Ortenau„. Gleichzeitig macht die Polizei mit, wenn Grenzen offene Tür sind und auch Einbrechern den Weg freimachen. Andererseits sollen die Bürger Türen und Fenster schließen. Wie verrückt ist denn dies? Die Freiburger haben sich offensichtlich mit ihrem Status einer Kriminalitätshauptstadt abgefunden und wenden sich dem poraktischen Leben zu: „Freiburg führt grüne Feinkostplakette ein„. Ist es das, was ein Wolfgang Schäuble mit Degeneration meint? „Ein neues Zertifikat soll den Freiburger Weihnachtsmarkt vor Geruchsbelästigungen am Käsestand schützen“. Aber Vorsicht, dies ist Satire der BZ! Manchmal ist die von der Realität nicht zu unterscheiden. Wenn Offenburg nicht Burdas Rehlein hätte, was würden die sonst eine Stallwächterin an der Kinzig fragen als dies: „Wie OB Edith Schreiner die Bambi-Nacht erlebte. Zum 69. Mal hat der Burda-Verlag am Donnerstagabend den Bambi-Preis verliehen. Als oberste Repräsentantin der Heimatstadt des Rehs hat Offenburgs Oberbürgermeisterin Edith Schreiner die glamouröse Veranstaltung in Berlin hautnah miterlebt“. Halali. Ein echter Blattschuss! Zu sowas hat es dem Blatt an der Dreisam nicht ganz gereicht. Irgendwie sind die aus der Kurve gefallen, wenn es um Bombastisches geht: „Die FWTM öffnet den Freiburger Weihnachtsmarkt am 27. November früher, um eine Kollision mit der Andacht zum Jahrestag der Bombardierung Freiburgs zu vermeiden“. Noch Fragen? Galt Weinachten bisher nicht als Auftakt zur Mensch- und Weltrettung? Nur noch Lebkuchen? Vielleicht auf einem Berliner Weihnachsmarkt, der sich jetzt als Lichtmarkt tarnt im Lichtkleid? Geht es um Politik, sind die Vehältnisse in diesem Land erst einmal auf die Füße zu stellen. Wer hat Millionen Menschen aus der Dritten Welt nach Deutschland in jedes Dorf gerufen? Die Bevölkerung war und ist es nicht. Das soll Demokratie sein? Reine Theorie. Die Praxis geht dann so nach dem Lehrbuch der Massenpsychologie: Die Wiederholun, die Wiederholung, die Wiederholung macht’s. Jeden Tag hämmern Medien die Propaganda einer Ein-Frau-Regierung von 26 Prozent ein, der sich alles unterzuordnen hat. Deutschland ist auf einmal Jamaika, denn da war ja schon jeder. Wenn es so wäre, wäre der Schrecken groß. Da aber das Land nicht in der Hand der Bürger, sondern von Parteien ist, die zu Blockflöten wie einst in der DDR geworden sind, lautet der Bürger Pflicht nach der Bedienungsanleitung von Medien so: zuschauen und Klappe halten! Denn: „Parteien wollen bis Sonntag verhandeln – Familiennachzug für Flüchtlinge bleibt zentrales Streitthema bei Jamaika-Sondierung“. Das also soll des Bürgers Problem sein?  Wie geht’s ihm denn? Klagend deshalb also auch ein Leidartikel: „Eine große Chance vorab verspielt“. Statt Merkels Krönung, auf die „ganz Europa wartet“, Erdkunde 6, „wird in Berlin um jeden Spiegelstrich gestritten“ jammert ein großes Blatt aus Oberschwaben kleinmütig über Sondierer im kleinen Karo. Wenn’s so wäre, aber so ist es nicht. Um Pöstchen, Auto und Fahrer streiten sich jene, welche selbst am wenigsten nach dem Land fragen und ob sie etwas für dieses Land tun könnten! Zur Erinnerung, das ist das große Modethema heute als Gedenkzirkus: Nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler im Januar 1933 erhielten die linken Nazis bei den letzten einigermaßen noch freien Wahlen im März nur 43,9 Prozent, hatten also keine absoute Mehrheit zum Durchregieren. Wer mag die ihnen beschafft haben? Waren es nicht rechte Konservative? Da brauchen Lokalblätter auch nicht mit Weihnachten und den üblichen Bettelaktionen kommen und zu erklären versuchen, wie erfolgreich doch Spenden  von Lesern gewesen seien. Wurden die nicht meist für arme reiche Kirchen eingesammelt? „In der SPD gärt es“? Solange ein Fraktionsvorsitzender, ein Jurist, der vormals Kultusminister war, Insektenhotels besichtigt, können die Probleme nicht groß sein bzw. die SPD ist gar nicht mehr vorhanden. Immerhin liegt sie ja hinter der AfD, und die ist ganz neu. Ein Pfarrer jammert mit seinem Sonntagsgeläut, welches seit September längst abgelöst worden ist von den Weihnachtsglöckchen der Geschäftswelt. Kein Wunder, dass er seine Botschaft ganz vergessen hat. Nicht einmal die Wiederholung der Wiederholung der Wiederholung seit 2000 Jahren? Hat der Pfarrer alle Hoffnung auch schon fahren lassen? Greifen in diesen Zeiten nicht überall Esoteriker und Quacksalber  und Gewalt nach der Macht? Sind dagegen nicht Aufklärung, Verstand und Praktiker gefragt? So wie es in einem Satz in der Präambel der amerikanischen Verfassung von 1787 steht: „Wir, das Volk der Vereinigten Staaten, von der Absicht geleitet, unseren Bund zu vervollkommnen, die Gerechtigkeit zu verwirklichen, die Ruhe im Innern zu sichern, für die Landesverteidigung zu sorgen, das allgemeine Wohl zu fördern und das Glück der Freiheit uns selbst und unseren Nachkommen zu bewahren, setzen und begründen diese Verfassung für die Vereinigten Staaten von Amerika.“  Wie hört sich dagegen sowas an: „Der Islam gehört zu Deutschland“. Klingt das nicht wie ein Aufruf zum Bürgerkrieg, wie eine Kriegserklärung an das deutsche Volk?

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NACHLESE
Antisemitismus
Der Beginn der Unterwerfung
Das Frankfurter Urteil, die Beförderung eines israelischen Passagiers sei für eine kuwaitische Airline nicht „zumutbar“, sorgt nur für wenig Empörung. Mich erinnert es an Auschwitz und Entebbe 1976…Wenn in dem Land, das vor weniger als achtzig Jahren Millionen von Menschen ermordet hat, nur weil sie Juden waren oder Juden nicht hassen wollten, ein Richter erklärt (oder erklären muss), dass es einer Airline nicht zumutbar sei, jemanden zu befördern, weil er Israeli sei und die Airline dafür in ihrer Heimat Probleme bekommen könnte, ist das schlimm. Dass es darüber keinen Aufschrei der Empörung gibt, ist schlimmer. Es ist besorgniserregend für unser Verständnis von Demokratie und Menschenrechten….Es ist die Grenze zur Selbstaufgabe unserer freiheitlichen Werte. Der Beginn der Unterwerfung. Und wohin das führt, kann man in den Geschichtsbüchern nachlesen. Unser Land ist auf einem gefährlichen Weg.
Von Mathias Döpfner
(welt.de. Solange alles mit BILD und Konsorten verschlafen? Die Unterwerfung dauert schon 12 Merkeljahre, ist ja Freundin seiner Islam-Chefin. Erst wenn alles zu spät ist, springt Springer als Bettvorleger. Auch eine „Unabhängige Zeitung für christliche Kultur und Politik“  unterwirft sich bereits dem Islam, weil der für sie „Frieden“ ist.)
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SAMSUNG DIGITAL CAMERASteinmeier ermahnt Jamaika-Parteien, Neuwahl abzuwenden
Seit mehr als vier Wochen laufen die Sondierungsgespräche zur Bildung einer Koalition. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erinnert die beteiligten Parteien an ihre Verantwortung. Der Wählerauftrag dürfe nicht zurückgegeben werden.
(welt.de. Was geht ihn das an! Abtreten, der hat sich nicht links in die Politik einzumischen als Hoheitsträger! Genügt seine Frechheit nicht gegen Trump? Welcher Wählerauftrag? Wer hat denn ihn gewählt und ihm einen „Auftrag“ erteilt? Er wieß, die  SPD würde nur noch weiter pulverisiert werden. Niemand braucht sie.)

Eklat nach Gabriel-Aussagen:
Saudi-Arabien ruft Botschafter aus Berlin zurück
Aus Protest gegen eine Erklärung von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zum Libanon ruft Saudi-Arabien seinen Botschafter aus Berlin zurück. „Saudi-Arabien hat beschlossen, seinen Botschafter in Deutschland zu Konsultationen zurückzurufen“, meldete die amtliche saudiarabische Nachrichtenagentur SPA am Samstag.
(focus.de. Wen intressiert Gabriel? Sind den Saudis nicht gerade Waffen verkauft worden? Ist Gabriel nicht totaler Oppositionspolitiker? Stimmt doch alles. Deutschland ist noch verrückter als Kubickis Welt. Falls es Menschenrechte gäbe, gäbe es Saudi-Arabien nicht.)

Sprecher des Sekretariats
Beschwerden über sexuelle Belästigung auf Klimakonferenz in Bonn
Auch bei der UN-Klimakonferenz in Bonn hat es Beschwerden über sexuelle Belästigung gegeben. „Meines Wissens nach hat es hier in Bonn eine Reihe von Beschwerden gegeben“, sagte ein Sprecher des Sekretariats der UN-Klimarahmenkonvention, Nick Nuttall.
(focus.de. In der Hitze des Klimas. Wie war das noch auf den Bonner Rheinwiesen, wo ahnungslos ein Pärchen zeltete?)

23-jähriger Afghane
Abgeschobener muss zurückgeholt werden: Anwalt wirft Deutschland Rechtsbruch vor
Ein afghanischer Flüchtling wurde von Deutschland rechtswidrig abgeschoben. Nun ist die Rückholung des 23-Jährigen aus Afghanistan organisiert. Doch ob er auch in Deutschland bleiben kann, ist noch nicht geklärt.
(focus.de. Nur einer?)

18 Streifenwagen vor Ort
50 Beteiligte: Massenschlägerei vor „Essigfabrik“ in Köln – ein Schwerverletzter
Großer Polizeieinsatz am Freitagabend in Köln-Deutz. Vor der Diskothek „Essigfabrik“ an der Siegburger Straße ist es am Abend gegen 22.40 Uhr zu einer Massenschlägerei gekommen. Laut Polizei waren etwa 50 Personen an der körperlichen Auseinandersetzung beteiligt.
(focus. Saures! Komisches Völkchen, die Kölner.)

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ZUSCHRIFT

Merkel und ihre Kehrseite

Wie weit ist die BZ gesunken, dass sie das leidlich bekannte Gesicht der Kanzlerin über zwei Fünftel einer Ganzseite abducken muss, wie am 16. November geschehen. Und heute wieder ähnlich. Aber wenn diese Merkel nichts mehr zu sagen hat, worüber es zu schreiben lohnt, dann nimmt man halt ihr Gesicht als Platzhalter.  

Immerhin fand sich auf der Kehrseite der Merkel-Plattitüde  der Leitartikel des Tages und anderes Interessantes. Was lehrt uns die Geschicht’: Es ist allemal besser, die Merkel von hinten zu sehen – in jeder Beziehung.

Albrecht Künstle, Herbolzheim
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UN-Flüchtlingshilfswerk
„Frustriert, weil der Familiennachzug so lange dauert“
Die Lager auf den Ägäischen Inseln sind überfüllt, Leben sind in Gefahr, sagt Philippe Leclerc vom UN-Flüchtlingshilfswerk. Die EU müsse mehr Migranten auf das griechische Festland bringen. Was heißt das für den Türkei-Deal?
(wet.de.Muss das Werk jetzt geschlossen werden, Krise in der „Flüchtlingsindustrie“? Siemens interessiert nicht?)

Abschiebung light
Noch so ein Fall aus der Abteilung „Realsatire“
In Hessen gibt der Regierungspräsident Darmstadt Rückkehrhilfe der besonderen Art: Neben kostenlosem Rückflug und finanziellen Anreizen gibt es die Möglichkeit der Rückkehr. Willkommenskultur ist eben keine Einbahnstraße.
Von Henryk M. Broder
(welt.de. Nichts ist blöd geng, es geht immernch blöder – in Restdeutschland, wo „Spitzenpolitiker“  stumpf und in ihrer Ästhetik manchmal so hoch wie breit sind.)

Liste mit 19 radikalen Moscheen:
NRW plant Schlag gegen salafistische Szene
Das nordrhein-westfälische Innenministerium bereitet einen Schlag gegen die salafistische Szene des Landes vor. Bei Moscheen und Vereinen, in denen besonders radikal gepredigt werden soll, werde ein Verbot geprüft.
(focus.de. Das ist Islam!)

Antisemitismus
Der Beginn der Unterwerfung
Das Frankfurter Urteil, die Beförderung eines israelischen Passagiers sei für eine kuwaitische Airline nicht „zumutbar“, sorgt nur für wenig Empörung. Mich erinnert es an Auschwitz und Entebbe 1976.
Von Mathias Döpfner
(welt.de. Solange alles mit BILD und Konsorten verschlafen? Die Unterwerfung dauert schon 12 Merkeljahre, ist ja Freundin seiner Islam-Chefin. Erst wenn alles zu spät ist, springt Springer als Bettvorleger.)

stopReligioten

1648 reloaded
Jamaika: Die vieleckigen Quadrate der Sondierungsrunden
Bei Jamaika noch mehr als bisher: Einmalige Einnahmen stehen dauerhaften zukünftigen Lasten gegenüber. So wirtschaftet ein Hasardeur. Was mit dem Geld anderer Leute aber lange gutgehen kann. Allerdings nicht ewig.
(Tichys Einblick. Wann wird das Volk souverän?)

ZDF verdreht Fakten zum Familiennachzug
Von Joachim Steinhöfel
Die „Umfrage“ fasst die Haltung der Deutschen zum Familiennachzug von Asylberechtigten und Flüchtlingen (kurz: zeitlich begrenzter Anspruch auf Schutz) zusammen, als gäbe es keinen Unterschied. Und täuscht eine Mehrheit von 67% vor.
(Tichys Einblick. Staatsfunk hat ja wohl nichts mit Presse und Journalismus zu tun? Glatteis ist auch schon grün.)

Niedergang des Schulsystems seit 1968
Revolte für bewährte Bildung
Im kommenden Jahr 2018 wird es zu deren fünfzigstem „Geburtstag“ wieder so manche weihrauchschwangere Jubel-Arie über die Errungenschaften der Achtundsechziger geben. Daß deren größte Hinterlassenschaft aber ein weitreichender Bildungsabbau ist, wird übersehen werden. Wir brauchen endlich eine Schulpolitik, die Probleme löst und keine neuen Probleme schafft. Ein Kommentar von Josef Kraus.
(Junge Freiheit. Auf dem Weg zur Deppen-Republik.)

Polizeischüler mit Vorstrafenregister
Richter gab ihnen recht: Vorbestrafte klagten sich in Berliner Polizei-Akademie
Unterwanderung durch arabische Großfamilien, Gewalt in der Klasse und Missachtung der Ausbilder: Die Polizeiakademie in Berlin genießt derzeit keinen guten Ruf. Die Liste der Vorwürfe wird immer länger.
(focus.de.Problem-Justiz?)

Herbeischreiben
Journalisten wollen Jamaika erzwingen
Jamaika oder der kleine Ratgeber, wie man sich mit Hilfe einer wlllfährigen Presse eine aufregende Hochzeitsnacht strickt….Aber muss man sich als Journalist wie hier bei der Welt auch noch mit den Komödianten gemein machen? Nein, es darf nicht heißen, „Herr Kubicki ist extrem frustriert“, auch nicht, wenn man das verschämt in Gänsefüßchen setzt, sondern „Hr. K. behauptet von sich, er sei extrem frustriert“ und weiter: Nicht „am Ende reichen den Unterhändlern von Schwarz, Gelb und Grün auch gut 15 Stunden nicht zum Durchbruch.“ Sondern: „auch nach gut 15 Stunden kommen die Unterhändler eigenem Bekunden nach nicht zu einer Einigung.“ Bitte nicht durch Formulierungen einem Schauspiel auch noch die spannende Begleitmusik und die Feigenblättchen fürs Versagen liefern…
(Tichys Einblick. Da denken wohl einige, sie hätten den Schlüssel, dabei hat nur eine einzige den Hausschlüssel, und die anderen bleiben drin, wo sie hingehören.)

 

Das „Merkel-Faktotum“

Die „Abwicklung“ einer ehemals freien Gesellschaft

Von CANTALOOP

Die „Hausangestellte“ der Bundesrepublik hat in den letzten Jahren heimlich, still und leise, so wie es eben ihre Art ist, eine autokratische Eigendynamik und einen speziellen Duktus entwickelt, die in der langen Geschichte Deutschlands und in dieser Kombination sicherlich ihresgleichen suchen. Das nun ausgerechnet eine CDU- Frau, die so bescheiden, friedvoll und ungefährlich auftritt, so dass sich eigentlich niemand zu fürchten braucht, dem Land ein derart sozialistisch geprägtes Antlitz verliehen hat, in welchem Schuld und Sühne einen höheren Stellenwert einnehmen, als ehedem, hätte zu Beginn ihrer Amtszeit wohl niemand für möglich gehalten.

Im Nachhinein erscheint somit eher Erich Honecker, als Helmut Kohl ihr wahrer „Alter Ego“ zu sein. Sie hat in aller Gelassenheit Strukturen geschaffen, die es ihr ermöglichen, subtil auf nahezu alle relevanten Prozesse Einfluss auszuüben, ohne direkt in Erscheinung zu treten und dies sowohl innerhalb, als auch außerhalb Europas. Die Überwindung der Nationalstaaten als Mittel – und eine Zentralregierung kommunistischer Prägung in Brüssel als Ziel, so darf man sich die Visionen der Kanzlerin, sofern sie je welche hatte, wohl vorstellen.

Gleich einem Prisma hat sie es verstanden, die unterschiedlichen „Strahlen“ in Form von politischen Gemengelagen, vor allem natürlich die links-grün geprägten zu bündeln, von dort aus auf den kleinsten gemeinsamen  Nenner zu bringen und somit jegliche Gefahr für sie abzuwenden. Vor allem den Grünen hat sie sinnbildlich die Luft zum Atmen genommen, in dem sie einfach dreist deren Themen kopiert hat. Dies alles birgt jedoch im Grunde keine neuen Erkenntnisse und ist vielen Lesern alternativer Medien seit langem bekannt.

Ein Novum jedoch stellt die völlige Teilnahmslosigkeit der Mehrheit der Bürgerschaft dar, die sich vollkommen ergeben ihrem Schicksal fügen. Jeden Tag nimmt man ihnen ein wenig mehr von ihrer angestammten Heimat weg, dennoch verharren nicht wenige stillschweigend und arrangieren sich bestenfalls mit den daraus resultierenden Umständen. Eine traurige Apathie herrscht allenthalben. Man kann sicher konstatieren, dass die Gesellschaft in nunmehr einzelne Gruppen mit unterschiedlichen Lebensstilen aufgespalten wurde – und sich auch fortan immer weiter ausdifferenzieren wird. Die Agonie einer einst erfolgreichen und lebenswerten Nation hat erst unter der Ägide Merkels richtig begonnen.

Gesellschaftlicher Wandel
Eingedenk der Tatsache dass seitens der „Neubürger“ die alten Regeln nicht mehr unbedingt eingehalten werden (müssen), bilden sich kausalitätsbedingt neue Regeln heraus. Es sind vielerorts die Regeln und Kodizes des politischen Islam, der seine Macht, Symbolik und Anspruchshaltung immer unverblümter darlegt. Die allgegenwärtige Glorifizierung von kopftuchtragenden Damen ist da erst der Anfang.

Eine geradezu pathologische Dekadenz seitens der jüngeren, in Luxus, Frieden und Freiheit aufgewachsenen Generation macht die Sache nicht eben besser. War es in vergangenen Zeiten stets die Jugend, die gegen gesellschaftliche Konventionen und Normen aufbegehrt hat, so überflügelt diese aktuelle juvenile Generation deutscher Teenager mit stoischem Gleichmut, ja gar mit offener Partizipation der Partikularinteressen ihrer eigentlichen Feinde, selbst ihre schon als lethargisch geltenden Altvorderen. In vielen akademischen Kaderschmieden und Universitäten kämpft man offen und unverblümt für die eigene „Abwicklung“ – hin zu einem undefinierbaren Brei von Vielvölkerscharen, vereint unter unheilvoller Allianz.

Dabei hätte genau diese internetaffine und topinformierte Generation das Potential, die Umstände zu Gunsten ihrer eigenen Landsleute zu ändern. Sie tun aber genau das Gegenteil dessen. Dies impliziert natürlich eine gewisse Tragik, die dem deutschen Volk aber seit jeher immanent zu sein scheint. Ein gesunder Mittelweg ist hierzulande wohl einfach nicht realisierbar – zumindest nicht über einen längeren Zeitraum.

Merkel als Katalysator einer unheilvollen Entwicklung
Niemals zuvor waren die Unterschiede in normativer und deskriptiver Dialektik und Wahrnehmung so gewaltig wie aktuell. Man wünscht sich vielerorts eine friedliche, nachhaltig wirtschaftende und sich gegenseitig wertschätzende Gesellschaft – importiert aber gleichermaßen den sozialen Sprengstoff in Form von jungen und religiös aufgeladenen Männern in großer Anzahl, welche die selbige unmittelbar bedrohen und auszulöschen gedenken. Ein Paradoxon sondergleichen, an dem sich in ferner Zukunft noch Generationen von Soziologen, Philosophen und Wissenschaftlern abarbeiten werden.

Frau Merkel ist wohl der maßgebliche Katalysator für diese unheilvolle Entwicklung, in der gleichwohl auch sämtliche Gedanken, Wünsche und Hoffnungen der Alt-68-er Generation und deren links-radikalem Umfeld kulminieren. Sie erkannte schnell die servile Ergebenheitshaltung ihres „Plebs“ – und nutzte diese, um ihre eigenen Vorstellungen von einer „besseren Welt“ Stück für Stück und stets milde lächelnd, durchzusetzen.

Von der Hausangestellten zum uneingeschränkten Hausherren mit Voll- Prokura also – so schnell können demnach komplette gesellschaftliche Umwandlungen von statten gehen. Dem Bürger bleibt nur noch die Option, diese ganzen Machenschaften zu finanzieren und gutzuheißen – ein diskursives Mitspracherecht im Sinne einer offenen Demokratie bleibt ihm versagt.

Ausgerechnet dem Volke der Deutschen, das gemessen am europäischen Durchschnitt den höchsten Bedarf an Sicherheit hat, dem eigentlich nichts wichtiger erscheint als konservative Tugenden wie Fleiß, Sparsamkeit und bescheidener Wohlstand, wird fortan jedes Recht zur freien Lebensgestaltung in Abrede gestellt. Welch bittere Ironie!

Schlussendlich, um kollektiv in das ganz große intendierte Ziel – ein Einwanderungsland für alle Beladenen, Armen und Hoffnungslosen, zu transformieren. Dies scheint die späte Sühne für alle „Untaten“ zu sein – und exakt das ist der Plan, der nun von einer Jamaika – oder auch jeder denkbar anderen Koalition exekutiert werden wird. Unter Führung eines Faktotums versteht sich, dass sich nunmehr zum „Máximo Lider“ gewandelt hat.

Diese „sanftmütige“ Kanzlerin, der ganz offenbar jedes Konzept für Konjunktiv und Gegenfaktualität gänzlich abhanden gekommen zu sein scheint, wird eine einst freie und selbstbestimmte Gesellschaft mittel- bis langfristig in eine islamische Knechtschaft führen, so sie denn nicht von der noch einzig verbliebenen Opposition im Zaume gehalten wird.

Ein Votum für den gesunden Menschenverstand erscheint somit mehr als geboten – und gleichwohl ein Manifest an die fast schon verloren geglaubte Erkenntnisfähigkeit der indigenen Menschen.

Das Volk als „Antagonist“ gegen die Herrschenden. Eine völlig neue Rolle für leidgeprüften und denkfaul gewordenen Deutschen. Vielleicht ihre Letzte.

Sapere aude!
(pi-news.net)

Digitalisierung wird zur Obsession

Transportmittel wird mit Transportgut verwechselt, die Verpackung mit dem Inhalt

Von Gastautor Josef Hueber

“ Only a fool doesn’t know that a new technology produces losers and winners.“ (N.Postman)

Laut „Wiktionary“ versteht man in der Psychologie unter Obsession eine Zwangsvorstellung, eine Besessenheit, eine fixe Idee. Dieses wohl nicht auf psychische Gesundheit verweisende Symptom hat offensichtlich die Diskussion um Bildung und deren Optimierung unangreifbar und vollständig vereinnahmt. Gemeint ist die mittlerweile zum Trommelfeuer mutierte Dauerberieselung mit dem Begriff „Digitalisierung“. Sie scheint das Alpha und Omega eine Erörterung der Problematik „Bildung im 21. Jahrhundert“ zu sein. Allerdings: Was dieser Obsession im öffentlichen Diskurs zugrunde liegt, ist eine geistlose Gleichsetzung von Ungleichem: Das Transportmittel wird mit dem Transportgut verwechselt, die Verpackung mit dem Inhalt.

Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft hat in diesem Zusammenhang eine Studie in Auftrag gegeben. Frank Fischer, Professor für empirische Pädagogik und pädagogische Psychologie an der LMU München, hat 400 Lehrer befragt, Lehrpläne durchforstet sowie Aus- und Fortbildung von im Lehramt Tätigen untersucht. Das zentrale Interesse galt dabei der Frage nach der Umsetzungsdichte von medienbezogenen Kenntnissen in Ausbildung und Lehre.

Hier die Ergebnisse, die, um der Forschung den Geruch von Relevanz zu verleihen, schockieren sollen: Ein sogenanntes Medienkonzept gibt es nur an einer von vier Schulen. Jeder zweite Lehrer konstatiert, dass die Netzanbindung an seiner Schule zu langsam sei. Der Support von außerschulischen IT-Experten sei mangelhaft. Der olle Beamer ist das am häufigsten vorhandene technische Gerät, nur 17% der Klassen steht ein Tablet zur Verfügung. Noch schlimmer: Nur ca. 30% der Unterrichtsräume haben Notebooks, nur 4% erfreuen sich unabkömmlicher interaktiver Tische.

Soweit der als skandalös präsentierte Zustand schulischer Einrichtungen. Weiter geht’s in der Studie mit der Konstatierung des völlig überholten Frontalunterrichts sowie der fraglos zu entsorgenden präpädagogischen Hilfsmittel Tafel und Kreide (Die Entwicklung eines Gedankens anhand eines, während der Erklärung entstehenden Tafelbildes hielt man vermutlich früher irrtümlicherweise für einen sehr wichtigen, Erkenntnis und Verständnis fördernden Prozess.). Innovatives Arbeiten mit Medien (ohne Powerpoint gar nicht möglich, klar) gibt es an den Schulen nur zwischen 9% und 18%. Ja, und dann fand man noch alles Mögliche zu Lehrerausbildung und antiquierten Einstellungen von Lehrern zu den bildungsrevolutionären digitalen Medien. Am schlimmsten dann dies: Wegen der unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der für die Ausstattung der Schulen zuständigen Kommunen, so der Augsburger Oberbürgermeister Gribl, sei eine Zweiklassen-Schulsystem zu befürchten. Nein, nicht diskriminierende Schulen für Hoch- und für Weniger-Begabte, sondern Schulen mit Tablets und Schulen nur mit Tafel und Kreide (Würde das nicht gegen das Grundgesetz verstoßen?). Das, so sinngemäß das überzeugende Argument des obersten Wirtschaftsvertreters von Bayern, Alfred Gaffal, würde Bayern im Wettbewerb mit anderen High-Tech Nationen weltweit abkoppeln.

Diese Ansammlung von irrtumsgeleiteten Scheinwahrheiten ist politisch längst zum Dogma geworden. So erstaunt es nicht, dass die Bayerische Staatsregierung den Kommunen eine dreistellige Millionensumme hinlegt, damit das Nonplusultra nachhaltiger Geistesbildung gewährleistet ist. 40 Millionen Euro in 2018, sage und schreibe 122,5 Millionen in 2019/2020. Bei der Vorstellung des “ Bildungspaktes Bayern“ schränkte der Kultusminister Spaenle jedoch ein, dass diese Summen nur als „Einstieg“ gedacht seien. Man darf also davon ausgehen, dass ein Mehrfaches an Beträgen für die Allheilmittel Tablets, Notebooks und ihre Verwandten aufzubringen sein wird, damit endlich das “ digitale Klassenzimmer“ die staubige Kreide auf dem verstaubten Weg zur Bildung ablösen und die „vierte Kulturtechnik“, der Umgang mit digitalen Medien, sattsam vermittelt wird.

Gelegentlich mag es von Nutzen sein, bei der Beurteilung von Zeitphänomenen nicht nur aktuelle Meinungen mit spekulativen (Pseudo)Zukunftsvisionen zu befragen, sondern den Horizont in Richtung Vergangenheit zu erweitern. Auch dies hat mit Bildung und Erkenntnis zu tun. Lassen wir uns also einmal ein auf Gedanken zur Medienrevolution, wie sie von einem nicht ganz unkundigen Pionier auf diesem Gebiet reflektiert und geäußert wurden, auch wenn er nicht wusste, was ein ein Smartphone ist. Ich meine den mittlerweile verstorbenen amerikanischen Kommunikationswissenschaftler Neil Postman. Sein Buch „Wir amüsieren uns zu Tode“ hat wohl die größte Verbreitung und Berühmtheit erfahren, und er verdient immer noch, trotz einer kurzen, aber letztlich belanglosen historischen Distanz, unsere Aufmerksamkeit.

In seinem Vortrag, gehalten in den 90er Jahren, „The surrender of culture to technology“
(Die Preisgabe der Kultur an die Technik) stellt er mehrere Fragen, deren Beantwortung die Sinnhaftigkeit neuer Technologien beurteilen lässt. Nur wer keine Ahnung von der Geschichte der Technik hat, so Postman, glaubt, dass eine technische Erfindung vollständig neutral und wertfrei sei.

Postman benennt die Probleme neuer Technologien, indem er mehrere Fragen dazu aufwirft. Die Antworten sollen Einsichten vermitteln, inwiefern eine neue Technologie sich in eine Kultur einfügt und so unsere sozialen Institutionen fördernd prägt. Die Fragen sind seiner Meinung nach wichtiger als die Antworten, da letztere sich im Laufe der Zeit und unter den Betroffenen ändern können. Die Fragen, so Postman, bleiben jedoch zeitübergreifend eine intellektuelle Waffe gegen die Gefahr, von der Faszination einer neuen Technologie überwältigt zu werden. Einige davon seien hier genannt. Sie müssen, so Postman, an alle neue Technologien gestellt werden.

– Was ist das Problem, für dessen Lösung die neue Technologie eine Lösung bietet?
(Auf das Thema Schule und Internet bezogen: Inwiefern ist Lernen in der Schule Problemen ausgesetzt, die nur mithilfe der Digitalisierung gelöst werden können?)

– Wer wird von der Einführung der neuen Technologie profitieren, und wer bezahlt sie?

– Welche neuen Probleme sind aus der Lösung des Problems zu erwarten, nachdem wir das Problem gelöst haben? Sein Beispiel: Das Fernsehen hat Probleme gelöst, aber die Aufgabe der Sozialisierung von Kindern schwieriger, wenn nicht gar unmöglich gemacht. Es sei unwahrscheinlich, dass irgendeine neue Technologie nach der Lösung von Problemen keine neuen Probleme hervorruft. Deswegen, so Postman, müssen wir, trotz aller Schwierigkeiten, bei der Einführung neuer Technologien über die möglichen negativen Folgen einer neuen Technologie in der Zukunft nachdenken.

– Welche Personen/Gruppen werden erwartungsgemäß den größten Schaden von der Einführung neuer Technologien nehmen? Es gibt im Zuge der Einführung neuer Technologien immer Gewinner und Verlierer. Bill Gates, der gewiss kein Verlierer der neuen Computer-Technologie ist, verbreite ständig die These, dass Computertechnologie niemandem Schaden zufügen wird.

Die Verlierer sollen dankbar und begeistert sein und sich vor allem nicht bewusst werden, dass sie die Verlierer sind. Lehrer, so Postman, sind ein Beispiel für begeisterte Verlierer, die man in die Illusion treibt, dass sie zu den Gewinnern gehören. Es gebe keinerlei Beweise, dass gut bezahlte, nicht überforderte Lehrer weniger für Schüler leisten als Computer. Die Lehrer sind in seinen Augen Verlierer, aber es gebe keinen Aufschrei unter ihnen. Im Gegenteil, die Ankündigung millionenschwerer Investitionen in Computer begeistere Lehrer über die Maßen. Zitat Postman: „Bill Gates liebt diese Manifestation von Dummheit.“

Vera Lengsfeld berichtet auf ihrem Blog von einem ihrer Vorträge an einer aus Höflichkeit nicht genannten Universität. Die BWL-Studenten , so Lengsfeld, hatten keine Ahnung vom Unterschied zwischen Marktwirtschaft und Planwirtschaft.

Dies lag sicher an der während derer Schulzeit unzureichenden Ausstattung mit Tablets, Notebooks und interaktiven Tischen. Man erklärte es den Schülern vermutlich nur mittels eines mit Kreide erstellten Tafelbildes.
(vera-lengsfeld.de)

„Erinnerung höchste Form des Vergessens“

Das Dritte Reich und das ekelhaft reine Gewissen

(www.conservo.wordpress.com)

Adrian F. Lauber *)

I. Ein praktischer toter Diktator

Zivilcourage zu üben, ist immer dann besonders einfach, wenn man dafür nicht couragiert sein muss. Wenn es alle tun – oder wenn es zumindest eine Mehrheit tut.

Der tugendhafte Bildungsbürger von heute könnte davon ein Lied singen, wenn er nur ehrlich zu sich selbst wäre. Leider ist er das oft nicht. Daher will ich ihm etwas auf die Sprünge helfen.

Der Bildungsbürger von heute ist stolz auf sein Geschichtsbewusstsein. Keine n-tv- oder phoenix-Doku über das Dritte Reich, die er nicht mindestens einmal gesehen hat! Kein Gedenktag, den er vergisst! Keine Hollywood-Verfilmung, die ihn nicht zu Tränen gerührt hätte!

Der Bildungsbürger weiß über die in deutschem Namen vor sieben Jahrzehnten begangenen Verbrechen gut bescheid. Er lässt keine Gelegenheit aus, mit wohl gesetzten Worten die sich daraus ergebende Verantwortung zu betonen. Er ist der Typus Mensch, der seine Sätze gern mit „Gerade wir als Deutsche …“ beginnt.

Der Bildungsbürger ist in seiner Selbstwahrnehmung aufgeklärt und couragiert – und leider vollkommen benebelt.

Was er nicht realisiert: sein tugendhafter Einsatz gegen das Dritte Reich erfordert keinerlei Mut, weil – und das scheint er hin und wieder zu vergessen, wo er doch ständig ein neues 1933 verhindern will – das Dritte Reich schon seit 1945 nicht mehr existiert. Adolf Hitler und seine Schergen sind tot. Von ihnen geht keine Gefahr für Leib und Leben mehr aus.

Man geht keinerlei Risiko ein, indem man sich gegen diese Herrschaften, ihr Regime und ihre Verbrechen positioniert. Nicht nur, weil uns von diesen Männern nichts mehr droht, sondern auch weil die weit, weit überwiegende Mehrheit der heutigen Deutschen sowieso und völlig zu Recht darin übereinstimmt, dass das Dritte Reich ein verbrecherischer Staat war.

Nur Narren würden das leugnen. (Wobei es diese Leugner natürlich gibt! An Narren hat es dieser Welt noch nie gemangelt.)

So viel der Bildungsbürger von den damaligen Verbrechen weiß, so unwohl wird ihm, wenn er mit Dingen konfrontiert wird, die sich heute abspielen und gegen die man ja vielleicht etwas unternehmen könnte.

Das Dritte Reich ist insofern für ihn ungeheuer praktisch, als er sich völlig folgenlos dagegen positionieren und seinen Heiligenschein damit aufpolieren kann. Er muss nichts weiter tun, denn die Vergangenheit lässt sich bekanntlich nicht rückgängig machen. Noch leichter (und noch billiger) kann man sich kaum moralische Punkte holen.

(Wie schrieb Johannes Gross? „Je länger das Dritte Reich zurückliegt, umso stärker wird der Widerstand gegen Hitler und die Seinen.“)

Die Gegenwart ist dagegen bisweilen äußerst lästig, denn sie kann den Menschen durchaus zum Handeln zwingen, sie kann ihm Courage abverlangen, sie kann für ihn manchmal sehr unangenehm sein, wenn man sich mit seiner Courage z. B. in eine Minderheitenposition begeben muss und sich plötzlich ziemlich unbeliebt macht.

Werden wir nun konkret:

Ich spreche ja nicht ohne Hintergedanken vom Dritten Reich. Wenn wir daran zurückdenken, fallen uns aus naheliegenden Gründen die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden zuerst ein.

Das Gedenken daran ist dem Bildungsbürger, der was auf sich hält, sehr wichtig – wogegen nichts zu sagen wäre, wenn es nicht so widerlich verlogen wäre.

Ich habe es selbst erlebt, wie Menschen, die eben noch gaaaaaaaaaaanz couragiert gegen die Nazis und ihre Verbrechen wetterten, plötzlich nichts mehr hören wollten, als ich sie auf den heutigen Judenhass ansprach, den sich Europa durch Abschaffung seiner Grenzen in Massen aus der islamischen Welt importiert. Sie wollten nichts davon wissen, wie tief dieser Hass in der Kultur verankert ist, die wir in unserer Flüchtlingsbesoffenheit beklatschen. Sie wollten nichts davon wissen, dass Juden aus Frankreich, Schweden und anderen europäischen Ländern abhauen, weil sie sich aufgrund von Hetze und Gewalt nicht mehr sicher wähnen – die nicht nur, aber eben zu einem großen Teil von zugewanderten radikalen Muslimen ausgeht.

Wie der Antisemitismus-Forscher Dr. Manfred Gerstenfeld herausgefunden hat, wurden alle antisemitischen Morde in Europa seit Beginn des Jahrhunderts von Muslimen begangen. Das gibt zu denken.

Ich werde so manche Konversation nicht vergessen. Ich muss gestehen, dass es mir eine gewisse diebische Freude bereitet hat, den einen oder anderen Scheinheiligen gehörig zu entlarven. Wo es keine Courage erfordert – in Bezug auf ein untergegangenes Regime – sind sie voller Engagement bei der Sache. Aber wehe, man spricht sie auf die heutigen Gefahren an! Manchen sieht man an, wie sie geradezu körperlich darunter leiden, wenn man sie mit den unangenehmen Fakten konfrontiert.

Es war der Publizist Eike Geisel, der gesagt hat, dass die Erinnerung in Deutschland die höchste Form des Vergessens sei. Das klingt auf den ersten Blick nach einem Widerspruch in sich, ergibt aber durchaus Sinn.

Viele glauben tatsächlich, das Lernen aus der Geschichte erschöpfe sich darin, die Vergangenheit zu kennen. Tatsächliches Lernen aus der Geschichte müsste aber heißen, aus den Lektionen der Vergangenheit Folgerungen für heutiges Handeln zu ziehen.

Wenn man aber nur das erstere praktiziert, sich nur Wissen über die Vergangenheit aneignet, ohne daraus irgendwelche Konsequenzen zu ziehen, dann kann die Erinnerung in der Tat zu einer Form des Vergessens werden. Dann benutzt man die Kenntnis von der Geschichte nur als Alibi. Man tut so, als hätte man etwas gelernt, um sich heutiges Handeln ersparen zu können….(Fortsetzung des ganzen Artikels auf (www.conservo.wordpress.com)